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Deutliche Niederlage der SKV im Halbfinale
TuS Vinnhorst war ein übermächtiger Gegner

Fabian Lotz war neben Artur Sahakyan der stärkste Turner der SKV beim Halbfinale in Vinnhorst. Am Seitpferd (Bild) bezwang er den Olympia-Turner Nils Dunkel mit 2:0, am Reck steuerte der Hesse in Siegerländer Diensten ebenfalls 2 Punkte bei.
  • Fabian Lotz war neben Artur Sahakyan der stärkste Turner der SKV beim Halbfinale in Vinnhorst. Am Seitpferd (Bild) bezwang er den Olympia-Turner Nils Dunkel mit 2:0, am Reck steuerte der Hesse in Siegerländer Diensten ebenfalls 2 Punkte bei.
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  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Vinnhorst. Die Athleten der Siegerländer Kunstturn-Vereinigung (SKV) haben im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft alles gegeben, mussten aber letztlich die Übermacht des Titelfavoriten TuS Vinnhorst neidlos und sportlich anerkennen – durch ihren 53:19-Sieg (Gerätewertung 11:1) zogen die Niedersachsen ins Finale ein, in dem sie am 4. Dezember in Neu-Ulm auf den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau treffen. Das Team um Nationalturner Andreas Toba setzte sich im anderen Halbfinale mit 35:27 bei der KTV Straubenhardt durch, die allerdings mit nur fünf (!) Turnern und ohne Ausländer antrat.

Der SKV bleibt immerhin noch das kleine Finale um Platz 3 gegen die Straubenhardter, das ebenfalls am 4. Dezember in Neu-Ulm ausgetragen wird.

krup Vinnhorst. Die Athleten der Siegerländer Kunstturn-Vereinigung (SKV) haben im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft alles gegeben, mussten aber letztlich die Übermacht des Titelfavoriten TuS Vinnhorst neidlos und sportlich anerkennen – durch ihren 53:19-Sieg (Gerätewertung 11:1) zogen die Niedersachsen ins Finale ein, in dem sie am 4. Dezember in Neu-Ulm auf den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau treffen. Das Team um Nationalturner Andreas Toba setzte sich im anderen Halbfinale mit 35:27 bei der KTV Straubenhardt durch, die allerdings mit nur fünf (!) Turnern und ohne Ausländer antrat.

Der SKV bleibt immerhin noch das kleine Finale um Platz 3 gegen die Straubenhardter, das ebenfalls am 4. Dezember in Neu-Ulm ausgetragen wird. „Es war wichtig, dass wir mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun hatten - wie schnell das dann gehen kann, hat sich an der Niederlage der SC Cottbus in Singen gezeigt. Die Lausitzer müssen nun gegen Eintracht Frankfurt um den Klassenerhalt kämpfen. Wir dagegen haben jetzt Zeit, die Planungen für die kommende Saison in Ruhe anzugehen“, erklärte SKV-Vorstandsmitglied Horst-Walter Eckhardt.

Die Siegerländer werden alles daran setzen, die offenkundigen Schwachpunkte auszumerzen. So ist man am Sprung aktuell nicht in der Lage, auf Erstliga-Niveau zu punkten, und auch am Barren erlitten die Siegerländer in dieser Saison mehrfach empfindliche Einbrüche.

SKV führte nur noch dem ersten Duell

In der schmucken, nagelneuen Arena in Vinnhorst führte die SKV genau einmal: Nach der ersten Bodenübung, die der Brite Joshua Nathan gegen den langjährigen SKV-Turner Philipp Herder knapp für sich entschied. Mit einem Sturz von Nico Ermert nahm aber schon im zweiten Duell der erwartete Wettkampf seinen Lauf, die Niedersachsen spielten ihre höhere Qualität konsequent, fokussiert und nahezu fehlerfrei aus. „Wir waren ja am Seitpferd und auch an den Ringen nahe dran“, resümierte Eckhardt. „Doch irgendwie hat das alles an den Wettlauf zwischen Hase und Igel erinnert: Die Vinnhorster hatten immer wieder eine noch bessere Antwort parat.“ In der Endabrechnung hatten die Gastgeber nach „alter Rechnung“ 321,45 Punkte erturnt, die Siegerländer 310,25. Diese elf Punkte Unterschied ergaben sich fast exakt aus den höheren Ausgangswerten, in der Ausführung lagen die Siegerländer also fast auf Augenhöhe mit dem Favoriten.

