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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf Außenseiter in Eisenach

Für Julian Schneider und seiner Ferndorfer Mitstreiter gab es bislang in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle nichts zu holen.
  • Für Julian Schneider und seiner Ferndorfer Mitstreiter gab es bislang in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle nichts zu holen.
  • Foto: Frank Arnold
  • hochgeladen von Jost-Rainer Georg (Redakteur)

geo Ferndorf. Der Abstiegskampf in der 2. Handball-Bundesliga hat sich vor dem letzten Hinrunden-Spieltag - ähnlich wie das Rennen um die Herbstmeisterschaft - weiter zugespitzt. Zwischen Platz 12 mit dem VfL Lübeck-Schwartau (13:19) und dem zweiten direkten Abstiegsplatz 17 (TV Emsdetten/11:21) liegen nur zwei Pünktchen. Außerdem muss der Drittletzte in die Relegation - das ist derzeit die HSG Konstanz (11:21). Nur einen Zähler davor rangiert indes der TuS Ferndorf mit 12:20 Punkten, weshalb die Siegerländer angesichts der beiden anstehenden schweren Auswärtsspiele das erstmalige Abrutschen in die Abstiegszone befürchten müssen.

geo Ferndorf. Der Abstiegskampf in der 2. Handball-Bundesliga hat sich vor dem letzten Hinrunden-Spieltag - ähnlich wie das Rennen um die Herbstmeisterschaft - weiter zugespitzt. Zwischen Platz 12 mit dem VfL Lübeck-Schwartau (13:19) und dem zweiten direkten Abstiegsplatz 17 (TV Emsdetten/11:21) liegen nur zwei Pünktchen. Außerdem muss der Drittletzte in die Relegation - das ist derzeit die HSG Konstanz (11:21). Nur einen Zähler davor rangiert indes der TuS Ferndorf mit 12:20 Punkten, weshalb die Siegerländer angesichts der beiden anstehenden schweren Auswärtsspiele das erstmalige Abrutschen in die Abstiegszone befürchten müssen.

Unter der Wartburg gab es nichts zu holen

Denn während Ferndorf zunächst am Samstagabend beim starken Aufsteiger ThSV Eisenach klar in der Außenseiterrolle aufspielt, empfängt Konstanz den HC Elbflorenz Dresden (12:20) zum Kellerduell, und auch Emsdetten dürfte am Sonntag bei den Rimpar Wölfen nicht aussichtslos aufspielen.
Zumindest verheißt ein Blick in die Statistik dem TuS Ferndorf, der am Samstag in die Wartburg-Stadt abreist, nicht viel Gutes. In der ehrwürdigen Werner-Aßmann-Halle gab es für Ferndorf bislang ausnahmslos Niederlagen. Und außerdem trumpft der ehemalige Bundesligist nach seinem Wiederaufstieg derzeit auf wie der TuS Ferndorf in der letzten Saison. Vor allem die Heimstärke ist das prägnante Merkmal der Thüringer, die bislang acht ihrer neun Heimpartien gewannen! Nur im noch frischen Dezember gab es eine erste Delle mit dem 24:26 gegen den TuS N-Lübbecke, dem letzte Woche das 25:30 im Altmeister-Duell beim VfL Gummersbach folgte.

Hasanefendic bastelte "Balkan-Team"

Für ThSV-Coach Sead Hasanefendic war dieses Spiel eine ganz besondere Reise in die Vergangenheit. Denn der mittlerweile 71-jährige, mit allen Wassern gewaschene, Erfolgscoach feierte als Vereinstrainer mit den Bergischen seine größten Erfolge, holte u. a. dreimal den Europapokal nach Gummersbach. Der Kroate arbeitete aber auch als Nationaltrainer erfolgreich in der Schweiz und in den Maghreb-Staaten. Mit Eisenach stieg Hasanefendic im Frühjahr wieder in die 2. Liga auf und basteltete sich sein eigenes „Balkan-Team“ zusammen: zehn Spieler des aktuell 22 Akteure umfassenden ThSV-Kaders stammen aus Kroatien oder Slowenien. Hinzu kommt noch der israelische Mittelmann Yoav Lumbroso. Alleine sieben ThSV-Akteure sind Kroaten, darunter mit Ante Tokic (79 Treffer) der aktuell torgefährlichste Rechtsaußen der Liga. Aus dem Rückraum könnten wir hier jeden aufführen, belassen es aber beim Slowenen Luka Kikanovic, sechsfacher Torschütze am Wochenende in Gummersbach. Zu den besten seiner Zunft, zumindest in der 2. Liga, gehört übrigens auch Torhüter Blaz Voncina, der den ehemaligen Ferndorfer Stanislav Gorobtschuk erneut ins zweite Glied verdrängt hat.  Es spielen aber auch „heimische“ Handballer in der Eisenacher „Balkan-Weltauswahl“, so zum Beispiel Linkshänder Alexander Saul (58), der sich seine ersten Sporen beim SC Magdeburg verdiente.

"Defensivarbeit gut organisieren"

Beim TuS Ferndorf befasste sich Trainer Michael Lerscht zu Wochenbeginn intensiv mit der Offensiv-Wucht der Thüringer, die schon 51 Tore mehr erzielten als der TuS. Rückblickend auf die letzten drei TuS-Partien räumte Lerscht zwar ein verbessertes Abwehrspiel seiner Auswahl im Match gegen Lübeck-Schwartau ein, verhehlte aber dabei nicht die personellen Probleme der Ostsee-Handballer vor allem im linken Rückraum. Lerscht: „Wir sahen vielleicht optisch in den Spielen davor nicht so sattelfest aus, hatten die Gegner aber doch ganz gut im Griff, bis wir einzelne Probleme bekamen, die die Mannschaft nicht lösen konnte. Deshalb ist es gerade gegen Eisenach so wichtig, uns in der Defensivarbeit gut zu organisieren.“

Rink trainiert wieder, Bangen um Schneider

Daher hofft der Chefcoach auch auf die Rückkehr seines Kreisläufers Thomas Rink im Innenblock. Der zuletzt erkrankte Rink kehrte am Mittwoch ins Training zurück. Geschont wird aber auch Julian Schneider, der sich schon seit mehreren Tagen mit Sprunggelenksproblemen plagt. Außerdem fällt natürlich Marijan Basic mit seiner Achillessehnenverletzung aus.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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