SZ

Handball-Zweitligist verliert gegen Dresden
TuS Ferndorf viel zu harmlos

Kapitän Julian Schneider erzielte gegen den HC Elbflorenz zwei Treffer für den Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf, die Niederlage verhindern konnte aber auch der 29-Jährige nicht.
  • Kapitän Julian Schneider erzielte gegen den HC Elbflorenz zwei Treffer für den Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf, die Niederlage verhindern konnte aber auch der 29-Jährige nicht.
  • Foto: Heiko Burbach
  • hochgeladen von Julian Kaiser

Beim Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf wechseln sich Sieg und Niederlage, starke und schwache Leistung weiterhin ab. Gegen den HC Elbflorenz müssen die Siegerländer so vor heimischer Kulisse wieder eine Pleite hinnehmen. Die Gründe dafür waren am Samstagabend eindeutig:

Beim Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf wechseln sich Sieg und Niederlage, starke und schwache Leistung weiterhin ab. Gegen den HC Elbflorenz müssen die Siegerländer so vor heimischer Kulisse wieder eine Pleite hinnehmen. Die Gründe dafür waren am Samstagabend eindeutig:

juka Kreuztal. „Schießt mal die Bälle rein, was ist das denn?“, platzte es nach 35 Minuten aus Torhüter Kai Rottschäfer heraus. Zu diesem Zeitpunkt lag Handball-Zweitligist TuS Ferndorf am Samstagabend gegen den HC Elblforenz mit 9:14 zurück, hatte erst sieben Feldtore erzielt. Und der Routinier hatte Recht: Seine Mannschaftskameraden ließen gegen die Dresdener einfach zu viel liegen, fabrizierten zu viele Fehler. Am Ende stand eine verdiente 23:25-Niederlage gegen eine keineswegs übermächtige Mannschaft des HCE, durch die es im Tabellenkeller für den TuS wieder enger wird, zumal mit dem EHV Aue und Bayer Dormagen gleich zwei Konkurrenten im Abstiegskampf parallel ihre Spiele gewannen.

TuS Ferndorf will Euphorie in Serie umwandeln

„Wir haben im Angriff überhaupt keinen Spielfluss bekommen, keiner unserer Rückraumspieler konnte Akzente setzen“, beklagte im Anschluss auch Trainer Robert Andersson. Dabei begann die Partie für den TuS eigentlich erneut verheißungsvoll. Christoph Neuhold mit einem Kracher bei angezeigtem Zeitspiel und ein Siebenmeter von Rutger ten Velde brachten die Hausherren schnell mit 2:0 in Führung. Damit war es das mit der Offensivfreude aber bereits. In der gesamten Auftaktviertelstunde kam nur noch ein weiterer Siebenmetertreffer von ten Velde hinzu. Ansonsten präsentierte sich Ferndorf im Angriff zu ideenlos, immer wieder mit technischen Fehlern und scheiterte häufig an Dresdens Keeper Max Mohs.

TuS Ferndorf läuft schnell hinterher

Der am Mittwoch beim klaren Erfolg gegen Hüttenberg noch so stark aufgelegte Andreas Bornemann musste nach zwei Fehlwürfen und einem Stürmerfoul bereits für Kim Voss-Fels weichen, mit Keeper Lucas Puhl fand auch der zweite Matchwinner nicht in die Partie. Der 29-Jährige brachte erst nach 13 Minuten das erste Mal seine Finger an den Ball und musste Mitte des ersten Durchgangs ebenfalls bereits auf die Bank. Auf der anderen Seite kam Dresden immer wieder mit seinem wurfstarken Rückraum zum Erfolg, zog nach dem Fehlstart mit einem 6:1-Lauf schnell auf 7:3 davon.

TuS Ferndorf wie im Rausch

Erst nach einer Auszeit von Andersson schien der TuS im Spiel angekommen, sah sich durch einen Doppelschlag durch Josip Eres und Julian Schneider, der den ebenfalls eher blassen Jörn Persson ersetzte, immerhin wieder auf zwei Toren dran. Doch erneut waren es zu viele Fehlwürfe und technische Fehler, die Dresden auf der anderen Seite einluden. Insgesamt gelangen dem TuS im ersten Durchgang nur sechs Tore aus dem Feld heraus. Der HCE dankte, ging mit einer verdienten 12:8-Führung in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel kam Ferndorf nicht mehr auf Tuchfühlung. Auch wenn es eine Steigerung in der Offensive gab, Bornemann beispielsweise kam deutlich besser ins Spiel, erzielte im zweiten Durchgang vier Tore. Jedoch summierten sich die Fehlwürfe, insbesondere von den Außenpositionen, weiterhin. So zog Dresden schnell auf fünf Tore davon, hielt fast über die gesamte Dauer eine Führung mit mindestens vier Treffern.

