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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf bei Dessauer "Vielspielern"

Toni Sario (mit Ball), hier im Spiel bei der HSG Konstanz, ist nach den Ausfällen von Jonas Faulenbach und Patrick Weber der letzte einsatzbereite TuS-Spieler, der nominell auf der „Königsposition“ im linken Rückraum beheimatet ist.
  • Toni Sario (mit Ball), hier im Spiel bei der HSG Konstanz, ist nach den Ausfällen von Jonas Faulenbach und Patrick Weber der letzte einsatzbereite TuS-Spieler, der nominell auf der „Königsposition“ im linken Rückraum beheimatet ist.
  • Foto: eibner
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pm Ferndorf. Genau eine Mannschaft in der 2. Handball-Bundesliga ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt von Spielverschiebungen und -absagen verschont geblieben und konnte dementsprechend die geplanten zehn Partien absolvieren: der Dessau-Roßlauer HV. Nicht zuletzt deshalb ist der Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt trotz dreier Niederlagen derzeit Tabellenführer – und gegen den TuS Ferndorf am Sonntag (17 Uhr) der Favorit. „Wir müssen ein sehr gutes Spiel machen, um zu gewinnen“, weiß Ferndorfs Trainer Robert Andersson vor dem Aufeinandertreffen mit den „Vielspielern“, die vier Partien mehr als sein Team absolviert haben.
„Sie spielen sehr konstant, machen wenig Fehler. Sie haben keine Stars, aber gute Spieler auf allen Positionen“, lobt Andersson die Gastgeber.

pm Ferndorf. Genau eine Mannschaft in der 2. Handball-Bundesliga ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt von Spielverschiebungen und -absagen verschont geblieben und konnte dementsprechend die geplanten zehn Partien absolvieren: der Dessau-Roßlauer HV. Nicht zuletzt deshalb ist der Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt trotz dreier Niederlagen derzeit Tabellenführer – und gegen den TuS Ferndorf am Sonntag (17 Uhr) der Favorit. „Wir müssen ein sehr gutes Spiel machen, um zu gewinnen“, weiß Ferndorfs Trainer Robert Andersson vor dem Aufeinandertreffen mit den „Vielspielern“, die vier Partien mehr als sein Team absolviert haben.
„Sie spielen sehr konstant, machen wenig Fehler. Sie haben keine Stars, aber gute Spieler auf allen Positionen“, lobt Andersson die Gastgeber. Beleg dieser These: Unter den besten sechs Torschützen der Liga stehen derzeit – natürlich auch begünstigt durch die Mehrzahl der Spielminuten – drei Akteure des „Abbruch-Meisters“ der 3. Liga Nord-Ost. Der tschechische Linksaußen Jakub Hrstka hat mit 61 Treffern (19 Siebenmeter) die meisten der Liga erzielt. „Mittelmann“ Vincent Sohmann mit 52 und Timo Löser mit 45 „Buden“ haben ihre Treffsicherheit ebenfalls zur Genüge bewiesen.

Faulenbach und Weber fehlen

Letzterer, mit 21 Jahren der Youngster im Team der Gastgeber und im zweiten Jahr von Erstligist SC DHfK Leipzig ausgeliehen, ist mit 1,97 Metern Körpergröße eine „Naturgewalt“ im linken Rückraum und auf der „Königsposition“ damit gewissermaßen das Pendant der ähnlich wurfstarken Ferndorfer Patrick Weber und Jonas Faulenbach. Das Problem: „Fauli“ (Schulterverletzung) und Weber (Nackenprobleme) stehen dem TuS im sonntäglichen Gastspiel nicht zur Verfügung.
„Bei Fauli hatten wir gehofft, dass er nur ein bis drei Wochen fehlt. Der Physio meinte jetzt, dass er um den 19. Dezember herum wieder fit sein könnte. Patrick hat nach seiner langen Verletzung ein bisschen Luft geschnuppert, vielleicht aber schon zu viel gespielt. Er trainiert im Moment nicht mit der Mannschaft. Ich hoffe, dass wir die Ursache für seine Probleme schnell finden“, so Andersson. Bis dahin allerdings muss der jüngste und einzig verbliebene „echte Halblinke“ vermehrt in die Bresche springen: Toni Sario.
Der 22-jährige Spanier, dem sein Coach hin und wieder „Weltklasse-Aktionen“ bescheinigt, deutete auch beim vergangenen 31:31-Unentschieden in Emsdetten sein Talent an und erzielte am Ende zwei Treffer – die Konstanz in seinem Spiel fehlt aber. Das wiederum lässt sich fast eins zu eins auf das gesamte Ferndorfer Team übertragen.

"In der Abwehr besser werden"

„Im Angriff war die zweite Halbzeit in Emsdetten in den Ansätzen die beste in der ganzen Saison. Daran müssen wir anknüpfen und in der Abwehr und bei den Torhütern noch ein bisschen besser werden. Gerade im Innenblock können wir noch mehr zupacken“, fordert der schwedische Coach.
Die durch den Ausfall der Gummersbach-Partie entstandene Zwangspause nutzte Andersson, um mit seinen Schützlingen endlich einmal einige Dinge einstudieren zu können, statt zwischen zwei Spielen den Fokus auf die notwendige Regeneration richten zu müssen.

"Noch ein paar Punkte holen"

„Das ist immer gut. Wir brauchen Training, um die Kleinigkeiten, die nicht so gut waren, besser machen zu können“, weiß Andersson, der seinen bescheidenen Wunsch für den stressigen Dezember so formuliert: „Ich hoffe, dass wir diesen Monat noch ein paar Punkte holen.“ Die erste von insgesamt sieben Chancen bekommen die Ferndorfer nun am Sonntag. Vor den „Vielspielern“ des Dessau-Roßlauer HV sind die Siegerländer aber gewarnt.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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