SZ

Sven Michel vom SC Paderborn
„Werden gegen FC Bayern ein Feuerwerk abbrennen“

Paderborns Angreifer Sven Michel (r.), hier im Duell mit dem Schalker Jonjoe Kenny, hofft am Samstag gegen den „großen“ FC Bayern auf einen Überraschungscoup.
  • Paderborns Angreifer Sven Michel (r.), hier im Duell mit dem Schalker Jonjoe Kenny, hofft am Samstag gegen den „großen“ FC Bayern auf einen Überraschungscoup.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

ubau Paderborn. Nach dem sensationellen Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga ist der SC Paderborn auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen. Tabellenletzter, noch kein Sieg nach fünf Spielen, erst einen Punkt auf dem Konto – den Saisonstart hatten sich die Ostwestfalen anders vorgestellt. Und ausgerechnet jetzt kommt der deutsche Rekordmeister FC Bayern München (2. Platz/11 Punkte) in die Paderborner Benteler-Arena (Samstag, 15.30 Uhr).
Nicht nur für den Verein, sondern auch für den aus Alchen stammenden SCP-Angreifer Sven Michel ist das Duell mit dem Star-Ensemble von der Isar ein absolutes Highlight.

ubau Paderborn. Nach dem sensationellen Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga ist der SC Paderborn auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen. Tabellenletzter, noch kein Sieg nach fünf Spielen, erst einen Punkt auf dem Konto – den Saisonstart hatten sich die Ostwestfalen anders vorgestellt. Und ausgerechnet jetzt kommt der deutsche Rekordmeister FC Bayern München (2. Platz/11 Punkte) in die Paderborner Benteler-Arena (Samstag, 15.30 Uhr).
Nicht nur für den Verein, sondern auch für den aus Alchen stammenden SCP-Angreifer Sven Michel ist das Duell mit dem Star-Ensemble von der Isar ein absolutes Highlight. Im Interview mit der SZ spricht der 29-Jährige, der im Siegerland für den TuS Alchen, Fortuna Freudenberg, den SuS Niederschelden und die Sportfreunde Siegen spielte und danach über die U 23 von Borussia Mönchengladbach und Energie Cottbus zum SC Paderborn kam, über Fehlerquellen, Floskeln und Feuerwerke.

SZ: Herr Michel, der SC Paderborn hält nach fünf Spieltagen die Rote Laterne in der Hand. Ist die Aufstiegseuphorie schon verpufft?
Sven Michel: „Wir wussten doch von vornherein, dass es ein schweres Jahr wird. Das Schalke-Spiel mal ausgenommen, haben wir in allen Partien mitgehalten und Vieles richtig gemacht. Angesichts der Leistungen, die wir gegen Leverkusen, Freiburg, Wolfsburg und Hertha BSC gebracht haben, hätten wir mehr Punkte holen können. Oder besser gesagt: Wir hätten mehr Punkte holen müssen.“

SZ: Welche Erkenntnisse haben Sie aus dem Fehlstart gezogen?
Michel: „Wir sind gut beraten, jetzt nicht alles komplett über den Haufen zu werfen. Wir hatten in jedem Spiel unsere Möglichkeiten – die müssen wir nur besser nutzen. Und hinten müssen wir die einfachen Fehler abstellen.“

"Ich bin mit meinen Leistungen nicht unzufrieden"

SZ: Der SC Paderborn steht für Offensiv-Fußball – der Ertrag ist aber bislang überschaubar. Zudem kassierte der SCP mit 14 Gegentoren die zweitmeisten der Liga nach dem FSV Mainz 05 (15). Ist die Spielweise zu forsch für das Fußball-Oberhaus?
Michel: „Nein, das sehe ich nicht so. Wir sind mit unserer offensiv ausgerichteten Spielweise in den vergangenen Jahren gut gefahren. Und man hat gesehen, das es so auch in der 1. Fußball-Bundesliga funktionieren kann. Andererseits sind wir aktuell Tabellenletzter. Daran sieht man, dass wir nicht alles richtig gemacht haben können. Wir müssen uns in allen Bereichen verbessern. Ich bin aber fest überzeugt davon, dass die Mannschaft das verinnerlicht hat und wir schon bald wieder punkten werden.“

SZ: Wie fällt Ihr persönliches Zwischenfazit nach den ersten fünf Erstliga-Partien aus?
Michel: „Natürlich ist auch bei mir noch Luft nach oben. Aber ich bin mit meinen Leistungen nicht unzufrieden. Ein Tor und zwei Assists – das ist schon okay. Aber es wäre sicherlich noch mehr drin gewesen. Man merkt, dass in der 1. Liga alles einen Tick schneller geht als in der 2. Liga. Da muss man noch wacher, noch flotter sein. Hinzu kommt natürlich, dass die individuelle Qualität jedes einzelnen Gegenspielers höher ist.“

"Die Münchner haben eine riesige Qualität im Kader"

SZ: Durch die 1:2-Niederlage bei Hertha BSC rutschte der SC Paderborn auf den letzten Tabellenplatz ab. Und ausgerechnet jetzt geht’s gegen die Bayern. Ist diese Konstellation aber vielleicht sogar von Vorteil für den SCP, weil nun erst recht jeder von einer klaren Niederlage ausgeht?
Michel: „Das kann sein, wir werden sehen. Im DFB-Pokal haben wir Anfang 2018 schon mal sechs Stück von den Bayern bekommen. Das soll uns am Samstag natürlich nicht wieder passieren.“

SZ: Lewandowski, Perisic, Kimmich, Coutinho und Co. – am Samstag steht Ihnen die geballte Weltklasse gegenüber. Besteht da nicht die Gefahr, zu ehrfürchtig zu sein?
Michel: „Nein, das hoffe ich zumindest nicht (lacht). Wenn einem das passiert, dann nehmen die Bayern dich auseinander. Aber klar ist: Die Münchner haben eine riesige Qualität im Kader. Der Marktwert jedes einzelnen ist wahrscheinlich mindestens so groß wie der von uns allen zusammen. Daher ist klar: Für uns ist zwar jedes Spiel in der 1. Bundesliga etwas Besonderes, aber das Spiel gegen den FC Bayern ist etwas ganz Besonderes.“

"Auch die Münchner kochen nur mit Wasser"

SZ: Was erwartet den haushohen Favoriten FC Bayern am Samstagnachmittag beim krassen Außenseiter SC Paderborn?
Michel: „Auf jeden Fall eine hochmotivierte SCP-Mannschaft, die mutig nach vorne spielen will. Wir werden – wie immer – 90 Minuten Vollgas geben und ein Feuerwerk abbrennen. Und dann schauen wir mal, was dabei herauskommt. Auch wenn es eine Floskel ist: Auch die Münchner kochen nur mit Wasser. Und wer weiß? Vielleicht erwischen sie ja am Samstag einen schlechten Tag . . .“

SZ: Wagen Sie einen Tipp?
Michel: 2:2! Mit diesem Ergebnis könnte ich gut leben (lacht).“

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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