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Ulrike Wesely für vielfältigen Einsatz zur Förderung der Kultur geehrt
Preis mit Verspätung

Landrat Theo Melcher (l.), Laudatorin Susanne Falk (2. v. r.) und Ausschussvorsitzender Michael Hecken (r.) mit der frisch gekürten Kulturpreisträgerin des Kreises Olpe, Ulrike Wesely.
  • Landrat Theo Melcher (l.), Laudatorin Susanne Falk (2. v. r.) und Ausschussvorsitzender Michael Hecken (r.) mit der frisch gekürten Kulturpreisträgerin des Kreises Olpe, Ulrike Wesely.
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  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

win Olpe/Silberg. Mit einem Jahr Verspätung hat am Mittwoch Ulrike Wesely den Kulturpreis des Kreises Olpe erhalten. Der Corona-Krise geschuldet, war die eigentlich 2020 fällige Verleihung des ihr zuerkannten Preises um ein Jahr verschoben worden – verbunden mit der Folge, dass es andere Personen waren, die die Übergabe vollzogen.
Michael Hecken (CDU) begrüßte als Vorsitzender des für kulturelle Themen zuständigen Fachausschusses des Kreistags die Gäste im großen Sitzungssaal – ein Jahr früher wäre es noch sein Parteifreund Wolfgang Hesse gewesen.
Mehrere frühere Preisträger zu GastHecken wies darauf hin, dass die Pandemie auch hier Folgen gezeigt hätte, die „nicht nur das soziale Leben, sondern auch die Kultur eingeschränkt hatten“.

win Olpe/Silberg. Mit einem Jahr Verspätung hat am Mittwoch Ulrike Wesely den Kulturpreis des Kreises Olpe erhalten. Der Corona-Krise geschuldet, war die eigentlich 2020 fällige Verleihung des ihr zuerkannten Preises um ein Jahr verschoben worden – verbunden mit der Folge, dass es andere Personen waren, die die Übergabe vollzogen.
Michael Hecken (CDU) begrüßte als Vorsitzender des für kulturelle Themen zuständigen Fachausschusses des Kreistags die Gäste im großen Sitzungssaal – ein Jahr früher wäre es noch sein Parteifreund Wolfgang Hesse gewesen.

Mehrere frühere Preisträger zu Gast

Hecken wies darauf hin, dass die Pandemie auch hier Folgen gezeigt hätte, die „nicht nur das soziale Leben, sondern auch die Kultur eingeschränkt hatten“. Anfangs sei die Kultur gar als „nicht systemrelevant“ eingestuft worden, doch „in Zeiten des Social Distancing haben wir schnell gemerkt, wie wichtig es in Wirklichkeit ist“.
Hecken freute sich, dass mehrere der Träger des 1979 erstmals und alle drei Jahre verliehenen Kulturpreises gekommen waren, um der Übergabe beizuwohnen, etwa Günter Becker (1996), Marlies Backhaus (2008) und Klaus Droste (2014).
Im vorigen Jahr wäre es Landrat Frank Beckehoff gewesen, der die Übergabe der Urkunde vollzogen hätte – auch hier gab es bekanntlich einen Wechsel, sodass Theo Melcher es war, der die „großen Verdienste um die Kulturszene“ der gebürtigen Albaumerin würdigte, die aus einer Musikerfamilie entstammt, in Köln Gesang und Theater studierte, Lehrerin wurde und „zur Familienbildung zurück ins Sauerland“ gekehrt sei, genauer: nach Silberg.

Kultur macht
Wir-Menschen
statt Ich-Menschen.
Ulrike Wesely
Kulturpreisträgerin

Dort baute sie den Verein „Musik und Theater“ auf, abgekürzt „MuT“. Melcher würdigte das „bunte Angebot an unterschiedlichen Spielstätten“, bis das ehemalige Gut Schrabben-Hof zum Zentrum der Arbeit geworden sei. Insbesondere das Jugendprogramm des Vereins sei beispielhaft, das sogar zum außerschulischen Lernen genutzt werde.

Schrabben-Hof „kein Klein-, sondern Großod“

Als Laudatorin sprach Kreisheimatpflegerin Susanne Falk. Sie betonte, ein Kulturpreis sei „nichts Abgehobenes, sondern sehr nah am Menschen. Kultur ist alles, was mit Menschen zu tun hat. Sie ermöglicht jedem, sich neu zu erfinden und Ulrike Wesely hat gezeigt, dass das auch im Sauerland geht und sogar in Silberg“.
Die Preisträgerin sorge dafür, dass im Schrabben-Hof viele Welten zusammenkommen können als Künstlerin, Kulturmacherin und Kulturmanagerin. Der Schrabben-Hof sei „kein Klein-, sondern sogar ein Großod geworden“. Die Kraft schöpfe Ulrike Wesely nicht nur bei Familie, Freunden und Unterstützern, sondern „auch aus ihrer großen Liebe zu den Menschen“.

„Baff, was ich alles gemacht habe“

In einer kurzen Ansprache nutzte die Preisträgerin vor allem ihre Zeit, um vielen Mitstreitern großen Dank auszusprechen. Angesichts der lobenden Worte sei sie „baff, was ich alles gemacht habe“. Sie hoffe, der Preis werde ihr „noch einige Türen öffnen, die mir bisher verschlossen sind“. Sie sei überzeugt, das Richtige zu tun, denn „Kultur macht Wir-Menschen statt Ich-Menschen“. Mit langem Applaus wurde die Preisverleihung beschlossen, die musikalisch von Michael Nathen (Flügel) und Esther Delport (Geige) umrahmt wurde – selten als Duo zu hören, bilden sie normalerweise mit Ulrike Wesely (Cello und Gesang) das „Trio Blond“.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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