Mattis Michel zieht ein Zwischenfazit
U-21-Handballer wollen ins WM-Viertelfinale

Als Einheit auf ins Viertelfinale: Hendrik Schreiber, Mattis Michel, Marcel Timm, Eloy Morante Maldonado und Torhüter Max Mohs treffen im ersten K.o.-Spiel auf Portugal.
  • Als Einheit auf ins Viertelfinale: Hendrik Schreiber, Mattis Michel, Marcel Timm, Eloy Morante Maldonado und Torhüter Max Mohs treffen im ersten K.o.-Spiel auf Portugal.
  • Foto: Marco Wolf
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

pm Pontevedra. Die Ruhepause ist nur kurz, aber sie ist wichtig. Nach fünf Vorrundenpartien in sieben Tagen ist für die deutsche U-21-Handball-Nationalmannschaft um Kreisläufer Mattis Michel vom TuS Ferndorf am spielfreien Dienstag Regeneration angesagt. Die Akkus auftanken und sich körperlich wie mental auf die kommenden Aufgaben vorbereiten, so lautete die Maßgabe von Bundestrainer Martin Heuberger, ehe es am Mittwochabend um 18.45 Uhr (Eurosport/live) im Achtelfinale in Pontevedra gegen Portugal in die heiße Phase der Weltmeisterschaft in Spanien geht.

"Mit der Leistung ganz zufrieden"

Der Übergang von der Vor- in die K.o-Runde war für Mattis Michel jetzt der richtige Zeitpunkt, um ein kurzes Zwischenfazit zu ziehen. „Mit der Leistung von mir persönlich und der ganzen Mannschaft bin ich bisher ganz zufrieden“, sagt der 21 Jahre alte Kreisläufer nach vier Siegen und Platz 2 hinter der Mannschaft aus Dänemark, die das direkte Duell mit 30:25 für sich entschied. „Da hatten wir einen Aussetzer, wo wir nicht gut gespielt und zurecht verloren haben“, so Michel.
Die deutsche U-21-Auswahl weist in ihrer Spielweise dabei durchaus Parallelen zum TuS Ferndorf auf, der in der abgelaufenen Zweitliga-Saison als Aufsteiger besonders in der Verteidigung zu punkten wusste. „Was uns bisher stark gemacht hat, ist, dass wir – abgesehen vom Spiel gegen Dänemark – gute Abwehr gespielt haben und dahinter – meistens mit Till Klimpke – einen guten Torhüter hatten. Dadurch konnten wir viele einfache Tore im Tempo-Gegenstoß oder mit der ersten Welle machen“, analysiert Michel.

Ziel: mit starker Abwehr in die nächste Runde

Die Abwehr soll nun auch im Duell mit Portugal, Dritter der Gruppe C, der Trumpf sein. Mit einem Sieg gegen die Südeuropäer kann die deutsche Auswahl schon ihr erklärtes Ziel erreichen. „Wir wollten zuerst ins Achtelfinale und die Gruppenphase gut überstehen, aber vor dem Turnier hatten wir uns schon vorgenommen, es ins Viertelfinale zu schaffen“, sagt Michel, der bislang in vier von fünf Begegnungen zum Einsatz kam und dabei zehn Treffer zum Erfolg beisteuerte.
„Die K.o.-Runde hat eigene Gesetze“, warnt der Kreisläufer jedoch davor, die Portugiesen zu unterschätzen: „Wenn man einen schlechten Tag hat, dann kann es ganz schnell vorbei sein. Wir müssen uns darauf konzentrieren, dass wir die Abwehr wieder dicht bekommen.“ Sei dieses Fundament erst einmal gegossen, könne sich die DHB-Auswahl im Angriffsspiel noch steigern. Michel: „Da haben wir noch Potenzial und können uns über 60 Minuten noch mehr gute Lösungen rausspielen.“

"Können gegen jeden verlieren und gegen jeden gewinnen"

Die starken Leistungen in der Defensive belegen jedenfalls: Beim DHB steht eine Einheit auf dem Feld, die sich auch von Rückschlägen – wie gegen Dänemark – nicht unterkriegen lässt. „Wir haben eine gute Stimmung im Team. Vielleicht war es im Nachhinein gar nicht so schlecht, dass wir gegen Dänemark verloren und unsere Grenzen aufgezeigt bekommen haben“, so Michel: „Natürlich waren wir frustriert nach der Niederlage, weil wir Dänemark durch unsere Fehler leicht ins Spiel gebracht haben, aber umso glücklicher waren wir nach der Reaktion gegen Chile und dann gegen Norwegen. Die Stimmung im Team ist sehr gut.“
Die Reise der DHB-Mannschaft soll heute Abend noch nicht zu Ende sein. Mattis Michel und die deutsche U 21 können ihre Zielsetzung „Viertelfinale“ auch rasch nach oben korrigieren, die internationale Leistungsdichte ist allerdings hoch. „Wenn wir einen schlechten Tag erwischen, können wir gegen jeden verlieren – wenn wir einen guten erwischen, gegen jeden gewinnen“, weiß der Ferndorfer Kreisläufer. Bleibt aus deutscher Sicht also zu hoffen, dass von nun an nur noch gute Tage folgen. Am Mittwochabend in Pontevedra – und auch bei allen möglichen weiteren WM-Partien …

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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