Kein Abbruch im Fußball-Verband

Saisonfortsetzung mit dem Rechenschieber?

Die Bezirksliga 5, in der zurzeit die SG Mudersbach/Brachbach (blaue Trikots) und der VfL Klafeld-Geisweid aktiv sind, könnte zum Problem werden. Sollte hier die Saison beendet werden, in der A-Kreisliga aber nicht, würde das kreisliche Oberhaus durch Absteiger noch einmal "aufgebläht".

Die Bezirksliga 5, in der zurzeit die SG Mudersbach/Brachbach (blaue Trikots) und der VfL Klafeld-Geisweid aktiv sind, könnte zum Problem werden. Sollte hier die Saison beendet werden, in der A-Kreisliga aber nicht, würde das kreisliche Oberhaus durch Absteiger noch einmal "aufgebläht".

geo Siegen/Kaiserau. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hat am Montagmittag auf einer Video-Pressekonferenz mit 50 teilnehmenden westfälischen Medienvertretern die Modalitäten einer Saison-Fortsetzung im Fußball erörtert. Wichtigste - und keinesfalls neue - Erkenntnis: Ein Abbruch der Saison ist aufgrund der Spielordnung des Westdeutschen Fußball-Verbandes (bindend für Westfalen, Mittelrhein und Niederrhein) nicht möglich, und es wird ihn daher auch nicht geben!

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Entscheidend sind die "50 Prozent"

Stattdessen gilt die Marschroute: Sollte die Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen einen Trainings- und Spielbetrieb ermöglichen, müssen die spielleitenden Stellen jede einzelne Spielklasse in Augenschein nehmen. Solange es rechnerisch möglich ist, bis zum 30. Juni in einer Spielklasse mindestens 50 Prozent aller Spiele auszutragen, wird gespielt und gewertet. Erst wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist, auf diese numerischen 50 Prozent zu kommen, hat die spielleitende Stelle die Möglichkeit, die Saison zu annullieren.

Aktuell gilt die NRW-Corona-Schutzverordnung bis 18. April einschließlich. Bis dahin ist kein Trainings- oder Spielbetrieb im Fußball erlaubt. Sollte sich dies ab 19. April ändern, wäre nach Meinung von  FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders ein Spielstart ab 16. Mai,  ggf. auch schon drei Tage früher (Himmelfahrt, 13. Mai) möglich. In der Pressekonferenz klang durch, dass bei einer solchen Konstellation in vielen Spielklassen (Frauen, Jugend, einige Kreisligen) die 50-Prozent-Regel "durchaus noch machbar" sei. Dann würde die Tabelle nach der Quotientenregel erstellt. Selbst in einer Spielklasse wie der Oberliga Westfalen mit 21 Mannschaften wäre dies, so Schnieders, dann noch machbar. Allerdings plane man keine permanenten Englischen Wochen, da diese auch im Rahmenterminplan nicht vorgesehen seien.

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"Flickenteppich" droht

Freilich droht dann ein "Flickenteppich" im Fußball: Wird eine Spielklasse annulliert, gibt es in bzw. aus dieser Liga keine Auf- und Absteiger. Beispiel: in der Siegerländer A-Kreisliga mit ihren 19 Mannschaften könnte es sehr eng werden mit den 50 Prozent. Würde diese Klasse annulliert, jedoch in den beiden B-Kreisligen und in den Bezirksligen die Saison gewertet, gäbe es in der Saison 2021/2022 Aufsteiger aus der B-Kreisliga in die A-Kreisliga und Absteiger aus der Bezirksliga in die A-Kreisliga. Aus der A-Kreisliga selber hingegen würde keiner ab- und keiner aufsteigen.

Saisonstart am 15. August

Apropos: für die Saison 2021/2022 wurde am Montag bereits ein Startermin festgelegt: 15. August bei den Senioren, 28./29. August bei der Jugend.

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