„Wir müssen uns für nichts schämen, wir haben einen guten Wettkampf abgeliefert und hatten sehr wenige Fehler. Aber die Gegner haben super Leute, sind auf der Ausländerposition klasse besetzt und haben fehlerfrei geturnt und somit kam es zu dem Ergebnis, das unter dem Strich stand“, ordnete auch das Geisweider Eigengewächs Andreas Jurzo die Kräfteverhältnisse entsprechend ein. Nach dem deutlichen 1:11 am Boden hielten die Siegerländer den Ausgang an den beiden folgenden Geräten absolut offen und verkürzten zwischenzeitlich auf 14:19. Doch ab dem 3:0-Erfolg von Philipp Herder gegen Fabian Lotz an den Ringen setzten sich die Hausherren unaufhaltsam ab.
Nach seiner 27:14-Pausenführung gestattete der TuS Vinnhorst der SKV in den folgenden zehn Übungen keinen einzigen Punktgewinn mehr, lediglich der Brite Courtney am Sprung gegen Michael Sawatzky und Fabian Lotz am Barren gegen Viet Thao Hoang erreichten zumindest ein 0:0. Am Sprung musste Eigengewächs Mattis Eckstein nach einem Sturz hohe Abzüge in Kauf nehmen und verlor seinen Zweikampf mit 0:4. Da Vinnhorst mit seinen einfach hochwertigeren Übungen immer und immer wieder nachlegte, war der Wettkampf relativ zeitig entschieden.

"Team hat sich nicht entmutigen lassen"

„Unsere Mannschaft hat sich aber von dem stetig wachsenden Rückstand nicht entmutigen lassen“, merkte Horst-Walter Eckhardt lobend an. Und so waren die abschließenden Siege am Reck von Fabian Lotz (2:0 gegen Milan Hosseini) und Nico Ermert (3:0 gegen Daniel Charcenko) sowie das daraus resultierende Unentschieden in der Gerätewertung (5:5) der Lohn für den nie erlahmenden Kampfgeist gegen einen übermächtigen Kontrahenten.

„Trotz der zwei Stürze haben wir einen guten Wettkampf absolviert. Da hatten wir so oder so wenige Möglichkeiten, gegen die Vinnhorster etwas auszurichten, weil die einfach stärker waren. Wir haben uns aber vor allem hinten raus noch mal gut präsentiert und am Reck stark performt“, meinte Lotz, neben Sahakyan wohl der stärkste SKV-Turner am Samstag.

Herder drückt SKV fest die Daumen

Beim langjährigen SKV-Turner Philipp Herder war in seinem Statement noch eine Menge Wehmut zu spüren: "Es war ein schöner und fairer Wettkampf, in dem jeder jeden angefeuert hat. Es hat sehr viel Spaß gemacht, meine ehemaligen Teamkollegen wiederzusehen – das war ein sehr vertrautes Gefühl. Es war nicht sehr spannend, wir haben schon an den Ringen deutlich geführt und den Sack dann zugemacht. Ich bin stolz, dass die SKV es ins Finale geschafft hat. Dort haben wir jetzt die gleiche Konstellation wie im ersten Gruppen-Wettkampf: die SKV gegen Straubenhardt und wir gegen Wetzgau. Beide haben es ja in der Gruppenphase schon einmal geschafft, den jeweiligen Gegner zu besiegen. Es würde mich freuen, wenn es die SKV auf Platz 3 schafft und wir mit dem TuS Vinnhorst den Titel holen würden.“

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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