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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf auf Relegationsplatz

Das letzte Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen gewann der TuS Ferndorf (hier mit Jonas Faulenbach/rechts) gegen Jan van Boenigk) vor einem Jahr mit 31:26
  • Das letzte Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen gewann der TuS Ferndorf (hier mit Jonas Faulenbach/rechts) gegen Jan van Boenigk) vor einem Jahr mit 31:26
  • Foto: Reinhold Becher
  • hochgeladen von Jost-Rainer Georg (Redakteur)

geo Kreuztal. Vier Niederlagen in Folge haben den TuS Ferndorf bedrohlich abrutschen lassen. Und als wäre die fünf Sekunden vor dem Abpfiff erlittene 18:19-Niederlage beim VfL Gummersbach nicht schon schlimm genug gewesen, zogen am Ende des 11. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga auch noch der TV Hüttenberg und der VfL Lübeck-Schwartau mit Heimsiegen in der Tabelle an Ferndorf vorbei, das nun auf dem 16. Platz rangiert - und genau das ist der Relegationsplatz, denn am Ende der Saison steigen zwei Zweitligisten ab und zwei Drittligisten auf. Der Drittletzte aus der 2. Liga und der drittbeste Drittligist indes spielen dann einen weiteren Platz in der 2. bzw. 3. Liga aus.

geo Kreuztal. Vier Niederlagen in Folge haben den TuS Ferndorf bedrohlich abrutschen lassen. Und als wäre die fünf Sekunden vor dem Abpfiff erlittene 18:19-Niederlage beim VfL Gummersbach nicht schon schlimm genug gewesen, zogen am Ende des 11. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga auch noch der TV Hüttenberg und der VfL Lübeck-Schwartau mit Heimsiegen in der Tabelle an Ferndorf vorbei, das nun auf dem 16. Platz rangiert - und genau das ist der Relegationsplatz, denn am Ende der Saison steigen zwei Zweitligisten ab und zwei Drittligisten auf. Der Drittletzte aus der 2. Liga und der drittbeste Drittligist indes spielen dann einen weiteren Platz in der 2. bzw. 3. Liga aus.

Erst vier Heimsiege in 2019

Damit dürften die Alarmglocken unterm Kindelsberg endgültig schrillen, denn bis zum Ende des Kalenderjahres stehen noch schwere Auswärtsspiele in den neuen Bundesländern, beim Ex-Bundesligisten in Bietigheim und im Weihnachtsspiel in Hamburg an. Wäre also nicht schlecht, wenn man zumindest auf eine gewisse Heimstärke bauen könnte, doch vor dem  Spiel gegen das Top-Team des ASV Hamm-Westfalen (Freitag, 19.30 Uhr) greift auch diese Hoffnung ins Leere: 4:8 Punkte in der Stählerwiese stehen in dieser Spielzeit bislang zu Buche. Saisonübergreifend glückten im gesamten Kalenderjahr 2019 in heimischer Halle erst vier Siege in 15 Spielen - Heimstärke sieht irgendwie anders aus.

Rothenpieler verlängert Vertrag nicht

Zwar ging auch der aktuelle Tabellenvierte aus Hamm in den letzten drei Begegnungen in fremder Halle leer aus; es waren aber auch die Liga-Hochkaräter Essen, Coburg und der überraschend starke Aufsteiger aus Eisenach, die den Hammern überlegen waren. Fünf Heimsiege in fünf Heimspielen bescheren dem Team von Trainer Kay Rothenpieler derzeit 15:7 Zähler, genauso viele wie Ferndorf-Bezwinger Gummersbach. Rothenpieler wird indes zum Saisonende seine Zelte nach 15 Jahren in Hamm (mit kurzer Unterbrechung) abbrechen - noch in diesem Monat will der ASV einen neuen Trainer präsentieren.

Zweitbeste Abwehr gegen zweitschlechtesten Angriff

Das aber ist Zukunftsmusik, aktuell kämpfte Hamm um den Bundesliga-Aufstieg und Ferndorf gegen den Abstieg in die 3. Liga, so einfach sind die Voraussetzungen Freitagabend. Oder anders ausgedrückt: die zweitbeste Abwehr (Hamm) trifft auf den zweitschlechtesten Angriff (Ferndorf). Dass das Team von Trainer Michael Lerscht in Gummersbach über 15 Minuten lang kein Tor mehr warf und somit einen 18:15-Vorsprung noch verspielte, sprach leider Bände, denn es fehlt der Mannschaft derzeit an einfachen spielerischen Lösungen, um körperlich robuste Defensivblöcke auszuspielen. Wären da nicht Patrick Weber mit seinen 47 Toren und der zur Zeit aber auch etwas schwächelnde Spielmacher Julius Lindkog Andersson mit seinen 28 Siebenmetertreffern - für Ferndorf sähe die Lage noch schlimmer aus.

Bestes Torhüter-Duo der Liga

Die Stärken des Ex-Bundesligisten sind einmal das wohl beste Torhüter-Duo (Felix Storbeck/Oliver Krechel: patzt der eine, hält der andere) der Liga, zum anderen die Ausgeglichenheit des Kaders, bei dem mit Oliver Milde, Sören Südmeier, Stefan Lex und Merten Krings der Rückraum gleichmäßig gut besetzt ist. Hinzu kommt der Grieche Vyron Papadopoulos als Linksaußen und 2,05-m-Hüne Jan Brosch am Kreis.

Jonas Müller fehlt verletzt

Das einzige, was momentan für das Team von Trainer Michael Lerscht spricht war die gegen Gummersbach gezeigte, aufopferungsvolle Leistung in der Abwehr. Und - wenn man in Statistiken denkt - der 31:26-Heimsieg vor einem Jahr an gleicher Stätte in Kreuztal. Doch Trainer Michael Lerscht „fürchtet nicht um das große Ganze“, sieht vielmehr immer noch „viele kleinen Fehler“, die man abstellen müsse. „Und natürlich müssen wir unseren Job über 60 Minuten machen und in jeder Spielminute präsent sein, was wir leider am Ende in Gummersbach nicht geschafft haben“, so Lerscht. Personell wird der an der Hand verletzte Jonas Müller erneut fehlen. Was seine Torhüter anbelangt, konnte man nach den beiden letzten Spielen auf eine Art Rotationsverfahren des Trainers schließen, da mal Durica, dann aber Hottgenroth nicht im Kader standen. Das aber verneinte Trainer Lerscht: „Nein, es gibt keine Rotation. Das entscheiden wir immer kurzfristig.“

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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