Landesliga 2
Wendens Trainer wirft das Handtuch

Warf dasHandtuch: Trainer Manuel Fernholz (VSV Wenden)
8Bilder

geo Schönau. In der Landesliga fliegen gerade die Trainer tief! Nur einen Tag nach der Trennung der SpVg Olpe von Thomas Hütte und der zügigen Neuverpflichtung Ottmar Griffels als Coach in der Kreisstadt rappelte es am Feiertagauch beim VSV Wenden mächtig im Karton. Und das mussten die Zuschauer zunächst wortwörtlich hinnehmen, denn das Team des seit Saisonbeginn amtierenden Trainers Manuel Fernholz leistete sich eine herbe 0:4-Schlappe gegen den SuS 09 Hüsten. Dann der Paukenschlag: nach dem Spiel erklärte Fernholz, zuvor Trainer des Bezirksligisten Kiersper SC, seinen sofortigen Rücktritt!  Dass etwas im Busch sein könnte, hatte der Sportliche Leiter Achim Hoffmann, indes schon vor dem Tag der Deutschen Einheit für möglich gehalten, an dem sich seine Mannschaft nur bedingt als Einheit präsentierte. „Gegen Hüsten sind jetzt alle gefragt“, hatte Hoffmann im Vorfeld der gestrigen Partie erklärt und darin ausdrücklich Trainer Fernholz mit eingeschlossen.

Spielertrio übernimmt interimsweise

Wie es nun weitergehen soll am „Nocken“ in Schönau konnte der Sportliche Leiter gestern natürlich noch nicht sagen, wenngleich er einräumte, dass man nach den letzten Wochen „eine solche Entwicklung für heute zumindest kommen sehen musste“. Am Sonntag sollen im Auswärtsspiel bei Borussia Dröschede interimsweise die erfahrenen Spieler um Christian Runkel, Andre Schilamow und Marco Bäumer die Dinge regeln. Bäumer stand gestern wegen einer verschleppten Grippe ebenso wenig im Kader wie Schilamow, der sich im Match gegen Obersprockhövel eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte.

Drei Riesenchancen - dann das 0:1

Nun konnte man  der VSV-Mannschaft nicht ernsthaft vorwerfen, die drei Riesenchancen in der 1. Halbzeit absichtlich „verballert“ zu haben, doch vor allem in der zweiten Hälfte war das Gebotene einfach viel zu wenig gegen eine geschickt gestaffelte Hüstener Mannschaft, die die „Roten“ konsequent vom eigenen Tor fernhielt und aus den sich durch diese Kompaktheit zwangsläufig ergebenden Kontermöglichkeiten das Optimum herausholte. Nein, nicht ganz, denn aufgrund der zahlreichen weiteren, hundertprozentigen Konterchancen der Sauerländer nach dem Seitenwechsel hätte die Niederlage der Heimmannschaft - man muss das in dieser Deutlichkeit sagen - noch um einige Treffer höher ausfallen müssen. So gesehen war es eine sportliche Bankrotterklärung des VSV!

Alfes, Horst und Runkel scheiterten

Zur Halbzeit rieben sich indes die 130 Zuschauer die Augen: nicht Wenden führte 3:0 sondern der Gast aus Hüsten 1:0! In der 21. Minute kam Michael Alfes nach einer Konfusion in der SuS-Abwehr frei an den Ball, traf aber nur das Außennetz anstatt das leere Tor. Eine Viertelstunde später wieder ein Hüstener Schnitzer, und Alexander Horst konnte sich eigentlich die Ecke aussuchen, zielte aber fünf Zentimeter übers Tor. Und in der 43. Minute chippte Lennart Arens in den Strafraum auf Christian Runkel, der alles richtig machte, nur eines nicht, nämlich den Ball ins Tor zu schießen. Stattdessen schepperte das Aluminium!

Zu viele Fehler im Spielaufbau

Nun hatten die Gäste aber genug von den verfehlten Warmschießübungen der Wendener und zeigten mal, wie man das macht. Wenden bekam einen Angriff nur ins Seitenaus geklärt. Nach dem Einwurf reihte sich eine Fehlerkette aneinander und am langen Ende und am langen Pfosten bedankte sich Maximilian Mertin mit dem Flachschuss zum 1:0 (45.).  Rrrumms, das saß! Fernholz nahm den glücklosen Alfes raus, beorderte Julian Arens von links nach rechts und Runkel in die Spitze. Das brachte kurzzeitig mehr Druck im Spiel, aber den Wendener Spielern unterliefen auch weiterhin einfach zu viele Fehler im Spielaufbau, zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel, und sie zeigten auch zu wenig Galligkeit in den Zweikämpfen.  Hinzu kam das schnelle 0:2 durch Christopher Gierse, nach einem schlechten Abspiel von Torhüter Eick-Barghorn, bei dem sich seine Mitspieler trotzdem am Ende noch bedanken durften. Nichts ausrichten konnte der Keeper gegen die beiden späten Kontertreffer Dirk Stoltefauts (80. und 83.).

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.