"Abenteuer Österreich" schon vorbei

Patrick Helmes sucht neue Herausforderung

Patrick Helmes als Dirigent an der Seitenlinie: So stellt sich der Ex-Profi auch seine nähere Zukunft vor.

Patrick Helmes als Dirigent an der Seitenlinie: So stellt sich der Ex-Profi auch seine nähere Zukunft vor.

pm Köln. Nur ein Dreivierteljahr dauerte es, dann war das „Abenteuer Österreich“ für Patrick Helmes schon wieder vorbei. Zunächst als Co-Trainer der Bundesliga-Mannschaft, dann ausschließlich als Chefcoach der Drittliga-Reserve von Admira Wacker Mödling war der ehemalige Fußball-Nationalspieler aus Alchen tätig. Jetzt gaben private Gründe den Ausschlag für die Rückkehr nach Köln. „Es war eine tolle Zeit, aber die Familie steht über allem und da haben wir uns entschieden, den Weg zurück zu gehen“, so der zweifache Vater im SZ-Gespräch.

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In der Domstadt erlebte Helmes erfolgreiche Zeiten auf und neben dem Platz. Bei der Regionalliga-Reserve des „Effzeh“ arbeitete er sich nach seiner Spielerkarriere in der Saison 2016/17 vom Co-Trainer zum Chefcoach hoch, ehe es über Rot-Weiß Erfurt (Co-Trainer) und den Nachwuchs von Bayer Leverkusen (Trainer) nach Österreich ging.

"Meine Planung ist komplett ligaunabhängig"

Und wie geht es jetzt weiter? „Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich muss mich jetzt nach und nach sortieren und dann schauen wir, wie es beruflich weitergeht“, so Helmes. Das klingt wenig konkret, eine neue Anstellung als Trainer soll jedoch her. „Ich will das machen, worauf ich Lust habe. Deswegen ist meine Planung auch komplett ligaunabhängig. Als Trainer gibt es nicht die klassische Karriereleiter von der Regionalliga über die dritte in die zweite und erste Liga. Wenn ein Verein ein Konzept und Pläne hat, die mich interessieren, dann ist alles möglich“, erklärt der ehemalige Sportfreunde-Stürmer.

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Ein wenig Sorgen macht dem 37-jährigen Fußballlehrer die andauernde Corona-Pandemie, die auch ihren Teil zum Abschied aus Wien beigetragen hat. „Es ist im Moment als Berufssportler nicht leicht, wenn man nicht in einer den richtigen Ligen unterwegs ist. In Österreich haben wir mit Admira in der dritten Liga gespielt. Da sind zwar viele Profis, aber die Liga wird als höchste Amateurliga gesehen und pausiert deshalb. Deswegen war es zu Beginn super interessant und wir haben den besten Start seit zehn Jahren hingelegt, aber jetzt ging es nicht mehr weiter“, resümiert Helmes.

Geduld ist gefragt

Auch in Deutschland fehle vielen Vereinen im Graubereich zwischen Profi- und Amateursport zurzeit die Planungssicherheit. Zudem ruht der Ball auch in den höchsten Nachwuchsligen, in denen sich der Alcher nach eigener Auskunft ebenfalls ein erneutes Engagement vorstellen kann. „Deswegen wird es im Moment ganz sicher nicht leicht, etwas Neues anzufangen. Die Vereine und Sportler müssen erst wissen, woran sie sind. Dann kann auch besser für die Zukunft geplant werden“, ist Helmes bewusst, dass auf dem Markt derzeit Geduld gefragt ist.

Zurzeit habe er ohnehin mit dem „Papierkram“ für die Rückkehr genug zu tun. Eine neue Wohnung in der Rheinmetropole ist gefunden, eine große Hürde damit bereits angenommen. Bleibt abzuwarten, ob die Suche nach der nächsten Station einer abwechslungsreichen Karriere ebenso schnell beendet ist …

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