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Philharmonie Südwestfalen spielt 19 Schulkonzerte
Vivaldis "Vier Jahreszeiten" für 10 000 Kinder

Durch die vier Jahreszeiten ging es mit Musik von Antonio Vivaldi, der Philharmonie Südwestfalen, Konzertmeisterin Evgenia Gelen und Dirigent Gerard Oskamp.
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  • Durch die vier Jahreszeiten ging es mit Musik von Antonio Vivaldi, der Philharmonie Südwestfalen, Konzertmeisterin Evgenia Gelen und Dirigent Gerard Oskamp.
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zel Olpe. Claudia! Also, die hört ja gar nichts unter ihren Kopfhörern. Noch dazu ist sie in ein Buch vertieft und murmelt vor sich hin. Was hat sie gesagt? Vivaldi? Noch mal rufen: Claudiaaaa! Das Konzert geht jetzt los!!! Und für das Schulkonzert, das am Donnerstag gleich zweimal in der Stadthalle in Olpe stattfand, wird Frau Runde doch gebraucht. Sie nimmt die Grundschulkinder der dritten und vierten Klassen im Saal nämlich mit in eine andere Zeit, an einen anderen Ort: Wir sind 300 Jahre früher, und wir sind in Venedig. Es soll um Antonio Vivaldi gehen, einen Komponisten, der Bilder mit Musik malen konnte.

zel Olpe. Claudia! Also, die hört ja gar nichts unter ihren Kopfhörern. Noch dazu ist sie in ein Buch vertieft und murmelt vor sich hin. Was hat sie gesagt? Vivaldi? Noch mal rufen: Claudiaaaa! Das Konzert geht jetzt los!!! Und für das Schulkonzert, das am Donnerstag gleich zweimal in der Stadthalle in Olpe stattfand, wird Frau Runde doch gebraucht. Sie nimmt die Grundschulkinder der dritten und vierten Klassen im Saal nämlich mit in eine andere Zeit, an einen anderen Ort: Wir sind 300 Jahre früher, und wir sind in Venedig. Es soll um Antonio Vivaldi gehen, einen Komponisten, der Bilder mit Musik malen konnte.

Gerard Oskamp leitet das Orchester

Dirigent Gerard Oskamp im Gespräch will Claudia Runde mit ins Konzert holen.
  • Dirigent Gerard Oskamp im Gespräch will Claudia Runde mit ins Konzert holen.
  • Foto: Kai Osthoff
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Musikpädagogin Claudia Runde – später erfahren wir, dass sie in Münster wohnt und dass es dort nicht so ein schöner Winter war wie in Olpe – zeigt ein Bild von Vivaldi auf der Leinwand hinter dem Orchester. Das ist die Philharmonie Südwestfalen. Aber nicht alle Musiker/-innen sind in diesen Tagen bei den 19 Konzerten in den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe, Altenkirchen und Lahn-Dill mit dabei. Es sind diesmal die Streichinstrumente, die benötigt werden, um Antonio Vivaldis „Jahreszeiten“ zu spielen: Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass. Der niederländische Dirigent Gerard Oskamp leitet das Orchester und unterhält sich mit Claudia Runde. Im Gespräch gehen die beiden mit den Kindern durch das klingende Jahr.

Die Kinder singen den "Frühling" 

Und die Kinder gehen mit ihnen! Sie gehen mit schon beim ersten Lied, denn mit ihren Lehrerinnen und Lehrern haben sie sich schon sehr gut vorbereitet auf das, was in der nächsten Stunde passieren soll. Sie haben einen Text gelernt, den Claudia Runde zur Melodie des „Frühlings“ geschrieben hat. An den werden sie sich vermutlich noch lange erinnern, wenn sie das Stück noch einmal hören: „Der Frühling kehrt zurück. Was ist das für ein Glück. Die Sonne wieder lacht … “

Evgenia Gelen spielt die Solo-Geige

Durch die Jahreszeiten geht es in den diesjährigen Schulkonzerten mit der Philharmonie Südwestfalen, Konzertmeisterin Evgenia Gelen. Es gibt Teile zum Zuhören und Teile zum Mitmachen für das junge Publikum.
  • Durch die Jahreszeiten geht es in den diesjährigen Schulkonzerten mit der Philharmonie Südwestfalen, Konzertmeisterin Evgenia Gelen. Es gibt Teile zum Zuhören und Teile zum Mitmachen für das junge Publikum.
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Und nicht nur diesen Text können die meisten gut mitsingen, immer mal wieder ist Mitmachen angesagt. Zwischendrin hört das Publikum mal nur zu, was Konzertmeistern Evgenia Gelen auf der Solo-Geige zusammen mit dem ganzen Orchester spielt (wenn die tiefen Streicher nicht gerade ein Nickerchen machen). Dann sind die Kinder wieder gefragt: Sie haben ein paar Choreografien einstudiert, die sie – zusammen mit Claudia Runde auf der Bühne – gut auf ihren Plätzen „performen“ können: Im heißen „Sommer“ wischen sie sich den Schweiß von der Stirn und denken an leckeres Eis.
Es regnet, es kommt ein Sommergewitter, im „Herbst“ stehen alle auf und feiern ein fröhliches Fest, weil sie die Ernte eingebracht haben. Tatsächlich hört sich die Solo-Geige an, als hätte die Musikerin, die sie spielt, ein bisschen viel Wein getrunken! Jetzt muss sie erstmal schlafen. Dann kehrt das Motiv zurück und damit auch die Bewegung im Publikum. Auch auf der Leinwand ist jetzt Bewegung: Gerard Oskamp und das Orchester spielen eine Gavotte von Edvard Grieg, und im Film kann man gut erkennen, wie die Menschen zu Vivaldis Zeiten gekleidet waren und wie sie getanzt haben.

Claudia Runde schmückt den Jahreszeitenbaum

Claudia Runde schmückt den Jahreszeitenbaum.

Der Jahreszeitenbaum am linken Bühnenrand ist schon gut gefüllt, etwa mit bunten Vogelfedern und einer Blumengirlande. Was jetzt noch fehlt, sind eine Schneeflocke und Eis, die für den „Winter“ stehen. Ein Junge aus dem Publikum darf Claudia Runde helfen, den Baum mit Watte-Schnee zu schmücken. Und wie klingt der „Winter“? Wenn die Musiker/-innen mit dem Bogen ganz nah am Steg über die Saiten streichen, klingt es tatsächlich richtig klirrend kalt!
„Eisige Kälte, eisige Kälte“, sagen die Kinder und reiben sich die frierenden Hände. Sie machen eine Schneeballschlacht und wagen sich aufs Eis – jetzt bloß nicht hinfallen! Das ist ja gerade noch mal gut gegangen! Der Jahreszeitenbaum leuchtet, das Jahr ist um, und damit auch das Konzert. Ein großer Applaus geht an alle, die zum Gelingen des schönen Konzerts beigetragen haben: die Philharmonie, den Dirigenten, Claudia Runde und die Lehrerinnen und Lehrer, ohne deren Hilfe das Ganze nicht zu einem so schönen Erlebnis geworden wäre.

Mit einem Tango zurück ins Heute

Oh: doch noch nicht zu Ende! Damit wir nicht in der Zeit vor 300 Jahren hängenbleiben, beamt das Orchester den Saal zurück in unsere Zeit: mit einem Tango von Ramiro Gallo aus Argentinien. Dort ist jetzt übrigens Herbst. Und wie der klingt, wissen wir ja jetzt!

Autor:

Regine Wenzel (Redakteurin) aus Siegen

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