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Emsdetten ein gutes Pflaster
TuS Ferndorf im Auswärts-Einsatz

Auch wenn Ferndorfs Innenblocker Branimir Koloper (links) und Mattis Michel hier den Konstanzer Kreisläufer Markus Dangers (gelbes Trikot) fest „am Wickel“ hatten, blieb die Abwehrarbeit des TuS am Sonntag doch eher nur Stückwerk.
  • Auch wenn Ferndorfs Innenblocker Branimir Koloper (links) und Mattis Michel hier den Konstanzer Kreisläufer Markus Dangers (gelbes Trikot) fest „am Wickel“ hatten, blieb die Abwehrarbeit des TuS am Sonntag doch eher nur Stückwerk.
  • Foto: eibner
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

geo Ferndorf. Erst in der Nacht zum Montag kehrten die Ferndorfer Handballer von der 26:29-Auswärtsniederlage am Bodensee zurück. Viel Zeit zum „November-Blues“ bleibt allerdings nicht, denn schon am Mittwoch muss der Mannschaftsbus voll aufgetankt ins Münsterland weiterreisen. Um 20 Uhr wird in der Ems-Halle die am 16. Oktober beim TV Emsdetten ausgefallene Partie der 2. Handball-Bundesliga nachgeholt. Für Ferndorf war dies das erste Ausfallspiel aufgrund eines positiven Corona-Tests.
Das Zweitliga-Urgestein TV Emsdetten hat derweil schon dreimal mehr gespielt, doch es steht bislang neben sechs Niederlagen nur ein 25:23-Heimsieg zu Buche. Diesen allerdings schafften die Emsländer in eigener Halle in ihrem bislang letzten Heimspiel.

geo Ferndorf. Erst in der Nacht zum Montag kehrten die Ferndorfer Handballer von der 26:29-Auswärtsniederlage am Bodensee zurück. Viel Zeit zum „November-Blues“ bleibt allerdings nicht, denn schon am Mittwoch muss der Mannschaftsbus voll aufgetankt ins Münsterland weiterreisen. Um 20 Uhr wird in der Ems-Halle die am 16. Oktober beim TV Emsdetten ausgefallene Partie der 2. Handball-Bundesliga nachgeholt. Für Ferndorf war dies das erste Ausfallspiel aufgrund eines positiven Corona-Tests.
Das Zweitliga-Urgestein TV Emsdetten hat derweil schon dreimal mehr gespielt, doch es steht bislang neben sechs Niederlagen nur ein 25:23-Heimsieg zu Buche. Diesen allerdings schafften die Emsländer in eigener Halle in ihrem bislang letzten Heimspiel. Und der Gegner war mit dem Dessau-Roßlauer HV immerhin der aktuelle Tabellenführer!

Ziercke-Team braucht Erfolgserlebnisse

Dennoch verharrt das Team des ehemaligen Trainers von Empor Rostock und TuS-N-Lübbecke, Aaron Ziercke, mit 2:12 Zählern auf einem Abstiegsplatz und benötigt dringend weitere Erfolgserlebnisse. In der Vergangenheit wurden Emsdetten diese durch den TuS Ferndorf jedoch sogar recht konsequent verwehrt: Von den letzten drei Auswärtsfahrten ins Emsland brachte Ex-Trainer Michael Lerscht drei Siege mit (29:28, 29:26 und 23:22). Insgesamt lautet die TuS-Bilanz gegen den TVE aus acht Duellen 11:5 Zähler für Ferndorf.
Doch in diesem Jahr ist irgendwie sowieso nichts wie es einmal war – und auch der neue Trainer Robert Andersson ahnt bereits, dass sich sein Team gegenüber dem Auftritt in Konstanz deutlich steigern muss: „Ich erwarte einen ähnlichen Spielverlauf, Emsdetten hat mit Wasielewski und Weßeling auch zwei sehr gute Schützen auf den Halbpositionen. Deshalb müssen wir uns im Innenblock und auch bei den Torhütern verbessern“.

"Immer eher einen Schritt zurück anstatt nach vorn"

Mit Blick auf die jüngste Niederlage kritisierte der Schwede, dass die Abwehrspieler „immer eher einen Schritt zurück anstatt nach vorn“ gemacht hätten. „Da müssen wir unser Timing verbessern.“ Die Folge waren in Konstanz alleine 21 Gegentreffer nur von Tom Wolf und Fynn Beckmann – viel zu einfach. Weiterer Nachteil: Der TuS kam nicht ein einziges Mal zu einem Tempo-Gegenstoß bzw. zu einfachen, schnellen Toren.
Ergo stand am Montag nach den obligatorischen Corona-Testungen noch Video-Studium auf dem Programm. Andersson: „Ich wollte der Mannschaft zeigen, was sie in Konstanz im Abwehrverhalten falsch gemacht. Außerdem schauen wir uns dann noch an, wie wir vielleicht die Deckung von Emsdetten bearbeiten können.“

Kapitän Faulenbach fällt aus

Auch im Angriff gebe es noch viel zu verbessern: „Wir müssen es schaffen, die positiven Dinge in unserer Spielweise in Erinnerung zu bringen, damit wir spielerische Lösungen kreieren.“ Der Haken dabei: Jonas Faulenbach wird in Emsdetten nicht spielen können und sicher auch nicht am Samstag im Heimspiel gegen den VfL Gummersbach.
„Wir müssen schauen, wie es bei ihm verläuft. Aber ich denke schon, dass er uns zwei Wochen fehlen wird. Fauli ist nicht so zu ersetzen, vor allem spielerisch nicht“, bedauerte Andersson in der gestrigen Video-Pressekonferenz die Schulterverletzung seines Kapitäns.

"Sicherheit im Angriffsspiel" fehlt

Immerhin wurde Faulenbach zumindest hinsichtlich Treffsicherheit von zwei anderen „Halben“ gut ersetzt: Andreas Bornemann war siebenmal, Patrick Weber sechsmal erfolgreich. „Soweit ich das beurteilen kann, hat Patrick den ungewohnt langen Einsatz sehr gut überstanden. Er hat sich auch sehr über seine Treffer gefreut“, berichtete Andersson, schränkte aber ein, dass die „Sicherheit im gebundenen Angriffsspiel“ noch fehle. Unschwer herauszuhören war dabei, dass er nicht nur mit seiner Abwehr, sondern auch mit den beiden Mittelmännern Torben Matzken und Julian Schneider nicht wirklich zufrieden war.
Ein weiteres Manko in Konstanz war ein eher mäßiges Überzahlspiel, denn die Raum-Vorteile im Angriff nutzte Ferndorf bei Strafzeiten des Gegners nicht nur nicht. Es gab sogar einfache Gegentreffer trotz Überzahl.

Torhüter Madert zuletzt eine "Wand"

Eine weitere „Nuss“, die der TuS Ferndorf morgen zum Beginn der Vorweihnachtszeit zu knacken hat, heißt Konstantin Madert. Der aus Ostwestfalen stammende Torhüter der Emsländer stieg 2012 mit GWD Minden in die Bundesliga auf und spielte danach eineinhalb Jahre in Norwegen, ehe er in der 2. Liga bei den Rimpar Wölfen anheuerte und nunmehr im vierten Jahr als Torhüter des TV Emsdetten seinen Mann steht: Die Angreifer aus Dessau-Roßlau trieb er jüngst mit 15 Paraden schier zur Verzweiflung …

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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