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Nominierung für FELIX-Awards
Was Blech und Lölling gemeinsam haben ...

Unser Bild von der gestrigen Auftaktpressekonferenz zur Verleihung der FELIX-Awards in der Düsseldorfer Staatskanzlei zeigt (von links): NRW-Staatssekretärin Andrea Milz, Hockey-Nationalspielerin Selin Oruz vom Düsseldorfer HC und den Gosenbacher Stabhochspringer Torben Blech. Foto: Jost-Rainer Georg
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  • Unser Bild von der gestrigen Auftaktpressekonferenz zur Verleihung der FELIX-Awards in der Düsseldorfer Staatskanzlei zeigt (von links): NRW-Staatssekretärin Andrea Milz, Hockey-Nationalspielerin Selin Oruz vom Düsseldorfer HC und den Gosenbacher Stabhochspringer Torben Blech. Foto: Jost-Rainer Georg
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geo Düsseldorf. Als Interviewgast neben der Düsseldorfer Hockey-Nationalspielerin Selin Oruz stand der Gosenbacher Stabhochspringer Torben Blech am Montag im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung zur Verleihung der FELIX-Awards für die besten NRW-Sportler 2019, die am 13. Dezember in der Landeshauptstadt verliehen werden. Aufmerksam verfolgte der WM-Teilnehmer von Doha die Nominierungen der fünf „Besten im Westen“ in insgesamt sieben Kategorien und freute sich über die Aufnahme seines Trainingspartners bei Bayer Leverkusen Bo Kanda Lita Baehre ins Tableau: „Das ist ein lustiger Vogel, macht viel Spaß, mit ihm zu trainieren. Aber im Wettkampf ist er eiskalt. In Doha ist er ja Vierter mit nur zwei Sprüngen geworden!

geo Düsseldorf. Als Interviewgast neben der Düsseldorfer Hockey-Nationalspielerin Selin Oruz stand der Gosenbacher Stabhochspringer Torben Blech am Montag im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung zur Verleihung der FELIX-Awards für die besten NRW-Sportler 2019, die am 13. Dezember in der Landeshauptstadt verliehen werden. Aufmerksam verfolgte der WM-Teilnehmer von Doha die Nominierungen der fünf „Besten im Westen“ in insgesamt sieben Kategorien und freute sich über die Aufnahme seines Trainingspartners bei Bayer Leverkusen Bo Kanda Lita Baehre ins Tableau: „Das ist ein lustiger Vogel, macht viel Spaß, mit ihm zu trainieren. Aber im Wettkampf ist er eiskalt. In Doha ist er ja Vierter mit nur zwei Sprüngen geworden!“

NRW-Wintersportler fielen durchs Raster

Bei den Frauen hätte sich Torben Blech indes über eine Nominierung Jacqueline Löllings aus Brachbach gefreut, die als Starterin der RSG Hochsauerland immerhin bei den Olympischen Winterspielen Pyeongchang die Silbermedaille im Skeleton gewonnen hatte. Doch im Nominierungsgremium saßen offenbar eher Vertreter der an Rhein und Ruhr stark vertretenen Sommersportarten wie Kanu, Fechten, Reiten und Leichtathletik, so dass die einst in der Newcomer-Kategorie nominierte Lölling wie alle anderen NRW-Wintersportler durchs Raster fiel.

