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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf mit zweitem Auswärtssieg

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geo Lübbecke. Der TuS Ferndorf hat sich in der 2. Handball-Bundesliga wieder perfekt in die Spur gekämpft. Eine abermals starke Abwehrleistung war das eine, aber die Rückkehr der Treffsicherheit das andere. So eroberte das Team von Trainer Michael Lerscht am Samstagabend im nördlichsten NRW-Zipfel zwei nicht wirklich zu erwartende Punkte beim TuS N-Lübbecke, siegte mit 24:21 (10:11) am Ende absolut verdient und feierte mit dem zweiten Auswärtssieg in Folge den Sprung auf Platz 10 der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga, in der man auch den Gastgeber (5:7) überflügelte.

geo Lübbecke. Der TuS Ferndorf hat sich in der 2. Handball-Bundesliga wieder perfekt in die Spur gekämpft. Eine abermals starke Abwehrleistung war das eine, aber die Rückkehr der Treffsicherheit das andere. So eroberte das Team von Trainer Michael Lerscht am Samstagabend im nördlichsten NRW-Zipfel zwei nicht wirklich zu erwartende Punkte beim TuS N-Lübbecke, siegte mit 24:21 (10:11) am Ende absolut verdient und feierte mit dem zweiten Auswärtssieg in Folge den Sprung auf Platz 10 der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga, in der man auch den Gastgeber (5:7) überflügelte.

Kurtagic verlor, Ziercke schaute zu

Dessen Trainer Emir Kurtagic geht damit schweren Zeiten entgegen, und es mag nur eine Petitesse am Rande gewesen sein, dass ganz am äußeren Eck der großen und nur zur Hälfte gefüllten Merkur-Arena N-Lübbeckes erst im März entlassener Trainer Aaron Ziercke das Kampfspiel betont unauffällig verfolgte.

Anfangs hielt Tatai fast alles

Die erfreulichste Nachricht aus dem Lager der Nordsiegerländer war indes die Kunde, dass die Schützlinge von Michael Lerscht nichts von ihrem Selbstvertrauen eingebüßt haben. Doch genau darum musste man zunächst bangen. Lediglich zwei Tempo-Gegenstoß-Tore gegen die nervös und unsicher beginnenden Hausherren glückten in der Anfangsphase. Alles andere fischte Peter Tatai weg. Und die Abwehrkünste des Ungarn erinnerten schon fatal an das Heimspiel eine Woche zuvor, als Ferndorf serienweise am Rimparer Max Brustmann gescheitert war.

Vier Weber-Tore in sechs Minuten

Doch das Team hat Nehmer-Qualitäten. Da war der junge Tim Hottgenroth, der selbst mit spektakulären Paraden das Spiel in der Bahn hielt. Achtmal klaute der Ferndorfer Torhüter den Nettelstedtern die Bälle weg und hielt so Ferndorf immer in Front. Und nachdem Spielmacher Julius Lindskog Andersson zwei Strafwürfe verwandelt und noch ein Feldtor nachgelegt hatte, überwand Patrick Weber die „Angst vor dem Torwart“ endgültig: zwischen der 16. und 22. Minute fügte der lange Schlaks seinem frühen 2:0-Treffer vier blitzsaubere „Ballermänner“ hinzu, die Tatai dann doch ein Stück weit den Glauben an sich raubten und Ferndorf 9:7 in Führung brachten. Allerdings ging ihm und seinen Mitspielern dann doch noch das Schießpulver aus: nach Anderssons Siebenmeter-Tor zum 8:10 verpufften in den letzten sieben Minuten der ersten Hälfte alle Angriffsversuche der Nordsiegerländer, so dass sich N-Lübbecke dank eines Siebenmeter-Treffers acht Sekunden vor der Sirene mit einem hauchdünnen Vorsprung in die Kabine verabschieden durfte. Wenn es in diesen 30 Minuten also überhaupt etwas zu bemängeln gab, dann die Tatsache, dass sich die zehn TuS-Tore auf nur exakt drei Spieler verteilten.

Rote Karte für Julian Schneider

Alle anderen warfen sich mit viel Verve den Schwarz-Roten entgegen, so zum Beispiel Julian Schneider, der sich mit aller Macht Dominik Ebner entgegenstemmte, der aber trotzdem zu oft freigesperrt werden konnte und so am Ende acht Tore erzielte. Dass Schneider aber in der 30. Minute die Rote Karte sah, war wohl mehr eine Konzessionsentscheidung, nachdem die Unparteiischen in der 28. Minute N-Lübbeckes Moritz Schade des Feldes verwiesen hatten. Und dessen gestreckter Schlag ins Gesicht Lucas Schneiders war da schon von der übleren Sorte gewesen!

Wicklein kam, warf und traf

Ferndorfs Trainer Michael Lerscht stand mehr Personal als zuletzt zur Verfügung, und nachdem der ältere Schneider nicht mehr durfte, von Außen bis dahin aber kein einziges Tor gefallen war, traf er die richtigen Personalentscheidungen. Magnus Neitsch kam auf Linksaußen (zwei Tore) und Jan Wicklein, gerade erst von einer Sprunggelenksverletzung wiedergenesen, ersetzte Tim Rüdiger auf Rechtsaußen.
Und wie Wicklein dann traf: mal oben ins Gebälk, mal unten drunter durch, mal seitlich an Tatai vorbei. Sechs Würfe, sechs Treffer. Quote 100 Prozent! Wicklein brachte sein Team dreimal bei Remis wieder in Führung und traf nach dem 19:19 sogar dreimal in Folge zum 22:20-Vorsprung. Zwischendurch hielt der eingewechselte Marin Durica noch einen Siebenmeter. N-Lübbecke erzielte gegen die super-bewegliche Abwehr in 17 Minuten gerade mal zwei Törchen. Zu wenig für Ferndorf.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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