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Sportfreunde Siegen
Tobias Cramer neuer Sportfreunde-Coach

Der 2. Vorsitzende Frank Weber (links) und der Sportliche Leiter Andreas Krämer (rechts) begrüßten am Dienstag Abend im Mannschaftstraining mit Tobias Cramer (2. von rechts) den neuen Cheftrainer der Oberliga-Mannschaft der Sportfreunde Siegen. Der 45-Jährige aus Willingen hat zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende 2019/20 unterschrieben – mit Option auf eine Verlängerung. Co-Trainer bleibt Marco Beier (links), der nach der Entlassung von Cheftrainer Dominik Dapprich am 29. Oktober zusammen mit Frank Dalwigk in den vergangenen drei Wochen die Mannschaft als Interimstrainer betreute. 	Foto: Frank Steinseifer
  • Der 2. Vorsitzende Frank Weber (links) und der Sportliche Leiter Andreas Krämer (rechts) begrüßten am Dienstag Abend im Mannschaftstraining mit Tobias Cramer (2. von rechts) den neuen Cheftrainer der Oberliga-Mannschaft der Sportfreunde Siegen. Der 45-Jährige aus Willingen hat zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende 2019/20 unterschrieben – mit Option auf eine Verlängerung. Co-Trainer bleibt Marco Beier (links), der nach der Entlassung von Cheftrainer Dominik Dapprich am 29. Oktober zusammen mit Frank Dalwigk in den vergangenen drei Wochen die Mannschaft als Interimstrainer betreute. Foto: Frank Steinseifer
  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

fst Siegen. Es gibt Tage, da hat ein Sportreporter den richtigen Riecher für eine Geschichte. Beim spontanen Besuch des Mannschaftstrainings der Sportfreunde Siegen am gestrigen Dienstagabend gab es nämlich die dicke Überraschung. Die wochenlange Suche nach einem neuen Cheftrainer für die Oberliga-Mannschaft ist beendet. Der 45-jährige Tobias Cramer, von 2014 bis Juni 2019 zunächst „Co“- dann zwei Jahre lang Cheftrainer und Sportlicher Leiter beim KSV Hessen Kassel, tritt die Nachfolge von Dominik Dapprich an, der am 29. Oktober als Cheftrainer entlassen wurde. Cramer löst das Interims-Trainerduo Marco Beier und Frank Dalwigk ab, das die Mannschaft in den vergangenen drei Wochen geführt hat.

fst Siegen. Es gibt Tage, da hat ein Sportreporter den richtigen Riecher für eine Geschichte. Beim spontanen Besuch des Mannschaftstrainings der Sportfreunde Siegen am gestrigen Dienstagabend gab es nämlich die dicke Überraschung. Die wochenlange Suche nach einem neuen Cheftrainer für die Oberliga-Mannschaft ist beendet. Der 45-jährige Tobias Cramer, von 2014 bis Juni 2019 zunächst „Co“- dann zwei Jahre lang Cheftrainer und Sportlicher Leiter beim KSV Hessen Kassel, tritt die Nachfolge von Dominik Dapprich an, der am 29. Oktober als Cheftrainer entlassen wurde. Cramer löst das Interims-Trainerduo Marco Beier und Frank Dalwigk ab, das die Mannschaft in den vergangenen drei Wochen geführt hat. Cramer hat zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende 2019/20 unterschrieben, es gibt jedoch die Option für beide Seiten auf eine Verlängerung.

