88 neue Bauplätze am Bratzkopf

Neubaugebiet könnte ab 2006 bebaut werden / 11,2 Hektar gehören bereits der Stadt

win Olpe. Die Liste der Bauwilligen, die im Rathaus der Stadt Olpe geführt wird, ist lang. Weniger die Ortsteile denn die Stadt selbst ist – Baukrise hin, darniederliegende Konjunktur her – nach wie vor gefragt. Rund 200 Anfragen zählt das Liegenschaftsamt. Bauplätze sind aber rar. Das Neubaugebiet Kimicker Berg ist voll. Doch Besserung ist in Sicht. 88 Bauplätze sollen im Neubaugebiet »Bratzkopf II«–geschaffen werden. Gestern trafen sich die Mitglieder des Ausschusses Planen, Bauen, Umwelt, Mitarbeiter des Baudezernats und Anwohner auf dem in Frage kommenden Gelände, derzeit landwirtschaftlich genutzter Fläche zwischen der Straße Am Bratzkopf, der Straße An den Klippen und der Königsberger Straße.

»Bis auf drei oder vier Flächen«, so Technischer Beigeordneter Bernd Knaebel, gehören die Grundstücke bereits der Stadt. Und auch wenn die noch ausstehenden Flächen nicht veräußert werden sollten, könne die Erschließung erfolgen. Das Neubaugebiet soll über eine neue Straße vom Bratzkopf aus angebunden werden, vorgesehen ist ein Mini-Kreisel. Nur für Fußgänger ist ein Weg von der Einmündung Königsberger Straße geplant, eine für Fahrzeuge nutzbare Straße, da waren Ausschussmitglieder und Anwohner einig, würde hier zu Chaos führen. Eine weitere Anbindung soll an die Klippen gebaut werden, diese, so Knaebel, werde aber gesperrt und nur in Notfällen, etwa Kanalarbeiten an der eigentlichen Zuwegung, geöffnet.

Überwiegend sollen die zwischen 450 und – bei Eckgrundstücken – 800 Quadratmeter großen Grundstücke der Bebauung mit Einfamilienhäusern zugeführt werden. Lediglich der Streifen an der Straße Am Bratzkopf, so Knaebel, könne auch für Mehrfamilienhäuser genutzt werden. Frühestens 2006 könnten hier die ersten Häuser gebaut werden.

Im Rathaus wurde die Neufassung des Planaufstellungsbeschlusses anschließend weiter diskutiert. Heinz Müller (SPD) regte an, ein zentrales Heizkraftwerk vorzusehen, um dem Umweltschutz Rechnung zu tragen. Ausschussvorsitzender Paul-Werner Willmes (CDU) begrüßte die Anregung. Er bat den anwesenden Mitgliedern des Aufsichtsrats der Stadtwerke, Müllers Anregung im Aufsichtsrat zu überdenken und eine entsprechende Lösung zu überlegen. Weiterhin wies Heinz Müller darauf hin, dass durch die »sinnlose Stellplatzverordnung«, die zu wenig Autoparkmöglichkeiten pro Wohneinheit vorsehe, Parkchaos vorprogrammiert sei. Er regte an, mehrere zentrale Parkplätze zu schaffen.

Knaebel versuchte zu beruhigen: Die Bürger, das zeige die Erfahrung aus anderen Baugebieten, sorgten schon selbst dafür, dass genügend Parkplätze oder Garagen für ihre Zweit- oder für Besucherautos zur Verfügung stünden. Zentrale Parkplätze seien oft Anlass für Ärger.

Zwar wurde bereits 1992 ein entsprechender Planaufstellungsbeschluss verfasst, doch die nicht an die Stadt verkauften Flächen verhindern eine Realisierung der alten Pläne. Die 11,2 Hektar sollen nun in einem komplett neuen Verfahren überplant werden. Die Ausschussmitglieder brachten das Verfahren einstimmig auf den Weg. Nun folgt die vorgezogene Bürgerbeteiligung, zu der die Stadt demnächst die betroffenen Anlieger einladen wird.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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