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2. Handball-Bundesliga
Weitere Corona-Fälle beim TuS Ferndorf

Das Coronavirus überlagert und drückt die Stimmung beim TuS Ferndorf mittlerweile erheblich.
  • Das Coronavirus überlagert und drückt die Stimmung beim TuS Ferndorf mittlerweile erheblich.
  • Foto: Verein/SZ-Grafik
  • hochgeladen von Jost-Rainer Georg (Redakteur)

geo Ferndorf. Beim HSV Hamburg gab es zu Saisonbeginn erhebliche Turbulenzen durch positive Corona-Tests. Den EHV Aue hat es auch schon mehrfach erwischt, in Person des schwer erkrankten damaligen Trainers Stephan Swat sogar schlimm. Aber eine solche Häufung von Corona-Ereignissen wie beim TuS Ferndorf – das ist in der 2. Handball-Bundesliga einmalig im negativen Sinne! Einen Tag bevor sich am  Samstag der Stillstand im gesamten deutschen Sport jährt (Freitag, 13. März 2020), ist die Stimmung im Handball-Dorf Ferndorf komplett am Boden, bangt der Verein zumindest sportlich um seine Existenz.

geo Ferndorf. Beim HSV Hamburg gab es zu Saisonbeginn erhebliche Turbulenzen durch positive Corona-Tests. Den EHV Aue hat es auch schon mehrfach erwischt, in Person des schwer erkrankten damaligen Trainers Stephan Swat sogar schlimm. Aber eine solche Häufung von Corona-Ereignissen wie beim TuS Ferndorf – das ist in der 2. Handball-Bundesliga einmalig im negativen Sinne! Einen Tag bevor sich am  Samstag der Stillstand im gesamten deutschen Sport jährt (Freitag, 13. März 2020), ist die Stimmung im Handball-Dorf Ferndorf komplett am Boden, bangt der Verein zumindest sportlich um seine Existenz.

Acht Spieler und ein Betreuer positiv

Unter den vielen schlechten Nachrichten aus dem nördlichen Siegerland hier die eine gute: Obwohl mehrere der positiv getesteten Spieler typische Symptome einer Corona-Infektion zeigten, geht es allen Spielern insgesamt einigermaßen gut. Stand heute, am Freitag den 12. März 2021, hat der neuerliche Ausbruch zu neun positiven Testergebnissen geführt, darunter befinden sich acht Spieler und eine Person aus dem Betreuer-/Trainerteam.

"Wir sind geknickt"

„Die Ereignisse beschäftigen uns alle stark. Wir sind geknickt, ganz egal, ob Spieler, Trainer oder Vereinsverantwortliche“, gibt Dirk Stenger, Geschäftsführer der TuS Ferndorf Spielbetriebs GmbH, ein Stimmungsbild aus dem Innersten seines Vereins. Und die sportliche Leitung macht sich nun wirklich Sorgen um das Überleben in der laufenden Saison, die schon vorher immer wieder durch Quarantäne-Anordnungen und Trainingsunterbrechungen empfindlich gestört wurde.

"Da darf aber auch gar nichts mehr passieren"

Mirza Sijaric, Sportlicher Leiter: „Wir wissen um unseren recht kleinen Kader. Wir wissen nicht, wann es weiter geht. Aber eines ist klar: Selbst wenn wir nächsten Sonntag in Lübeck antreten dürfen oder müssen – egal, wie man das sieht –, stehen uns in dann noch knapp 100 Tagen 19 Spiele bevor. Also müssen wir rein rechnerisch alle fünf Tage spielen. Da darf aber auch gar nichts mehr passieren!“ Und die Aussage „gar nichts passieren“ bezieht sich natürlich nicht nur auf Covid-19-Fälle, sondern auch auf Verletzungen jedweder Art. Wann und wie es nun aber weiter geht, steht noch in den Sternen. Daher hier ein zusammenfassender Über- und Rückblick:

