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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf: Hallenumbau sofort beginnen

Neben der Baustelleneinrichtung ist an der Schnittstelle der beiden Kreuztaler Sporthallen in der Stählerwiese bereits mit vorbereitenden Außenarbeiten begonnen worden worden. Nun soll das Projekt sofort in Angriff genommen werden.
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  • Neben der Baustelleneinrichtung ist an der Schnittstelle der beiden Kreuztaler Sporthallen in der Stählerwiese bereits mit vorbereitenden Außenarbeiten begonnen worden worden. Nun soll das Projekt sofort in Angriff genommen werden.
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geo Ferndorf. Nicht nur bei Virologen und Politikern schwindet der Glaube an eine baldige Fortsetzung sportlicher Betätigung in Zeiten des sich rasant ausbreitenden Corona-Virus. Die Hoffnung auf eine Fortsetzung des Wettkampf- und Spielbetriebes bis zum Saisonende am 30. Juni schwindet in rasantem Maße. Auch beim Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf glaubt man mittlerweile nicht mehr an eine reguläre Beendigung der Spielzeit 2019/2020. Und genau deshalb hat man an die Adresse der Stadt Kreuztal das klare Signal gesendet, bitte sofort mit den ab Mai ohnehin bereits geplanten Umbaumaßnahmen der Sporthalle Stählerwiese zu beginnen.



geo Ferndorf. Nicht nur bei Virologen und Politikern schwindet der Glaube an eine baldige Fortsetzung sportlicher Betätigung in Zeiten des sich rasant ausbreitenden Corona-Virus. Die Hoffnung auf eine Fortsetzung des Wettkampf- und Spielbetriebes bis zum Saisonende am 30. Juni schwindet in rasantem Maße. Auch beim Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf glaubt man mittlerweile nicht mehr an eine reguläre Beendigung der Spielzeit 2019/2020. Und genau deshalb hat man an die Adresse der Stadt Kreuztal das klare Signal gesendet, bitte sofort mit den ab Mai ohnehin bereits geplanten Umbaumaßnahmen der Sporthalle Stählerwiese zu beginnen.

Stenger: "Wir gewinnen sieben Wochen Zeit"

Dirk Stenger, Geschäftsführer der TuS Ferndorf Handball GmbH, erläuterte die Situation am Sonntag im SZ-Gespräch: „Die Stadt hat die neue Sachlage auch schon mit dem Generalunternehmer kommuniziert, damit dort zügig die notwendigen Kapazitäten bereit gestellt werden. Gegenüber dem ursprünglichen Plan, nach dem 9. Mai mit den Arbeiten zu beginnen, gewinnen wir so noch einmal sieben Wochen Zeit, damit wir dann hoffentlich Ende August im Falle eines Beginns der neuen Saison in der umgebauten Halle spielen können.“

2. Liga einig: keine "Geisterspiele"

Okay, der Reihe nach: mit den vorbereitenden Außenarbeiten des Hallenumbaus bzw. deren Erweiterung wurde bereits begonnen. Vor der Corona-Pandemie war vereinbart worden, am 9. Mai gegen die SG BBM Bietigheim letztmals in der Stählerwiese zu spielen und dann das vermeintlich letzte Saison-Heimspiel der Ferndorfer am 23. Mai gegen den ThSV Eisenach in einer anderen Halle auszutragen (vermutlich Dutenhofen bei Wetzlar). Doch was wird nun mit den fünf anderen noch ausstehenden Heimspielen (bei insgesamt noch zehn offenen Spieltagen)? Vermutlich nichts. Denn auch beim TuS Ferndorf rechnet man nicht mehr wirklich mit einer ordentlichen Saisonfortsetzung, die aktuell bis 23. April wegen der Pandemie ausgesetzt ist. Dazu Stenger: „Um an dem letzten April-Wochenende wieder mit Handball-Spielen zu beginnen, müsste man drei bis vier Wochen vorher wieder mit Training beginnen, also zu Beginn der Osterferien. Doch derzeit sind überall die Hallen geschlossen und Veranstaltungen verboten, und in Anbetracht der aktuellen Lage ist nicht mit einer gegenteiligen Entwicklung zu rechnen. Außerdem sind sich alle Zweitligisten einig, dass Geisterspiele ohne Zuschauer nicht in Frage kommen. Das bringt keine Einnahmen sondern nur Ausgaben.“

Kurzarbeitergeld für Spieler beantragt

Tatsächlich hat auch der TuS Ferndorf auf die Saison-Aussetzung früh reagiert und die Spieler einerseits schon am 13. März in Urlaub geschickt. Trainer Michael Lerscht rechnet ebenfalls nicht mehr mit einer Saison-Fortsetzung und hat den Spielern keine konkreten Trainingspläne an die Hand gegeben. „Wofür? Das macht keinen Sinn. Sollte sich eine andere Situation ergeben, müssten wir neu planen.“ Mit Julius Lindskog Andersson (nach Schweden) und Toni Sario (nach Spanien) haben sich bereits zwei Spieler in ihre Heimatländer begeben - natürlich auf Abruf.  Und der TuS Ferndorf hat andererseits mit Zustimmung der Spieler und den anderweitigen GmbH-Beschäftigten schon am 13. März Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit beantragt. Stenger: „Neben unserem Spielerkader betrifft das auch Trainer und Betreuer und weitere Personen, insgesamt 26.“

Sechsstelliger Einnahmeverlust

Da die Spieler zugestimmt haben, handelt es sich indirekt auch um einen Gehaltsverzicht des TuS-Kaders - ein Signal, dass Dirk Stenger in diesen Tagen sehr wichtig ist. Sollte die Saison nämlich tatsächlich nicht mehr fortgesetzt werden, fehlt seinem Verein nur aus Ticketing, Catering und Merchandising bei fünf fehlenden Heimspielen ein sechsstelliger Betrag. Da zu den fünf noch offenen Heimspielen auch die am 3. April in Gummersbach geplante Heim-Partie gegen den dortigen VfL gehört, muss man aber eher von „sieben“ Heimspielen sprechen, denn für die Gummersbach-Partie sind bislang schon 3000 Tickets verkauft worden!  Dazu erläutert Stenger: „Wir haben mit einem Saisonetat von 930 000 Euro kalkuliert. Wenn die fünf Spiele wegfallen, erreichen wir allein dadurch auf der Einnahmenseite nur noch etwa 800 000 Euro.“ Das ist aber nur die eine Seite der zugegeben komplexen Materie, die derzeit allen Sportvereinen in Deutschland zu schaffen machen. Denn es gibt theoretisch auch Gegen-Ansprüche aus Dauerkartenverkauf und Sponsoring.

Solidarität im Umfeld erhofft
„Ob es weiterhin Handball auf hohem Niveau in Ferndorf geben kann, hängt nun von der Solidarität in unserem Vereinsumfeld ab. Wir hoffen sehr, dass unsere Dauerkartenbesitzer Verständnis für unsere aktuell sehr schwierige Lage haben. Parallel werden wir jetzt auf auch auf unsere Sponsoren zugehen, bei denen wir natürlich in vielen Fällen auch Verständnis für deren schwierige Lage haben. Vor allem haben die gerade jetzt sicher ganz andere Sorgen“, so Stenger, der mit seinem Vorstandsteam jetzt vor einigen, für den Verein wohl sehr entscheidenden, Wochen steht. 

Neben der Baustelleneinrichtung ist an der Schnittstelle der beiden Kreuztaler Sporthallen in der Stählerwiese bereits mit vorbereitenden Außenarbeiten begonnen worden worden. Nun soll das Projekt sofort in Angriff genommen werden.
Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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