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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf auch in Aue remis

sz Lößnitz.  Die Bus-Rückfahrt aus dem Erzgebirge ins Siegerland dauerte am Sonntagabend lange genug, um sich Gedanken darüber zu machen, ob das 26:26 des TuS Ferndorf beim EHV Aue ein Punktgewinn oder eher ein Punktverlust war. Aber spätestens am Dienstag beim  nächsten Training auf das nächste Krimi-Match am Samstag gegen den TV Emsdetten (19.30 Uhr) dürfte das Remis ein Stück weit mehr auf der Habenseite verbucht sein, als der Frust über die elf Sekunden vor der Schlusssirene vergebene...

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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf auch in Aue remis

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sz Lößnitz.  Die Bus-Rückfahrt aus dem Erzgebirge ins Siegerland dauerte am Sonntagabend lange genug, um sich Gedanken darüber zu machen, ob das 26:26 des TuS Ferndorf beim EHV Aue ein Punktgewinn oder eher ein Punktverlust war. Aber spätestens am Dienstag beim  nächsten Training auf das nächste Krimi-Match am Samstag gegen den TV Emsdetten (19.30 Uhr) dürfte das Remis ein Stück weit mehr auf der Habenseite verbucht sein, als der Frust über die elf Sekunden vor der Schlusssirene vergebene Wurfchance zum vermeintlichen Siegtreffer. 
"Uns fehlt noch die Abgezocktheit"Zehn Sekunden davor hatte Trainer Robert Andersson die Grüne Karte gezogen, um den finalen Angriffszug zu besprechen.

sz Lößnitz.  Die Bus-Rückfahrt aus dem Erzgebirge ins Siegerland dauerte am Sonntagabend lange genug, um sich Gedanken darüber zu machen, ob das 26:26 des TuS Ferndorf beim EHV Aue ein Punktgewinn oder eher ein Punktverlust war. Aber spätestens am Dienstag beim  nächsten Training auf das nächste Krimi-Match am Samstag gegen den TV Emsdetten (19.30 Uhr) dürfte das Remis ein Stück weit mehr auf der Habenseite verbucht sein, als der Frust über die elf Sekunden vor der Schlusssirene vergebene Wurfchance zum vermeintlichen Siegtreffer. 

"Uns fehlt noch die Abgezocktheit"

Zehn Sekunden davor hatte Trainer Robert Andersson die Grüne Karte gezogen, um den finalen Angriffszug zu besprechen. Und man muss kein Hellseher sein, dass er dem Top-Spieler des Nachmittags das nötige Selbstvertrauen zubilligte, den letzten Treffer zu markieren - Andreas Bornemann! Neun Tore hatte „Mr. Steelhammer“ bis dahin erzielt. Deren acht waren es vor einer Woche beim 27:27 gegen Großwallstadt gewesen. Ferndorf macht es in diesen Tagen einfach immer spannend. „Es hat uns in einigen Situationen noch die Abgezocktheit gefehlt, so auch beim letzten Wurf“, ärgerte sich Trainer Robert Andersson. Aber nur ein wenig.

In der Abstiegszone wird es noch enger

Alfred Hitchcock war also vermutlich doch ein gebürtiger Ferndorfer - spannend wie in den Krimis des Regisseurs macht es die Mannschaft von Trainer Robert Andersson in diesem Winter: 24:24 gegen Rimpar, 24:25 in Hüttenberg, 27:27 gegen Großwallstadt und jetzt 26:26 beim EHV Aue. Immerhin bleibt das Team der Nordsiegerländer damit auf dem letzten sicheren Platz des Klassements, doch der 32:25-Sensationssieg des Aufsteigers TuS Fürstenfeldbruck über den VfL Gummersbach ließ die Kellerkinder noch einmal dramatisch näher zusammenrücken.

Vier große Chancen für die finale Führung

Am Montag fängt der Monat März an, an dessen Anfang der nächste Nervenkitzel am Samstag gegen Emsdetten bevorsteht und an dessen Ende die Reise vor die Tore Münchens ansteht (31. März). Was die Mannschaft des schwedischen Trainers dann besser machen muss, um die schier endlose Serie von jetzt zehn sieglosen Spielen (3:17 Punkte) zu stoppen: den Killer-Instinkt wieder entdecken! In den letzten zehn Minuten brachte Julian Schneider sein Team gestern zunächst mit zwei Treffern 24:23 in Front, Treffer Nr. 2 ging ins leere Tor (Überzahl). Beim nächsten Angriff pfiffen die Schiedsrichter aus unerfindlichen Gründen ein Stürmerfoul gegen Josip Eres und entschieden beim nächsten Auer Angriff von Sebastian Paraschiv warum auch immer genau andersherum. Dann glich Torben Matzken zum 25:25 aus, und im nächsten Angriff traf Julian Schneider die Latte - wieder keine Führung.
Das glückte dann Mattis Michel in der 57. Minute, aber Kevin Roch glich nur 13 Sekunden später aus. Dann Siebenmeter für Ferndorf und die dritte Chance hintereinander, um in Führung zu gehen. Josip Eres hatte bis dato alle vier verwandelt, scheiterte aber nun an Keeper Anadin Suljakovic! Und die vierte Siegchance hatte schließlich Bornemann - aber es sollte auch diesmal einfach nicht sein. Formulieren wir es also so: so nahe am Sieg war Ferndorf in diesem Kalenderjahr 2021 noch nie!
Danach sah es in der 1. Halbzeit lange nicht aus. Zwar führte Ferndorf bis zum 10:9 Andreas Bornemanns, doch dann drehten die Gastgeber binnen zweieinhalb Minuten die Partie und führten zwischenzeitlich sogar mit drei Treffern. Aber wieder Bornemann hielt zwei Sekunden vor der Halbzeitsirene mit dem 13:15 die Hoffnungen für die zweite Hälfte noch einmal hoch.

Sommer-Neuverpflichtungen draußen

Hinsichtlich der Aufstellung hatte Trainer Andersson einige bemerkenswerte Details auf dem Spickzettel. So blieben zu Beginn alle drei Sommer-Neuverpflichtungen draußen: Lukas Pechy verletzt, aber Josip Eres und auch Torben Matzken saßen auf der Bank. Der kroatische Rechtsaußen kam dann in der 2. Halbzeit, und Matzken spielte im Verlaufe der Partie auch noch eine gute Nummer. Die Nachverpflichtungen Christopher Klasmann und Niklas Diebel, die je ein Tor erzielten, bekamen dagegen nur wenig Einsatzzeiten.

Jonas Faulenbach als Mittelmann

Das Spiel über den Kreis unterbanden die Erzgebirgs-Handballer diesmal weitgehend, während die Ferndorfer Abwehr zwar gegen Aues Rückraum aufmerksam agierten, am Ende aber einfach zu viele Siebenmeter kassierten, die der Schwede Bengt Bornhorn allesamt sicher verwandelte, obwohl sich ihm drei verschiedene Torhüter entgegen stemmten.  Jonas Faulenbach agierte in der Erzgebirgshalle fast durchgehend als Spielmacher, fast immer zusammen mit Bornemann, derweil sich im linken Rückraum die Nebenspieler mehrfach abwechselten. Linksaußen

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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