2. Handball-Bundesliga

Schon wieder: Corona-Schock beim TuS Ferndorf

geo Ferndorf. Neuer Corona-Schock beim TuS Ferndorf! Erneut sind alle 25 Personen (Spieler, Trainer, Betreuer) des Handball-Zweitligisten in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt worden. Die Hintergründe indes machen die Verantwortlichen des TuS Ferndorf fassungslos. Auf einer kurzfristig einberaumten Video-Pressekonferenz am Freitagnachmittag sprach die Vereinsführung gar von einem "deutschlandweit einmaligen Fall", wie der Verein vom Kreisgesundheitsamt behandelt werde.

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Negativ - "schwach positiv", negativ

Bereits Mitte Oktober hatte das Gesundheitsamt des Kreises Siegen-Wittgenstein eine 14-tägige Quarantäne angeordnet, nachdem bei einem Spieler ein Corona-Test positiv ausgefallen war. Auch die Tatsache, dass alle weiteren Tests negativ ausfielen und somit offenkundig ein falsches Ergebnis vorgelegen hatte, änderte  an dieser Zwangsmaßnahme. nichts Nun ist  nahezu die gleiche Situation aufgetreten: Nachdem am vergangenen Donnerstag (vor dem Fürstenfeldbruck-Spiel) alle Beteiligten obligatorisch negativ getestet worden waren, ergab sich sich am Montag ein "schwach positiver" Test bei einem Spieler, wie der Sportliche Leiter Mirza Sijaric am Freitag erklärte. Einen Tag später ergaben die nächsten Corona-Tests bei allen Betroffenen (auch dem schwach getesteten Spieler) erneut ein komplett negatives Ergebnis.  Obwohl dies nach allen vorliegenden medizinischen Erkenntnissen über das Corona-Virus garnicht sein kann, blieb das Kreisgesundheitsamt bei seiner Entscheidung, den gesamten TuS-Troos vom 2. bis 16. November einschließlich in Quarantäne zu schicken. 

Einmal Training, dann ASV Hamm?

Sportlich bedeutet dies zum einen die Absage des Nachholspiels am Samstag bei Bayer Dormagen sowie der Auswärtspartie beim Wilhelmshavener HV (Sa., 14. November). Außerdem müsste der TuS Ferndorf einen Tag nach der neuerlichen Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes (17. November) schon am Mittwoch, 18. November, das schwere Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen mit dem Ferndorfer Ex-Trainer Michael Lerscht bestreiten sowie am 22. November in Konstanz auswärts spielen.

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Handball-Bundesliga "sehr erstaunt"

TuS-Geschäftsführer Dirk Stenger kritisierte nicht nur die "krasse Ungleichbehandlung" des TuS Ferndorf im Vergleich zu allen ähnlichen Ereignissen im deutschen Profisport in den letzten Wochen und führte dazu mehrere Beispiele an. Außerdem monierte Stenger, dass es diesbezüglich keine Gesprächsbereitschaft des Kreisgesundheitsamtes gebe und alle Versuche des TuS Ferndorf, sich mit den Verantwortlichen seitens der Behörde im Kreis Siegen-Wittgenstein an einen Tisch zu setzen, komplett ins Leere gelaufen seien. Auch die Handball Bundesliga habe sich über das Vorgehen der Behörde in Siegen-Wittgenstein "sehr erstaunt" gezeigt und angemerkt, dass es "deutschlandweit einmalig sei, dass so verfahren werde". Trotzdem hegt der TuS Ferndorf noch die Hoffnung, dass im Falle weiterer negativer Corona-Testergebnisse ein Einlenken zugunsten des Handballsports noch möglich sei.

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