22 neue Mitglieder aufgenommen

Mit dem St.-Josef-Schützenverein geht es aufwärts / Zufrieden mit Hünsborner Musikern

dos Rehringhausen. Die Mitgliedschaft im Schützenverein St. Josef Rehringhausen macht Spaß. Diesen Eindruck erhielt der journalistische Beobachter der Generalversammlung jedenfalls am Samstag im Gasthof Püttmann. Mit Mühe war noch ein Platz im gut gefüllten Versammlungssaal zu ergattern. 22 neue Mitglieder, nicht nur aus Rehringhausen und Stachelau, sondern vermehrt auch aus dem Olper Stadtgebiet, wurden im Laufe des Abends in den Verein aufgenommen. Und gleich fünf Kandidaten stellten sich für den Posten des »Offiziers zur besonderen Verwendung« zur Wahl, wo es andernorts oft mühsam ist, Vorstandspersonal zu werben.

Der Vorsitzende, Ralf Sondermann, bezeichnete die Verpflichtung des Musikvereins Hünsborn für das Schützenfest des vergangenen Jahres als Glücksgriff, der noch in guter Erinnerung sei. Nach negativen Erfahrungen 2001 sei es schön, wieder etwas Erfreuliches berichten zu können. »Wir sollten das Unsere dazu beitragen, dass es auch so bleibt«. Sondermann kündigte an, mit dem Hünsborner Musikverein mündlich schon eine Verlängerung der Zusammenarbeit bis ins Jahr 2004 abgesprochen zu haben. Schriftführer Rüdiger Schnüttgen erinnerte im Jahresrückblick auf 2002 an gemeinsame Festivitäten wie den karnevalistischen Schützenball, das Fußballturnier in Stachelau, die Meilertage und das erfolgreiche Schützenfest, das gezeigt habe, dass der positive Trend ungebrochen sei. Aber Schnüttgen schlug rückblickend auch ernste Töne an: »Wir haben in einem Jahr der Wechselbäder, das geprägt war von Ereignissen wie der Flut, der Furcht vor dem Krieg, Arbeitslosigkeit und dem Terror gemeinsam viel erreicht. In den 103 Jahren des Bestehens des St.-Josef-Schützenvereins gab es immer wieder ein Auf und Ab, und wir sollten in diesen Zeiten näher zusammen rücken und keinen außen vor lassen.«

Bei den Vorstandswahlen wurde Rüdiger Schnüttgen nach einer ersten verkürzten Amtszeit nun für drei Jahre wiedergewählt. Auch Oberst Philipp Hammecke, der seit 1994 diesen Posten bei den St.-Josef-Schützen besetzt, erhielt das Vertrauen der Versammlung. Schon seit 1971 ist Hammecke im Vorstand aktiv. Die Entscheidung des Vereins aus dem Jahr 2000, das 21-köpfige Offizierskorps um einen dritten Königsoffizier zu erweitern, hat sich als sehr positiv herausgestellt, wie Ralf Sondermann erklärte. Er dankte Berthold Nies für die bis dato geleistete Arbeit und gratulierte auch ihm zur Wiederwahl.

Fahnenoffizier Walter Vitt wurde ebenfalls für einen Zeitraum von weiteren drei Jahren im Amt bestätigt. Nur Major Meinolf Nies stellte sein Amt schweren Herzens aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Sondermann dankte auch ihm herzlich für die vielfältige Unterstützung der St.-Josef-Schützen in seiner Zeit als Hauptmann und Major. Auf den freigewordenen Majors-Posten wird Hauptmann Hubertus Rademacher nachrücken. Vom »Offizier zur besonderen Verwendung« zum Hauptmann kann so Thomas Kay aufsteigen. Und die so wiederum vakant gewordene Offiziersposition wurde in der Generalversammlung zur Wahl gestellt. Für den »prima Einstiegsposten in den Vorstand«, wie Sondermann augenzwinkernd für die Aufgabe warb, stellten sich fünf Schützenbrüder zur Verfügung. In einer geheimen Kampfabstimmung erhielt Hubert Kraft 28 der 77 gültigen Stimmen und damit eine klare Mehrheit.

Laut Satzung gehört nicht nur die Ausrichtung des Schützenfestes zu den Aufgaben der St.-Josef-Schützen. Auch der Dorfpflege und des guten Miteinanders sollen die Schützen sich annehmen. Und die Rehringhauser nehmen diese Verpflichtung ernst. Im vergangenen Jahr hat das Dorf – nicht zuletzt durch den Arbeitseinsatz der Schützen – beim Stadt- und beim Kreiswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft« hervorragende Plätze belegt und darf in diesem Jahr am Landeswettbewerb teilnehmen. Um Rehringhausen für den Besuch der Landeskommission im Sommer herauszuputzen, wollen die Schützen Hecken schneiden und an der Dorfremise, einem gemeinsamen Lagerschuppen der örtlichen Vereine, arbeiten. Auch die über 30 Jahre alten Toilettenanlagen auf dem Schützenplatz sollen in diesem Jahr grunderneuert werden. Für den Kauf neuer Keramik und Fliesen gewährte die Versammlung dem Vorstand einen Betrag von 4000e.

Außerdem gaben die Schützen Schießmeister Andreas Schnüttgen grünes Licht für die Anschaffung eines Waffenschrankes im Wert von 700e. Diese Sicherheitsmaßnahme ist durch die Änderung des Waffengesetzes im vergangenen Jahr notwendig geworden.

Das Schützenfest wird vom 8. bis zum 10. August stattfinden. Lothar Vock aus Lütringhausen übernimmt die Festwirtschaft. Der Musikverein Hünsborn ist gemeinsam mit dem Tambourcorps Olpe für die Festmusik verantwortlich. Da das Kinderschützenfest in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, werden sich die Schützen für den Fest-Freitag noch etwas Besonderes einfallen lassen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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