"Wollen gerne längerfristig zusammenarbeiten“

Der studierte Diplomsportlehrer trainierte Hessen Kassel in der Regionalliga und in der Oberliga, darüber hinaus betreute er die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Köln und des SC Paderborn. „Wir sind froh, mit Tobias Cramer einen Trainer verpflichtet zu haben, der unserem Anforderungsprofil entspricht und der unsere junge, regional geprägte Mannschaft, weiterentwickeln kann. Er bringt Erfahrung als Cheftrainer in der Regionalliga und Oberliga mit und hat zudem weitreichende Kenntnisse im Bereich der professionellen Jugendarbeit und der Integration junger Spieler im Seniorenbereich. Er weiß, wie er mit jungen Spielern umgehen muss. Zudem ist er auch regional gut vernetzt. Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit mit ihm. Wir haben uns zunächst vertraglich bis zum Saisonende geeinigt, wir wollen aber gerne längerfristig zusammenarbeiten“, erklärte der Sportliche Leiter Andreas Krämer am Dienstag Abend im Gespräch mit der Siegener Zeitung.
Für Cramer als neuen Cheftrainer sprachen jedoch nicht nur die „nackten Fakten“ sondern auch etliche „weiche Faktoren“ wie Krämer und der 2. Vorsitzende der Sportfreunde, Frank Weber, unisono betonten: „Tobias Cramer hat mit dem Hessen Kassel bei einem ähnlichen Verein wie den Sportfreunden gearbeitet. Er kennt ein ähnliches Vereinsumfeld, eine ähnliche Fanszene wie hier in Siegen und hat auch schon ein Insolvenzverfahren miterlebt.“ Mehr als 20 Kandidaten hatten die Sportfreunde zuletzt auf der Bewerberliste, den Namen von Tobias Cramer hatten aber selbst die Fußball-Insider und auch die heimischen Medien nicht auf dem Zettel. „Er hat sich selbst bei uns ins Gespräch gebracht und seine Bewerbung über einen Berater abgegeben“, plauderte Andreas Krämer aus dem „Nähkästchen“. Von seinen Qualifikationen war auch Sportfreunde-Vorstand Frank Weber sofort begeistert: „Eigentlich war das unsere Idealbesetzung. Ich hatte aber zunächst nicht gedacht, dass wir uns da einig werden. Dann sind aber beide Parteien aufeinander zugegangen und jetzt freuen wir uns über die Zusammenarbeit.“ Die Zielvorgabe haben die Sportfreunde nicht wesentlich geändert. „Wir wollen auf jeden Fall einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“, so Andreas Krämer.

Am Dienstag schon Training geleitet

Sein Fachwissen als Trainer verdeutlichte Cramer zuletzt im Sommer auf dem 62. Internationalen Trainerkongress des Bund Deutscher Fußball-Lehrer in Kassel. Zum Thema „Rollenwechsel als wichtigstes Werkzeug des Coachings im Amateurbereich“ sprach Cramer darüber, dass ein Trainer Rücksicht darauf nehmen müsse, dass beispielsweise ein körperlich arbeitender Spieler nach einem langen Arbeitstag weniger Leistung beim abendlichen Training abrufen könne als an Tagen, an denen er ausgeruht zum Training kommen kann. Je nachdem, in welcher privaten oder sportlichen Situation ein Spieler oder in welcher sportlichen Situation sich die Mannschaft befinde, sei es notwendig, dass der Trainer in eine bestimmte Rolle schlüpfe. Cramer nannte die Rollen des Pädagogen, Diktators oder Bestimmers, des Psychologen, des Fußballexperten oder Analytikers des Freundes, der Vaterfigur, des Trainerkollegen oder des Visionärs. Nach einer Ansprache an die Mannschaft leitete der A-Lizenz-Inhaber am Dienstag Abend sofort das erste Training, unterstützt von Co-Trainer Marco Beier.
Auf die Frage der SZ, welche Rolle er denn nun bei den Sportfreunden als Trainer einnehmen werde und welche Spielphilosophie er vertrete, antwortete Cramer: „Das ist jetzt am Anfang gar nicht wichtig. Ich werde in Siegen ja nicht die Fußballwelt verändern. Ich freue mich zunächst mal darüber, dass ich bei Sportfreunde Siegen offensichtlich gut ins Anforderungsprofil gepasst habe und mir der Verein das Vertrauen geschenkt hat. Marco Beier und Frank Dalwigk haben ja in den letzten drei Wochen einen guten Job gemacht. Man hat gesehen, dass sich die Mannschaft im 3-5-2 sehr wohlfühlt, deshalb werde auch ich auf das System aufbauen.“
Cramer hatte die Sportfreunde erstmals in der Partie gegen die Nachwuchsmannschaft des SC Paderborn in Augenschein genommen. War da der Vertrag in Siegen schon in trockenen Tüchern? Cramer: „Nein, nein. Ich musste mir ja erst mal ein Bild von der Mannschaft machen bevor ich unterschreibe. Das war ein körperlich sehr intensives Spiel von beiden Mannschaften. Ich habe jedoch gesehen, dass alle Siegener Spieler in einem körperlich guten Zustand sind. Jetzt geht es erst einmal darum, in den nächsten Spielen die bestmögliche Punkteausbeute zu holen, dann sehen wir weiter.“

Autor:

Frank Steinseifer (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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