31:24-Erfolg der Turner in Cottbus

SKV als Gruppenerster zum TV Wetzgau

Der Brite Courtney Tulloch war mit 8 Punkten der beste Scorer der Siegerländer KV beim 31:24-Sieg in Cottbus.

Der Brite Courtney Tulloch war mit 8 Punkten der beste Scorer der Siegerländer KV beim 31:24-Sieg in Cottbus.

krup Cottbus. Die Siegerländer Kunstturn-Vereinigung (SKV) steht im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft – und das als Gruppensieger! Die heimische Riege entschied auch das dritte und letzte Duell der Gruppe A in der 1. Bundesliga der Männer beim SC Cottbus mit 31:24 (Gerätewertung 7:5) für sich und zog in die Vorschlussrunde ein. Hier tritt die SKV am 21. November beim TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau an.

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Halbfinale nach zwei Geräten perfekt

In der Lausitz-Arena in Cottbus hatten die Siegerländer ihr primäres Ziel bereits nach den ersten beiden Geräten erreicht: Am Boden setzten sie sich mit 8:2 durch, danach am Seitpferd hauchdünn mit 7:6, nachdem der 36-jährige Slowene Saso Bertoncelj im letzten Duell drei Score-Punkte erobert hatte – deren zwei hätten bereits gereicht, um den Halbfinal-Einzug schon zu diesem frühen Zeitpunkt des Wettkampfs im Osten Deutschlands unter Dach und Fach zu bringen. „Wir wollen aber gewinnen, und das wird noch ein hartes Stück Arbeit“, erstickte freilich SKV-Vorstandsmitglied Horst-Walter Eckhardt die aufkeimende Euphorie sofort im Keim. Die Begründung dafür lag auf der Hand: Man wollte in der Vorschlussrunde unbedingt dem Deutschen Vizemeister TG Saar aus dem Weg gehen, was letztlich auch gelang.

„Es war ganz wichtig, dass wir auch diesen Wettkampf gewonnen haben, denn man hat ja gesehen, was Straubenhardt mit Frankfurt gemacht hat“, spielte SKV-Präsident Reimund Spies darauf an, dass im Falle einer deutlichen Niederlage (2:10 Gerätepunkte oder höher) auch der 2. Platz in der Gruppe weg gewesen wäre.

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„Nach einer solch langen Anreise muss man immer erst die nötige Spannung für einen solchen Wettkampf aufbauen, das ist unserer Mannschaft letztlich gelungen. Unser Ausländer-Duo Tulloch/Bertoncelj hat sich stabilisiert, insgesamt hat das Team erkennen lassen, dass man das Ziel Gruppensieg unbedingt durchziehen will“, so Spies. An den Ringen versuchten die Lausitzer nochmal alles, um dem Wettkampf eine Wende zu geben. Courtney Tulloch unterstrich jedoch ein Weiteres Mal, dass er an seinem Paradegerät absolut souverän agiert – mit einem 4:0-Score hielt er die Gastgeber auf Abstand, die SKV ging mit einer 20:14-Führung in die Pause.

Am Sprung hätte die Geschichte nochmal kippen können, da sowohl Philipp Herder als auch Andreas Jurzo beim Abgang patzten – Herder hatte freilich das Glück, das sein direkter Konkurrent Leonard Prügel nach der Landung fast bis zur Hallenwand rollte – null zu null.

Vorentscheidung durch Sieg am Barren

Am Barren arbeiteten Fabian Lotz, Dario Sissakis und Philipp Herder eine 6:0-Führung für die SKV heraus, damit war der Wettkampf de facto entschieden, auch wenn Daniel Uhlig durch seinen Sturz beim Abgang einen noch höheren Gerätesieg vergab. Die durchaus auftretenden Konzentrationsschwächen der Siegerländer blieben jedoch ohne größere Folgen, weil auch die Hausherren nicht fehlerfrei agierten.

Ins Reckturnen gingen die Siegerländer mit einer 30:19-Führung, die Fabian Lotz und Sebastian Bock mit sauberen Übungen absicherten. Auch das „Berlin-Duo“ Sissakis/Herder ließ nichts mehr anbrennen. Hier hätte Cottbus schon einen „Zehner“ benötigt, doch dafür hätte einer ihrer beiden letzten Athleten mindestens 6,05 Punkte mehr holen müssen als sein SKV-Duellant – angesichts der Leistungsdichte in der Bundesliga nahezu unmöglich.

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