Baustelle in Olpe
8 Meter tiefe Löcher für das neue Rathaus

Im Vordergrund die Holzkästen, in denen die Bohrkerne verpackt werden, bevor diese zur Untersuchung geschickt werden. 8 Meter tief sind die Bohrungen, die derzeit auf dem Olper Bahnhofsgelände niedergebracht werden.
  • Im Vordergrund die Holzkästen, in denen die Bohrkerne verpackt werden, bevor diese zur Untersuchung geschickt werden. 8 Meter tief sind die Bohrungen, die derzeit auf dem Olper Bahnhofsgelände niedergebracht werden.
  • Foto: win
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

win Olpe. Ein Großbohrgerät schraubt sich derzeit auf dem Schotterplatz zwischen dem ehemaligen Empfangsgebäude des Olper Bahnhofs und der Innenstadt-Entlastungsstraße langsam, aber sicher in den Boden. 8 Meter tief werden die Löcher, die ein Spezialunternehmen aus Zell an der Mosel in den Grund absenkt. Sechs solcher Löcher werden gebohrt, und sie haben eine Doppelfunktion: Zum einen gewinnen die Spezialisten Bohrkerne, die nähere Informationen über Bodenbeschaffenheit und -belastung geben, zum anderen werden, sollten die Bohrungen auf Wasser stoßen, Brunnen angelegt.
Das Ganze dient der Vorbereitung zum Bau des neuen Rathauses. Drei der Bohrungen werden auf dem Schotterplatz entstehen, auf dem einst die Rangiergleise des Bahnhofs lagen, anschließend geht es auf der andere Seite weiter, dem ehemaligen Busbahnhof, wo ein Kleinbagger bereits Verbundpflaster beiseitegeschafft hat, um Platz für die Bohrer zu schaffen.

Gewinner des Architektenwettbewerbs bleiben geheim

Auftraggeberin der Arbeiten ist die Stadtverwaltung, die hier aber nur Zuarbeit leistet: Die Ergebnisse der Untersuchungen gehen an den AAV, ursprünglich „Abfallentsorgungs- und Altlastensanierungsverband Nordrhein-Westfalen“, der inzwischen nur noch unter seiner ursprünglichen Abkürzung auftritt und offiziell nun „Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung“ heißt.
Dieser sondergesetzliche Verband mit Sitz in Hattingen kümmert sich um die Aufbereitung von Brachflächen, die zuvor industriell oder gewerblich genutzt wurden. Er tritt meist als Maßnahmenträger für Kommunen auf und trägt den Löwenanteil der Sanierungskosten solcher Flächen.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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