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Überfällige Entscheidung

SZ-Redakteur Uwe Bauschert.
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Die monatelange Hängepartie für die Vereine im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ist vorbei. Die FLVW-Funktionäre haben die Reißleine gezogen und die Saison 2020/21 komplett annulliert. Endlich, möchte man sagen, sind die Verbandsoberen zu der Einsicht gekommen, dass der Amateurfußball chancenlos gegen das vermaledeite Virus ist. Seit geraumer Zeit hatte sich abgezeichnet, dass die kickende Basis den Wettlauf mit der Zeit nicht mehr gewinnen kann. Daher ist die Entscheidung des Verbandes (folge)richtig und vernünftig.

Sie war aber auch überfällig angesichts stetig steigender Infektionszahlen, behördlicher Verfügungen und daraus resultierender Perspektivlosigkeit, doch noch die 50-Prozent-Marke zu schaffen, um über die Quotientenregel eine Wertung vornehmen zu können.

Die monatelange Hängepartie für die Vereine im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ist vorbei. Die FLVW-Funktionäre haben die Reißleine gezogen und die Saison 2020/21 komplett annulliert. Endlich, möchte man sagen, sind die Verbandsoberen zu der Einsicht gekommen, dass der Amateurfußball chancenlos gegen das vermaledeite Virus ist. Seit geraumer Zeit hatte sich abgezeichnet, dass die kickende Basis den Wettlauf mit der Zeit nicht mehr gewinnen kann. Daher ist die Entscheidung des Verbandes (folge)richtig und vernünftig.

Sie war aber auch überfällig angesichts stetig steigender Infektionszahlen, behördlicher Verfügungen und daraus resultierender Perspektivlosigkeit, doch noch die 50-Prozent-Marke zu schaffen, um über die Quotientenregel eine Wertung vornehmen zu können. Fast alle anderen Landesverbände zogen schon früher einen Schlussstrich.

Dass die FLVW-Granden bis zuletzt auf eine Fortsetzung der Saison hofften, ist ehrenwert und im Sinne des Sports gedacht, auf sportlichem Weg Auf- und Absteiger zu ermitteln. Zudem wollte man sich gegen mögliche Einsprüche von Vereinen absichern. Mit der Realität hatte das aber nur wenig zu tun.

Noch Ende März hatten Walaschewski und Co. öffentlich kundgetan, dass es ein Saisonabbruch aufgrund der Spielordnung des Westdeutschen Fußballverbandes, die für Westfalen, Mittelrhein und Niederrhein bindend ist, nicht möglich ist und es ihn daher auch nicht geben wird. Mittlerweile ist aber auch in Kaiserau die Erkenntnis gereift, dass das böse C-Virus nicht vor Regularien des Verbandes Halt macht. Geht nicht, gibt’s nicht! Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen – auch und gerade in Pandemie-Zeiten.

Natürlich ruft die Annullierung Gewinner und Verlierer hervor. Die Mannschaften, die sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg gemacht haben, werden sich ärgern. Die Teams, die in Abstiegsgefahr schwebten, werden sich freuen, dass alles auf „Null“ gesetzt wird.

Doch egal, ob oben, unten oder in der Mitte der Tabelle: Bei den allermeisten Aktiven und Vereinsvertretern hatte sich schon länger die Einsicht durchgesetzt, dass eine Fortführung der Saison nicht sinnvoll bzw. möglich ist. Gut, dass der FLVW das nun auch so sieht und die monatelange Hängepartie beendet hat.

u.bauschert@siegener-zeitung.de

Jetzt ist es offiziell: FLVW annulliert die Saison

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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