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Deutlicher Heimsieg gegen TV Hüttenberg
TuS Ferndorf wie im Rausch

Linkshänder Andreas Bornemann, hier im Zweikampf mit Hüttenbergs Ian Weber, war mit zehn Treffern bester Ferndorfer Torschütze beim Heimsieg gegen die Hessen.
  • Linkshänder Andreas Bornemann, hier im Zweikampf mit Hüttenbergs Ian Weber, war mit zehn Treffern bester Ferndorfer Torschütze beim Heimsieg gegen die Hessen.
  • Foto: Mathias M. Lehmann
  • hochgeladen von Julian Kaiser

Der Handball-Zweitligist TuS Ferndorf hat die nächste starke Leistung in einem Heimspiel gezeigt und den TV Hüttenberg klar geschlagen. Damit verschaffen sich die Siegerländer wieder etwas Luft im Abstiegskampf. Weshalb die Mannschaft wieder ein ganz anderes Gesicht zeigt als noch in Coburg und welche Spieler herausragen:

juka Kreuztal. Wenn Dominik Plaue in den kommenden Tagen nur schwierig in den Schlaf kommt, dürfte dies direkt mit Andreas Bornemann zusammenhängen. Immer wieder ließ es der Linkshänder des Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf am Mittwochabend neben oder über dem Torhüter des TV Hüttenberg einschlagen, hatte mit zehn Treffern maßgeblichen Anteil am überzeugenden 30:23-Erfolg der Siegerländer gegen den Tabellenfünften aus Hessen.

Der Handball-Zweitligist TuS Ferndorf hat die nächste starke Leistung in einem Heimspiel gezeigt und den TV Hüttenberg klar geschlagen. Damit verschaffen sich die Siegerländer wieder etwas Luft im Abstiegskampf. Weshalb die Mannschaft wieder ein ganz anderes Gesicht zeigt als noch in Coburg und welche Spieler herausragen:

juka Kreuztal. Wenn Dominik Plaue in den kommenden Tagen nur schwierig in den Schlaf kommt, dürfte dies direkt mit Andreas Bornemann zusammenhängen. Immer wieder ließ es der Linkshänder des Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf am Mittwochabend neben oder über dem Torhüter des TV Hüttenberg einschlagen, hatte mit zehn Treffern maßgeblichen Anteil am überzeugenden 30:23-Erfolg der Siegerländer gegen den Tabellenfünften aus Hessen. Da zeitgleich Eintracht Hagen knapp mit einem Tor gegen Bayer Dormagen gewann, verschafft sich der TuS mit diesem Sieg etwas Luft im Abstiegskampf, hat vor den letzten fünf Partien vor Schluss nun drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. „Das war ein sehr schönes und gutes Spiel von uns. Wir hatten heute ein bisschen mehr Biss als Hüttenberg“, lobte Trainer Robert Andersson nach dem Spiel.

Kompakte Abwehrleistung

Und das Kompliment des Schweden hatte sich die Mannschaft auch redlich verdient. Denn die Siegerländer zeigten ein ganz anderes Gesicht als noch am vergangenen Samstag in Coburg, zogen gegen die bislang in dieser Saison so stark aufspielenden Hüttenberger von Beginn an in Führung und gerieten im gesamten Spielverlauf nie in Rückstand. Besonders in der Defensive wirkte Ferndorf gegen den TVH, der allerdings auch auf Spielmacher Dominik Mappes verzichten musste, wesentlich griffiger. Auch wenn Abwehrchef Branimir Koloper schon früh seine zweite Zeitstrafe gesehen hatte, bekam Ferndorf den wurfgewaltigen Rückraum der Gäste gut unter Kontrolle und wusste mit Lucas Puhl auch einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Alleine sechs Paraden zauberte der 29-Jährige im ersten Durchgang auf die Platte, auf der anderen Seite war es immer wieder Bornemann, der für Ferndorf erfolgreich war.

