Elmin Heric vor neuer Herausforderung
Vom „Effzeh“ zur Fortuna

In der Saison 2016/17 stürmte Elmin Heric (rechts), hier im Spiel gegen den SV Rödinghausen, noch für die Sportfreunde Siegen in der B-Junioren-Westfalenliga. Mit 13 von insgesamt 34 Siegener Toren hatte er damals maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt. Von Siegen aus ging es für den Stürmer zum 1. FC Köln, nun ist er zu Fortuna Düsseldorf gewechselt.
  • In der Saison 2016/17 stürmte Elmin Heric (rechts), hier im Spiel gegen den SV Rödinghausen, noch für die Sportfreunde Siegen in der B-Junioren-Westfalenliga. Mit 13 von insgesamt 34 Siegener Toren hatte er damals maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt. Von Siegen aus ging es für den Stürmer zum 1. FC Köln, nun ist er zu Fortuna Düsseldorf gewechselt.
  • Foto: Reinhold Becher/Archiv
  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Siegen/Düsseldorf. Elmin Heric, der in der Jugend des TuS Erndtebrück unter Regie von Trainer Dietmar Geisler das „Fußball-ABC“ erlernte, hat den nächsten Schritt in seinem Karriereplan unternommen: Der 18-jährige Mittelstürmer ist aus der A-Jugend des 1. FC Köln zum rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf gewechselt, wo er einen Vertrag für das letzte A-Junioren-Jahr und auch bereits einen Anschlussvertrag für die U 23 der Fortuna erhalten hat.

„Letzteres war uns besonders wichtig, denn gerade das Übergangsjahr vom Jugend- in den Seniorenbereich kann ein ganz entscheidendes sein“, erklärt Elmins Vater Nijaz Heric (49), der bis zum 1. Januar 1998 für die Siegener Sportfreunde gespielt hatte und von dort zum BV Cloppenburg gewechselt war. Von dort ging es weiter zu Kickers Emden, und in diese Zeit fiel auch die Geburt von Heric junior: „Ja, Elmin ist ein echter Ostfriese“, schmunzelt Nijaz Heric, angesprochen auf des Sohnemanns Geburtsort Leer.

Beim TuS Erndtebrück begonnen

Als Elmin zwei Jahre alt war, zog die Familie um nach Erndtebrück, da Papa Nijaz zu jener Zeit für den dortigen TuS spielte. Mit fünf Jahren begann Elmin Heric seine Fußball-Laufbahn als Bambini-Steppke beim TuS Erndtebrück, mit dem er später u. a. das D-Junioren-Kreispokalfinale gegen den TSV Weißtal erreichte.

Von Erndtebrück ging es zu den Siegener Sportfreunden, wo Heric als Jungjahrgang in der Westfalenliga spielte. Durch seine starken Leistungen wurde auch der 1. FC Köln auf ihn aufmerksam, und beim „Effzeh“ legte er eine äußerst formidable Saison aufs Parkett: In der Saison 2017/18 kam er in allen 26 Partien der B-Junioren-Bundesliga West zum Einsatz und erzielte dabei zwölf Tore.

Neun Einsätze für U-17-Nationalteam

Mitten in diesem positiven Lauf debütierte Elmin Heric am 2. Oktober 2017 für die U-17-Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina (0:0 gegen Nordmazedonien), für die er insgesamt neun Länderspiele absolviert hat – zwei davon bei der EM-Endrunde in England, beim 0:4 gegen Belgien und 0:2 gegen Irland.

Eine Karriere also, die bis Mitte 2018 steil bergauf verlief. Die gerade beendete Spielzeit 2018/19 war dann jedoch keine einfache für Elmin Heric. Er kam zwar in immerhin 22 Bundesliga-Partien zum Einsatz, aber nur selten von Beginn an. Insgesamt standen nur 481 Spielminuten für ihn zu Buche. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte er für die Kölner B-Junioren noch 1765 Minuten in der Bundesliga gespielt.

„Mit dem Nordmazedonischen A-Nationalspieler Darko Churlinov, Maximilian Möller und Sebastian Müller hatte Elmin ausgesprochen starke Konkurrenz im Angriff. Der 1. FC Köln hat zwar auch für die kommende Saison mit ihm geplant, aber Fortuna Düsseldorf hat ein sehr interessantes und attraktives Angebot gemacht, gerade im Hinblick auf den Seniorenbereich – und mit dem aus Freudenberg stammenden Nico Michaty ist ja sogar ein Siegerländer Trainer der Düsseldorfer U 23“, lächelt Nijaz Heric.

Berater: Gerd vom Bruch

So brachte Elmins Berater Gerd vom Bruch (77), als Regionalliga-Spieler beim VfL Klafeld-Geisweid und Akteur der Sportfreunde Siegen sowie als Trainer u.a. bei der SpVg Olpe, beim SSV Dillenburg und den „Freunden“ im Siegerland und Umgebung ebenfalls bestens bekannt, den Wechsel vom „Effzeh“ zur Fortuna unter Dach und Fach.

Elmin Heric freut sich auf die neue Herausforderung inklusive „Umzug“ ins Internat der Fortuna, wo er das Fachabitur anstrebt: „Am Montag war das erste Training, mit 26 Spielern hat die Fortuna einen sehr großen Kader. Aber der 1. FC Köln hatte auch 28 Akteure, insofern ist das nichts Neues. Elmin war angetan vom ersten Einblick, er hat von einer starken Mannschaft mit sehr guten Mitspielern berichtet“, erläutert sein Vater.

Suker? Da war doch was...

Trainer der Düsseldorfer A-Junioren ist übrigens Sinisa Suker (45). Suker? Da macht es doch beim geneigten Fußball-Fan „klick“! Richtig, Sinisa ist ein Großcousin des kroatischen Nationalhelden Davor Suker (51), der die „Karohemden“ bei der Weltmeisterschaft 1998 mit sechs Treffern (Torschützenkönig!) zum 3. Platz führte.

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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