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Kreis Olpe stemmt Pacht-Ausfall
100.000 Euro für Hohe Bracht

Nicht alle Fraktionen sind begeistert davon, die Hohe Bracht mit einer so hohen Summe zu unterstützen.
  • Nicht alle Fraktionen sind begeistert davon, die Hohe Bracht mit einer so hohen Summe zu unterstützen.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

win Attendorn/Hohe Bracht. Alljährlich zahlt der Kreis Olpe aus seinem Haushalt 50.000 Euro an seine Tochterfirma, die Vermögensverwaltungsgesellschaft (VVG). „Diesen Zuschuss zahlt der Kreis Olpe, um die Erhaltung der Hohen Bracht als Wahrzeichen des Kreises Olpe und die Fortführung als touristische Einrichtung nachhaltig zu gewährleisten“, formuliert die Kreisverwaltung. Die VVG kann durch dieses Geld den Turm samt angeschlossener Gastronomie zu einem Preis verpachten, der es für einen Pächter attraktiv macht, ihn zu bewirtschaften. Zum Ausgleich Corona-bedingter Finanzschäden wird dieser Betrag nun einmalig verdoppelt.

win Attendorn/Hohe Bracht. Alljährlich zahlt der Kreis Olpe aus seinem Haushalt 50.000 Euro an seine Tochterfirma, die Vermögensverwaltungsgesellschaft (VVG). „Diesen Zuschuss zahlt der Kreis Olpe, um die Erhaltung der Hohen Bracht als Wahrzeichen des Kreises Olpe und die Fortführung als touristische Einrichtung nachhaltig zu gewährleisten“, formuliert die Kreisverwaltung. Die VVG kann durch dieses Geld den Turm samt angeschlossener Gastronomie zu einem Preis verpachten, der es für einen Pächter attraktiv macht, ihn zu bewirtschaften. Zum Ausgleich Corona-bedingter Finanzschäden wird dieser Betrag nun einmalig verdoppelt.

Nicht der Pächter wird gefördert

Wie andere gastronomische Unternehmen sei auch die Hohe Bracht durch die Covid-19-Pandemie stark betroffen mit kompletter Schließung und dem Ausfall zahlreicher Veranstaltungen „mit der Folge, dass die Geschäftsgrundlage für die Berechnung und Bemessung der Pacht weggefallen ist“.
Landrat Theo Melcher betonte gegenüber den Kreistagsmitgliedern, es gehe nicht nicht darum, den Pächter zu fördern, sondern, die der VVG entfallende Pacht zu kompensieren. Fred Hansen (Grüne) sah das anders: „Wir subventionieren wieder einmal die Hohe Bracht. Angesichts hoher jährlicher Zuschüsse, die wir auf Dauer zahlen müssen, ist das eigentlich nicht mehr zumutbar. Es ist ein Betrieb, der sich durch nichts von anderen gastronomischen Betrieben im Kreis unterscheidet, und wir sind da extrem freigiebig in der Vergabe von Zuschüssen. Was, wenn sich andere Gastronomen melden und auch Subventionen einfordern?“

Alle werden gleich behandelt

Hansen rief in Erinnerung, dass die Grünen vorgeschlagen hatten, statt einer Sanierung der Gastronomie aus der Hohen Bracht ein Umwelt-Tagungszentrum zu machen. „Was wir vorhatten, war auch zuschussabhängig, aber es wäre gemeinnützig gewesen.“ Theo Melcher erwiderte, der Pächter werde nicht bessergestellt als irgendein anderer Pächter. Auch andere Eigentümer verzichteten derzeit auf Pacht, um nach dem Ende der Corona-Krise weitermachen zu können und keinen neuen Pächter suchen zu müssen.

Gebäude muss instand gehalten werden

„Leerstehen lassen können wir die Liegenschaft nicht. Wir haben jetzt dort einen kreativen, innovativen Pächter, der bewiesen hat, was er dort bewerkstelligen kann.“ Das Gebäude sei denkmalgeschützt, „und wir mussten es instand halten. Wenn Sie einen solventen Käufer finden, kann ich mir vorstellen, dass ein Großteil des Kreistags gern zustimmen würde, es zu veräußern“, was er aber für so gut wie unmöglich halte.
Gegen die sechs Stimmen der Grünen votierten CDU, SPD, UWG, FDP, AfD und Linke für die Beschlussvorlage der Verwaltung.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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