Jogginghose bis Spülmaschine
Diese Zehn Regeln gelten fürs Homeoffice

Ordnung ist das halbe Leben: Wer im Homeoffice effizient arbeiten will, braucht Struktur.
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  • Foto: Christin Klose/dpa-tmn
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dpa - Da sitzt man nun, an einem Wochentag, zu Hause. Von Urlaub kann aber keine Rede sein: Viele Menschen sind während der Corona-Krise angehalten, im Homeoffice zu arbeiten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
Und was im Büro Routine ist, stellt einen in den eigenen vier Wänden plötzlich vor ungeahnte Herausforderungen. Was jetzt hilft:

Arbeiten im Bett

Zunächst einmal sollte man sich zu Hause nach Möglichkeit einen festen Arbeitsplatz einrichten. Optimal wäre eigenes Zimmer, notfalls kann man sich auch mit einer Stellwand behelfen. "Sonst fällt das Abschalten schwerer", erklärt Karrierecoach Ute Bölke. Das gilt sowohl für Pausen als auch für den Feierabend zu Hause.

Ordnung ist das halbe Leben

Auch die Arbeit zu Hause braucht eine Struktur. Diese muss nicht so starr sein, wie bisher im Büro, sagt Psychologin und Coach Kristine Qualen. Aber ohne Plan in den Tag hineinleben beziehungsweise -arbeiten wird nicht funktionieren. Daher sollte man sich zu Beginn ein paar Dinge überlegen - und sich möglichst daran halten.

Zum Beispiel: Was ist für mich ein guter Start in den Arbeitstag? Wann kann ich am besten arbeiten? Wonach richten sich meine Pausen? Wie möchte ich meine Pausen verbringen? Und natürlich: Wann mache ich Feierabend? Danach richtet sich die Struktur.

Im Schlafanzug am Schreibtisch

"Jeder wie er mag, das ist ja der große Vorteil im Homeoffice", betont der Kölner Karrierecoach Bernd Slaghuis. "Manche Menschen können zu Hause nur konzentriert arbeiten, wenn sie sich morgens so anziehen, als würden sie ins Büro gehen - andere wiederum genießen die Freiheit, auch mal entspannt in Jogginghose am Schreibtisch zu sitzen."

Noch eben die Spülmaschine ausräumen: Lieber nicht, meint Psychologin und Coach Kristine Qualen. Geschirrspüler, Wäsche oder das vermeintlich schmutzige Bad - das alles sind hervorragende Möglichkeiten, um bloß nicht mit der Arbeit anzufangen. Die Psychologin empfiehlt daher, erstmal loszulegen und den "Störfaktor Haushalt" in den geplanten Unterbrechungen zu erledigen.

Auch Pausen planen

Wer im Homeoffice arbeitet, für den sind Pausen keine Selbstläufer, denn es kommen keine Kollegen, die einen zum Beispiel zum Mittagessen abholen, wie Slaghuis auch aus eigener Erfahrung weiß: "Die größte Gefahr ist, den ganzen Tag ungestört durchzurödeln und Pausen zu vergessen." Er empfiehlt daher, diese bewusst in den Tagesablauf einzuplanen.

Wie man seine Auszeiten plant, sei Typsache und hänge vom eigenen Arbeitsrhythmus ab: "Wem Struktur wichtig ist, der kann zum Beispiel alle zwei Stunden einen freien Zeitraum für sich blocken. Andere gehen entspannter in eine Pause, nachdem sie einen Aufgabenblock erledigt haben - das muss jeder für sich ausprobieren."

Den Tag durchtakten

Damit man nicht vor einer endlosen To-Do-Liste sitzt und nicht weiß, wo man anfangen soll, sollte man sich morgens hinsetzen und überlegen, was heute gemacht werden muss. Diese Dinge arbeitet man dann der Reihe nach ab. Manche legen auch feste Zeiten für bestimmte Tätigkeiten wie etwa Telefonieren oder Schreiben fest, erklärt Bölke. Auf jeden Fall sollte man am Ende des Arbeitstages kurz innehalten und sich fragen: Wie effizient war ich? Wo kann ich was verbessern?

Jetzt ist aber Feierabend

"Feierabend im Homeoffice bedeutet meist auch, die bewusste Entscheidung zu treffen, dass noch nicht Erledigtes auch Zeit bis morgen hat", sagt Slaghuis. Man sollte also ein festes Ende seiner Arbeit definieren und Laptop sowie Diensthandy dann weglegen. Sich mit endlos langen Arbeitstagen nicht auszubeuten, habe auch mit Selbstdisziplin zu tun, wie Bölke betont. Es sei eine Illusion, dass man am Ende des Tages mit der Arbeit fertig sei und dann erst Feierabend machen könne. "Der Tisch wird nie leer sein, das muss ich einfach aushalten können."

Autor:

Servicethemen SZ aus Siegen

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