TuS Ferndorf verpflichtet Bundesliga-Spieler

Aber auch der in Coburg schon gute Christoph Neuhold und der quirlige Spielmacher Jörn Persson gefielen mit viel Bewegung gegen die gewohnt offensive Deckung des TVH. Während die Hessen dennoch bis zum 5:6 aus ihrer Sicht (10.) noch Schritt hielten, zog Ferndorf mit einem schnellen 3:0-Lauf, zwischendurch glänzte Puhl immer wieder mit Paraden, erstmals auf vier Tore davon und zwang Gästetrainer Johannes Wohlrab zur ersten Auszeit. Davon beirren ließ sich der TuS vorerst zumindest nicht, nur eine kurze Schwächephase kurz vor der Pause mit einigen technischen Fehlern sorgte dafür, dass es „nur“ mit einer zwei-Tore-Führung in die Pause ging.

7:0-Lauf bringt Vorentscheidung

Gegen den fast über die gesamte Spielzeit mit dem siebten Feldspieler agierenden Gast behielten die Siegerländer allerdings die Nerven, hatten auch das notwendige Glück, als ein abgefälschter Bornemann-Wurf über die Linie trudelte. Insbesondere die Verbindung Puhl-Bornemann funktionierte auch weiter, nach zwei Paraden des Keepers brachte „Borne“ den TuS zum ersten Mal im zweiten Durchgang auf fünf Tore nach vorne. Was folgte, war ein wahrer Ferndorfer Rausch. Bornemann (2), ten Velde (2), Neuhold (1), Persson (1) und zur Krönung ein halber Kempa-Trick von Abwehrchef und Kreisläufer Branimir Koloper steuerten die Treffer zum 7:0-Lauf der Siegerländer zwischen der 41. und 52. Minute bei.

Im "Heimspiel-Rausch" zum Klassenerhalt?

Als Hüttenberg in der Folge bereits einige Minuten vor dem Ende auf eine komplett offene Deckung umstellte, damit auch manchen Ballgewinn verbuchte, entwickelten sich in der Stählerwiese hektische und wilde Schlussminuten. In Bedrängnis kam der TuS allerdings nicht mehr, zu sicher und stabil präsentierten sich die Siegerländer, die sich mit dem hochverdienten Sieg weiter Luft im Abstiegskampf verschafften.

Stimmen:
Robert Andersson (Trainer TuS Ferndorf): „Ich bin vor allem zufrieden mit der Angriffsleistung. Wir haben häufig Probleme gegen offensive Abwehrreihen, aber heute haben wir gute Lösungen gefunden. Entscheidend war der 7:0-Lauf in der zweiten Halbzeit. Jetzt müssen wir dran bleiben. Es war heute richtig Stimmung in der Halle, das brauchen wir auch.“
Lucas Puhl (Spieler TuS Ferndorf): „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns heute. Wir müssen zusehen, dass wir die Punkte holen, wie und gegen wen ist völlig egal. Jeder wusste, worum es hier geht und genau so sind wir auch rausgekommen. Es wollte einfach jeder. Wir haben, anders als am Wochenende in Coburg in der Abwehr Zugriff bekommen und eine super Deckung gestellt.“

Statistik:
TuS Ferndorf - TV Hüttenberg 30:23 (13:11).
TuS Ferndorf: Puhl (14 Paraden); Bornemann (10), Neuhold (6), ten Velde (6/2), Persson (3), Eres (2), Michel (1), Voss-Fels (1), Koloper (1), J. Schneider, L. Schneider, Kasai, Diebel.
TV Hüttenberg: Plaue (5 Paraden), Böhne (1); Rompf (4/1), Theiß (3), Fujita (3), Schreiber (3), Weber (3/1), Kneer (3), Ribeiro (1), Kirschner (1), Zörb (1), Opitz (1), Jockel, Klein, Schwarz.
Zuschauer: 856.
Siebenmeter: 2/3 – 2/2.
Zeitstrafen: 4 – 1.
Spielverlauf: 3:3 (5.), 6:5 (10.), 9:6 (15.), 11:8 (20.), 13:9 (25.), 13:11 (30.), 15:13 (35.), 19:15 (40.), 25:15 (50.), 27:18 (55.), 30:23 (60.). 30:23 (60.).

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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