„Es ist schwierig zu erklären, wie Spiele innerhalb von zwei, drei Tagen so unterschiedlich sein können. Aber manchmal ist das so und uns ist es heute passiert.“
Robert Andersson, Trainer des TuS Ferndorf

Erst neun Minuten vor Schluss witterten auch die 908 Fans in der Stählerwiese nochmal Morgenluft, nachdem Eres auf 19:22 verkürzt und den TuS erstmals in Halbzeit zwei auf drei Tore heranbrachte. Bezeichnend, dass Branimir Koloper das Spielgerät nach einem Ballgewinn nicht richtig zu packen bekam, es so verpasste, auf zwei Treffer zu verkürzen. Anschließend spielte Dresden die Partie souverän herunter, sodass sich das 23:25 am Ende sogar knapper anhörte, als es, zumindest über 57 Minuten hinweg, war. Damit setzt sich auch eine zweifelhafte Serie des TuS fort. Seit sechs Spielen wechseln sich Siege und Niederlagen, gute und schlechte Leistungen ab. „Es ist schwierig zu erklären, wie Spiele innerhalb von zwei, drei Tagen so unterschiedlich sein können. Aber manchmal ist das so und uns ist es heute passiert“, musste Andersson bekennen.

Stimmen:
Robert Andersson (Trainer TuS Ferndorf):
„Eigentlich kann ich überhaupt nicht viel sagen. Die Abwehr und die Torhüter waren in Ordnung, da haben wir das Spiel nicht verloren. Das war eher im Angriff. Wir haben, nimmt man Überzahl und die Phasen mit dem siebten Feldspieler zusammen, fast 30 Minuten in Überzahl gespielt und werfen nur 22 Tore. Das ist zu wenig um ins Spiel zu kommen und die Sicherheit zu bekommen.
Rico Göde (Trainer HC Elbflorenz): „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben uns die vergangenen Heimspiele von Ferndorf angeschaut, da haben sie die Gegner teilweise aus der Halle geschossen. Wir waren über 60 Minuten sau cool, haben sehr leidenschaftlich verteidigt und haben in vielen Mannschaftsteilen richtig gut heute.“

Statistik
TuS Ferndorf - HC Elbflorenz 23:25 (8:12).
TuS Ferndorf: Puhl (7 Paraden), Rottschäfer (4); Eres (4), Neuhold (4), Bornemann (4), ten Velde (3/2), Koloper (2), J. Schneider (2), Kasai (1), Persson (1), Michel (1), Voss-Fels (1).
HC Elbflorenz: Mohs (11 Paraden), Noack (1); Greß (8), Buschmann (4), Zobel (3), Jungemann (3), Dumcius (2), Emanuel (2), Vanco (1), Dierberg, Klepp, Quade.
Zuschauer: 908.
Siebenmeter: 2/3 – 2/2.
Zeitstrafen: 4 – 5.
Spielverlauf: 2:3 (6.), 3:5 (10.), 3:7 (15.), 7:10 (20.), 8:11 (25.), 8:12 (30.), 9:14 (35.), 13:18 (40.), 15:20 (45.), 18:22 (50.), 20:23 (55.), 23:25 (60.).

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

Julian Kaiser auf Facebook
Julian Kaiser auf Instagram
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

12 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige

Anzeigen in der Siegener Zeitung
Anzeigen einfach online aufgeben

Egal ob privat oder gewerblich: Mit der Online-Anzeigenannahme der Siegener Zeitung können Kunden ihre Anzeige schnell und unkompliziert über das Internet aufgeben. Die Online-Anzeigenaufgabe bietet ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten und verschiedene Buchungsoptionen. Viele Kategorien und Muster für AnzeigenWählen Sie die gewünschte Kategorie und ein Anzeigenmuster, gestalten Sie Ihre eigene Anzeige und buchen Sie in der gewünschten Rubrik. Als registrierter Benutzer können Sie...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.