Die Ereignisse im Überblick

2. März (Dienstag): Regel-Testung zwei Tage nach dem Spiel in Aue. Zwei Spieler werden positiv getestet, zeigen Symptome. Die gesamte Mannschaft und der „Staff“ werden in Quarantäne geschickt. Für die Positiv-Fälle gilt eine Quarantäne von 14 Tagen (bis 16. März einschließlich).
4. März (Donnerstag): Erneuter Regel-Test. Nun werden fünf weitere Spieler /Betreuer positiv getestet (Quarantäne-Anordnung für diese Personen bis 18. März einschließlich).
9. März (Dienstag): Erneuter Test aller Beteiligter. Die bereits positiv Getesteten sind noch „positiv“. Es kommen nun aber noch zwei weitere „Positive“ hinzu (Quarantäne bis 23. März einschließlich).

Rückkehr ins Teamtraining noch offen

Über das nun anstehende Wochenende hinaus wird nicht viel bis gar nichts passieren. Der TuS Ferndorf möchte sich dann in der kommenden Woche über seinen Hygienebeauftragten Bernd Spies mit dem Kreisgesundheitsamt ins Benehmen setzen, ab wann die dreimal, also durchgehend, negativ getesteten Spieler/Trainer wieder ins Mannschaftstraining zurück kehren dürfen.

Sportärztliche Untersuchung nötig

Der Handlungsleitfaden des Deutschen Olympischen Sportbundes für Leistungssportler zum Umgang mit der Corona-Situation sieht aber zwingend vor, dass sich Sportler bei positiven Befunden nach Ablauf der Quarantäne umfassenden fachärztlichen Untersuchungen stellen müssen. Dies gilt insbesondere dann, wenn neben den Befunden auch Erkrankungssymptome auftraten. Hier geht es um Pneumonie (Lungenentzündung) und Myokarditis (Herzmuskelentzündung). Gibt es dazu bei der fachärztlichen Untersuchung Auffälligkeiten bzw. Befunde, kann Sportverbot für vier Wochen bis hin zu drei Monaten greifen.

HBL möchte Spiel am 24. März nachholen

Es ist also im Moment noch nicht mal ansatzweise zu erkennen, ab wann der TuS Ferndorf über eine funktionsfähige Mannschaft verfügt. Gleichwohl wird der Terminkalender der 2. Handball-Bundesliga kaum Rücksichten auf die Befindlichkeiten unter dem Kindelsberg nehmen.  Nach der Absage der heutigen Nachholpartie bei Bayer Dormagen (erstmals ausgefallen am 25. Oktober) sieht der Spielplan das nächste Match am darauffolgenden Sonntag (21. März) beim VfL Lübeck-Schwartau vor. Die HBL hat zudem bereits vorgeschlagen, das Dormagen-Spiel am 24. März (Mittwoch) um 19.30 Uhr in Dormagen nachzuholen, pikanter Weise damit drei Tage vor dem turnusmäßigen Rückspiel in Kreuztal (27. März, 19.30 Uhr). Dem hat der TuS mit Verweis auf die aktuell unsichere Corona-Lage noch nicht zugestimmt.

"Vier-Punkte-Spiele" stehen bevor

Es ginge dann in der Karwoche am 31. März (Mittwoch) in Fürstenfeldbruck weiter, am Karsamstag (3. April) reist zudem der Wilhelmshavener HV an. Besonders diese beiden Begegnungen um den Monatswechsel herum gelten angesichts der Tabellenkonstellation schon als besonders wichtige „Vier-Punkte-Spiele“. Aufgrund der weiteren, bereits existierenden Ansetzungen dürfte es mit den dann noch drei offenen Nachholspielen (Emsdetten, Gummersbach, Lübeck-Schwartau) erst ab ca. 30. April weiter gehen. Wenn, ja wenn der TuS Ferndorf überhaupt über eine intakte, einsatzfähige Mannschaft verfügt.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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