Gemeinsam in eine Klasse gegangen

Torben Blech hätte sich für die nur wenige Kilometer weiter im AK-Land beheimatete Wintersportlerin auch noch aus einem anderen Grund gefreut: „Wir sind tatsächlich bis zur 6. Klasse gemeinsam in einer Schulklasse aufs Gymnasium an der Morgenröthe zur Schule gegangen!“

Für Olympia 2020 bereits qualifiziert

Danach trennten sich freilich die Wege der beiden 24-jährigen Top-Sportler aus dem Siegerland. Vier Wochen nach der Leichtathletik-WM in Dubai war es für Torben Blech der erste öffentliche Auftritt nach einem dreiwöchigen Urlaub und ein paar wohl genossenen Heimfahrten nach Gosenbach zu den Eltern im Siegerland. Die SZ nutzte die die Gelegenheit, um die so unglücklich verlaufenen Titelkämpfe in Doha noch einmal Revue passieren zu lassen und gleichzeitig den Blick schon einmal auf 2020 zu richten. „Mir geht es soweit ganz gut. Ich bin nach dem Hexenschuss wieder schmerzfrei und arbeite jetzt im täglichen Training gezielt auch an einer Stabilisierung meiner Rückenmuskulatur. Mit dem Rücken hatte ich ja schon als Zehnkämpfer so meine Probleme“, meinte Blech, der bereits im nächsten Monat in Südafrika in einer Kader-Maßnahme für die Top-Stabhochspringer die Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele im nächsten Jahr in Tokio aufnehmen wird, für die der junge Siegerländer Modellathlet aufgrund seiner in dieser Saison übersprungenen 5,80 m praktisch bereits qualifiziert ist. Nur wenn, mehr als drei deutsche Stabhochspringer diese Norm erfüllen, könnte es noch einmal eng werden.

Am Ende zu viele Wettkämpfe

In Doha hatte er sein Missgeschick zunächst nicht wahrhaben wollen. „Nach dem Fehlversuch über 5,60 m, bei dem ich noch einmal einen Schmerz im Rücken verspürte, hatte ich zunächst vor, weitere Sprünge auszulassen, mich ein paar Minuten behandeln zu lassen, um es dann bei 5,75 m noch einmal zu versuchen.“ Doch es kam bekanntlich anders, die Schmerzen im gesamten Körper wurden unerträglich - Blech musste in der Qualifikation aufgeben. Letztlich sei dies auch ein Ergebnis des gesamten Saisonverlaufs gewesen. „Mein eigentliches Ziel war es, mich für die Universiade in diesem Jahr zu qualifizieren. Aber es lief dann ja immer besser, und es ging immer höher. Dadurch kam es jedoch, dass ich über 20 Wettkämpfe im Winter und im Sommer bestritten hatte. Irgendwann macht der Körper dann nicht mehr mit. Ich war nach den vielen Höhenjagden ja schon vor der WM mental ein bisschen in ein Loch gefallen, wie die Ergebnisse kurz davor zeigten.“

Als Schalke-Fan geoutet

Daher will der Siegerländer die kommende Hallen-Saison nur dosiert bestreiten und auf die WM Anfang März in China verzichten. Der Fokus ist klar auf Tokio ausgerichtet, wo sich Blech als Nahziel die Endkampf-Qualifizierung auf die Fahnen geschrieben hat. Dann könnte er im nächsten Jahr auch einmal zu den Nominierten beim FELIX-Award gehören. Vorerst drückt er indes noch Bo Kanda Lita Baehre die Daumen. Und Alexander Nübel. Der Torhüter des FC Schalke 04 gehört in der Kategorie Fußball neben u. a. Marco Reus und Kai Havertz zu den in diesem Jahr nominierten Profis. Und so kam es, dass sich Blech noch outen musste, als Claus Lufen als Moderator der Veranstaltung nachhakte, ob er denn nicht eher für seinen Leverkusener „Stallgefährten“ Havertz stimmen würde. Blech: „Ich komme aus dem Siegerland. Da ist man entweder blau-weiß oder schwarz-gelb. Aber in meiner Familie fließt nur königsblaues Blut....!“

Abstimmung online bis 1. Dezember

Abstimmen für die FELIX-Awards kann jeder im Internet bis zum 1. Dezember unter www.nrw-sportlerdesjahres.de. Unter dieser Homepage findet man auch alle weiteren Infos zur NRW-Sportlerwahl.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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