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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf: neuer Trainer gegen alter Trainer

Alter und neuer Trainer des TuS Ferndorf: Robert Andersson (links) und Michael Lerscht (rechts, jetzt ASV Hamm-Westfalen), beim Testspiel Ende August in Kreuztal.
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geo Ferndorf. Jetzt also der Neu-Neu-Start! Nach der zweiten corona-bedingten Quarantäne-Auszeit versucht der TuS Ferndorf (4:2 Punkte) am Mittwochabend in eigener Halle wieder, in der übrigens erst sechs Wochen alten Saison 2020/2021 der 2. Handball-Bundesliga irgendwie mal Fuß zu fassen.
Gegner ist allerdings um 19.30 Uhr nicht - wie nach dem ersten „Lockdown“ - ein unerfahrener Newcomer wie Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck sondern diesmal einer der Top-Favoriten auf den Bundesliga-Aufstieg. Und mit dem ASV Hamm-Westfalen kommt morgen Abend...

geo Ferndorf. Jetzt also der Neu-Neu-Start! Nach der zweiten corona-bedingten Quarantäne-Auszeit versucht der TuS Ferndorf (4:2 Punkte) am Mittwochabend in eigener Halle wieder, in der übrigens erst sechs Wochen alten Saison 2020/2021 der 2. Handball-Bundesliga irgendwie mal Fuß zu fassen.
Gegner ist allerdings um 19.30 Uhr nicht - wie nach dem ersten „Lockdown“ - ein unerfahrener Newcomer wie Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck sondern diesmal einer der Top-Favoriten auf den Bundesliga-Aufstieg. Und mit dem ASV Hamm-Westfalen kommt morgen Abend nicht nur ein alter Bekannter in die Sporthalle Stählerwiese, was das Konkurrenzverhalten betrifft, sondern mit Michael Lerscht auch der ehemalige Trainer des TuS Ferndorf, der den TuS fünf Jahre lang sehr erfolgreich durch die Höhen und Tiefen in der zweithöchsten Handball-Spielklasse Deutschlands führte.

Hamm schon auf Aufstiegsplatz

Doch das eigentlich freudig und mit Spannung erwartete Wiedersehen mit dem Gernsdorfer wird wie alles in diesem Land natürlich von der aktuellen Corona-Lage überschattet. Dies gilt in besonderem Maße für den TuS Ferndorf, der erst drei Spiele absolvieren durfte, während andere Clubs wie der Dessau-Roßlauer SV schon siebenmal ran durfte. Auf immerhin bereits sechs Partien kommt der ASV Hamm-Westfalen. Und weil er fünfmal als Sieger vom Platz ging, steht der ASV punktgleich mit Spitzenreiter VfL Gummersbach (beide 10:2) auf Platz 2 der Tabelle, der am Ende einer vielleicht dann irgendwann einmal ordentlich zu Ende geführten Saison zum Bundesliga-Aufstieg reichen würde.
Die Gummersbacher hat das Team von Michael Lerscht vor genau einem Monat bereits mit 27:25 geschlagen, allerdings folgte nur eine Woche später ebenfalls zuhause der - bislang einzige - 26:27-Ausrutscher gegen die Dessauer.

Im Testspiel überraschte Ferndorf

Doch solche Zahlenspielereien bringen in der Betrachtung der Siegchancen beider Teams ebenso wenig wie der Rückblick auf das frühe Testspiel in der Saison-Vorbereitung, das der TuS Ferndorf zur allgemeinen Verwunderung mit 30:23 überaus deutlich gewann.  Michael Lerscht erinnert sich zwar nur ungern an jene erste Rückkehr in die Stählerwiese - das Testmatch fand damals noch in der Zweifach-Halle statt - weiß aber auch, dass er es aufgrund von Verletzungsproblemen mit einer holprigen Vorbereitung zu tun hatte. Dafür läuft es am nordöstlichen Rand des Ruhrgebietes seit dem 1. Spieltag nahezu optimal für die Hammer, mit Corona hatte man selbst noch nichts am Hut. Lediglich das Zweitliga-Spiel in Hamburg fiel aufgrund von positiven Testergebnissen bei den Hanseaten erst einmal aus. Aktuell fertigte der westfälische Rivale den ThSV Eisenach mit 30:23 ab, dabei zeigte Keeper Felix Storbeck eine höchst beeindruckende Torwartleistung beim ASV.

"Die sind auf einem ganz anderen Level"

Ganz anders dagegen die Lage bei den Ferndorfern, die zwar immerhin seit letztem Wochenende wieder trainieren dürfen, aber mit Sicherheit komplett aus der Bahn geworfen wurden. „Ohne Vorbereitung über eine so lange Zeit dann plötzlich spielen zu müssen und auch noch gegen eine Top-Mannschaft wie Hamm - das geht eigentlich nicht“, senkt Ferndorfs Trainer Robert Andersson die Erwartungen steil nach unten und rechnet vor: „Die sind auf einem ganz anderen Level als wir, weil sie immer trainieren und meist spielen konnten. Wir haben dagegen jetzt nur viermal leichte Lockerungsübungen gemacht, werden bis Mittwoch viermal in der Halle richtig trainiert haben. Da habe ich bei meinen Spielern mehr Angst vor Verletzungen als vor einer Niederlage!“  Denn natürlich weiß der schwedische Coach auch, dass nach dem Duell mit Ferndorfs Ex-Trainer die Saison nicht wirklich zu Ende ist: alleine im Kalenderjahr 2020 folgen zumindest auf dem Papier noch neun weitere Begegnungen!

Puhl und Weber sind noch kein Thema

Auf die verletzten Lucas Puhl und Patrick Weber wird Andersson noch nicht zurück greifen können, weshalb nur ein Blick in die Statistik Hoffnung macht: die letzten drei Heimspiele gegen Hamm hat der TuS Ferndorf nicht mehr verloren. Auf zwei Siege folgte vor exakt einem Jahr ein 24:24. Die beiden wichtigen letzten Treffer am 15. November 2019 erzielte übrigens ein gewisser Patrick Weber....

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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