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CDU-Mitglieder kürten Landratskandidaten:
97,6 Prozent für Theo Melcher

Theo Melcher freute sich sehr über das überzeugender Ergebnis: Die CDU-Mitglieder kürten ihn zu ihrem Landratskandidaten. Hinter ihm sitzend: sein noch amtierender Vorgänger, Frank Beckehoff, mit Ehefrau Karin, die als erste gratulierten. Foto: win
  • Theo Melcher freute sich sehr über das überzeugender Ergebnis: Die CDU-Mitglieder kürten ihn zu ihrem Landratskandidaten. Hinter ihm sitzend: sein noch amtierender Vorgänger, Frank Beckehoff, mit Ehefrau Karin, die als erste gratulierten. Foto: win
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win Olpe. Unter corona-bedingten Umständen, aber mit einem umso überzeugenderen Ergebnis haben die Mitglieder des CDU-Kreisverbands am Freitagabend in der Olper Stadthalle ihren Landratskandidaten gekürt. Dass dieser Theo Melcher heißt, ist keine Überraschung – der amtierende Kreisdirektor wurde vom Kreisvorstand und der Kreistagsfraktion unterstützt, zudem hatte sich niemand gemeldet, als Kreisvorsitzender Jochen Ritter die Frage nach weiteren Bewerbern gestellt hatte. Dass die in geheimer Wahl erfolgte Abstimmung aber so deutlich für Melcher ausfallen würde, damit hatte wohl niemand gerechnet – von 126 abgegebenen Stimmen fielen 123 für ihn aus. Zwei Christdemokraten sagten Nein, eine Stimme wurde als Enthaltung gezählt.

win Olpe. Unter corona-bedingten Umständen, aber mit einem umso überzeugenderen Ergebnis haben die Mitglieder des CDU-Kreisverbands am Freitagabend in der Olper Stadthalle ihren Landratskandidaten gekürt. Dass dieser Theo Melcher heißt, ist keine Überraschung – der amtierende Kreisdirektor wurde vom Kreisvorstand und der Kreistagsfraktion unterstützt, zudem hatte sich niemand gemeldet, als Kreisvorsitzender Jochen Ritter die Frage nach weiteren Bewerbern gestellt hatte. Dass die in geheimer Wahl erfolgte Abstimmung aber so deutlich für Melcher ausfallen würde, damit hatte wohl niemand gerechnet – von 126 abgegebenen Stimmen fielen 123 für ihn aus. Zwei Christdemokraten sagten Nein, eine Stimme wurde als Enthaltung gezählt. Das macht eine Mehrheit von 97,6 Prozent – für den im Kreistag über die Parteigrenzen hinweg geschätzten Juristen und Verwaltungsfachmann aus Fretter ein mehr als respektables Ergebnis, mit dem er gelassen in den Wahlkampf ziehen kann.

Der Bürgermeister der Stadt Olpe, Peter Weber, hatte in seiner Begrüßung schon kräftig die Werbetrommel für Melcher gerührt: Dessen Arbeit als Chef des Corona-Krisenstabs sei die beste Bewerbung, „wenn es überhaupt noch eines Beweises bedurft hätte, dass Theo Melcher der richtige Mann ist“.

In seiner Bewerbungsrede dankte Melcher zunächst allen Ehrenamtlern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung, die enorme Leistungen bei der Bewältigung der Corona-Krise gezeigt hätten, wobei Melcher deutlich machte, dass diese noch lange nicht vorbei ist. Nach dem beispiellosen Einbruch, zu dem das Virus geführt habe, müsse nun alles getan werden, um mit vereinten Kräften aus dem Tal herauszukommen – und, das zeige das Beispiel Tönnies, auch Veränderung zu wagen.

Melcher kündigte an, als Landrat viele erfolgreiche Wege seines Vorgängers weitergehen zu wollen, etwa die interkommunale Zusammenarbeit wie beim Zweckverband Abfall. Das Thema Ehrenamt sei ihm besonders wichtig, wobei er bedauerte, dass bei der Kommunalpolitik das Interesse nachlasse. „Ich habe den Eindruck, gerade die, die am lautesten , sind die, die am wenigsten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“

Er sei seit 30 Jahren beim Kreis Olpe und wolle diese Arbeit nun in anderer Funktion fortführen. Melcher nannte drei Bereiche, in denen er Schwerpunkte setzen will: zum einen bei der Gesundheitsversorgung. Die Corona-Krise habe gezeigt, dass hier mehr sein müsse als der rein wirtschaftliche Betrieb von Krankenhäusern. Weiterhin will Melcher sich für den Bereich Klimaschutz starkmachen. „Nicht nur junge Menschen fordern das“, das Ziel von Klimaneutralität müsse auch der Kreis Olpe anpeilen. 2020 drohe das dritte Dürrejahr in Folge zu werden, was die Dringlichkeit unterstreiche. Drittens steht bei ihm der Internet-Ausbau auf der Agenda, sowohl hinsichtlich der Infrastruktur für den ganzen Kreis als auch als Rückgrat der Kreisverwaltung. Langer Applaus zeigte, dass Melcher den Nerv der CDU-Mitglieder im Saal getroffen hatte. (weiterer Bericht folgt)

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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