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Brings und Beethoven-Orchester eröffnen Drive-in-Arena
Klassik-Kölsch-Rock in Olpe

Hereinspaziert in die Drive-in-Arena. Peter Brings und die Band debütierten am Freitagabend zusammen mit dem Beethoven-Orchester Bonn in Olpe.
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  • Hereinspaziert in die Drive-in-Arena. Peter Brings und die Band debütierten am Freitagabend zusammen mit dem Beethoven-Orchester Bonn in Olpe.
  • Foto: René Traut
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

anwe Olpe. So was hat die Welt noch nicht gesehen: Was eigentlich utopisch schien, nämlich, dass gleich ein ganzes Sinfonieorchester in Corona-Zeiten öffentlich ein Auto-Konzert - und das zusammen mit einer Rockband - gibt, machte nun die Brings Drive-in-Arena möglich: Das Beethoven-Orchester Bonn gab sich, quasi zur Weltpremiere des öffentlichen Auftritts eines Sinfonieorchesters in der Krise, auf dem Olper Hufnagel-Gelände die Ehre. Das Konzert am Freitagabend – zusammen mit den Möglichmachern, der Kultband Brings als Gast wie auch vielen lokalen Unterstützern nebst der Telekom – war der Startschuss für ein Musikfestival, das noch bis 5. Juli der gesamten Region viele weitere musikalische nationale wie auch lokale Leckerbissen servieren wird.

anwe Olpe. So was hat die Welt noch nicht gesehen: Was eigentlich utopisch schien, nämlich, dass gleich ein ganzes Sinfonieorchester in Corona-Zeiten öffentlich ein Auto-Konzert - und das zusammen mit einer Rockband - gibt, machte nun die Brings Drive-in-Arena möglich: Das Beethoven-Orchester Bonn gab sich, quasi zur Weltpremiere des öffentlichen Auftritts eines Sinfonieorchesters in der Krise, auf dem Olper Hufnagel-Gelände die Ehre. Das Konzert am Freitagabend – zusammen mit den Möglichmachern, der Kultband Brings als Gast wie auch vielen lokalen Unterstützern nebst der Telekom – war der Startschuss für ein Musikfestival, das noch bis 5. Juli der gesamten Region viele weitere musikalische nationale wie auch lokale Leckerbissen servieren wird.

Beethoven feiern mit Auto-Konzert

Da ausgerechnet im diesjährigen Beethoven-Jahr, zu Ehren seines 250. Geburtstags, krisenbedingt viele Veranstaltungen ausfallen mussten, hatte dieses Auto-Konzert nun eine ganz besondere Dimension. Und die äußerst gelungene, wenn auch vielleicht ungewöhnliche Melange zwischen Kölschem Rock und Klassik setzte noch einen obendrauf!

Dirk Kaftan dirigierte das Beethoven-Orchester

Smart eingeführt von Brings-Drummer Christian Blüm eröffnete das Beethoven-Orchester Bonn unter Dirigat von Dirk Kaftan denn mit Rossinis Ouvertüre zu "Wilhelm Tell“ fulminant den lauen Sommerabend und auf riesiger Bühne, visuell unterstützt von mehreren Videoscreens für das „volle“ Konzertfeeling. Kaftan ließ wissen, dass das Orchester unter normalen Umständen erst tags zuvor von einer Asientour zurückgekehrt wäre, aber so würde man halt musikalisch auf die Reise durch Europa gehen. In einem, so Kaftan, „emotionalen Querschnitt Spaniens“ folgte die „Carmen Suite No. 1“. Weiter ging es nach Frankreich, und Mikhail Ovrutsky brillierte solistisch überzeugend auf seiner Violine in Massenets „Méditation de Thaïs“, bevor man die Brücke hinüber zu den Kölsch-Rockern von Brings schlug. Geboren aus der Idee, Klassik mit Rock zu verbinden, die Dirk Kaftan mit Peter Brings zusammen entwickelt hatte, gab es mit Schostakowitschs „Walzer aus der Jazz-Suite Nr. 2“ ein russisches, echtes Crossover-Stück zu genießen, und für den vollen Hör- und Sehgenuss konnten sich die zahlreichen Zuschauer aus ihren Auots sogar über „Zoom“ mit dazuklicken.

Brings natürlich im Tartan-Look

Mit „Schlaf gut, mein Herz“ erweichten Peter Brings (Gesang), Stephan Brings (Bass), Harry Alfter (Gitarre), Kai Engel (Keys), Christian Blüm (Drums) und Posaunist Michael Theissing-Tegeler, traditionell in Royal-Stewart-Tartan gewandet, nicht nur die Herzen der weiblichen Fans, deren Autokennzeichen sie als aus allen Ecken der Region und sogar aus Köln angereist offenbarten. Mit „Éljen a Magyar“, Strauss‘ Liebeserklärung an das ungarische Temperament, und Beethovens „Die Ruinen von Athen“ ging die musikalische Europa-Reise weiter.

Die 5. Sinfonie mit der Hupe

Mitmachen hieß es für die Zuschauer nicht nur bei der „5. Sinfonie von Beethoven“, die, dirigiert von Dirk Kaftan, die ersten Akkorde mit der Hupe rhythmisch begleiteten. Auch Screen-Aufforderungen zur „Warnblinker-Party“ oder zum „Stoßdämpfer-Test“ kam man nur allzu gern nach, Hygieneregeln folgend oft sogar mit karierten Fan-Schutzmasken.

Party „su lang mer noch am Lääve sin“

Großes Brings-Livekonzert-Kino gab es natürlich ebenfalls, und mit „Liebe gewinnt“, „Halleluja“ und „Su lang mer noch am Lääve sin“ wie auch „Polka, Polka, Polka“ rissen die Kölner auch den Letzten zum kollektiven Mitschunkeln, Mitsingen und Mitklatschen aus dem Autositz. Und das Beethoven-Orchester Bonn konnte sogar Karneval und brachte das Publikum mit „Wir kommen alle in den Himmel“ und „Heidewitzka, Herr Kapitän“ zum Singen, bevor mit den Zugaben „Kölsche Jong“ und „Lommer heim jon“ die restlos begeisterten Fans mit der Konfetti-Kanone in die weite Sauerländer Welt entlassen wurden. Ein faszinierender Konzertabend!

Die nächsten Termine in der Brings Drive-in-Arena:

  • Sonntag, 28.6., 19.30 Uhr: Paveier
  • Freitag, 3.7., 19.30 Uhr: Das Zusatzkonzert von Brings fällt laut Veranstalter aus.
  • Samstag, 4.7., 19.30 Uhr: Brings
  • Sonntag, 5.7., 12 n Uhr: Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Olpe (Eintritt frei)
  • Sonntag, 5.7., 19.30 Uhr, Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten – Das Original

Tickets gibt es hier.

Autor:

Redaktion Kultur

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