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Agatha-Apotheke schließt Ende Juni für immer

Die Agatha-Apotheke an der Martinstraße wird Ende Juni geschlossen. Foto: win

win Olpe. Zahlreiche Stammkunden der Agatha-Apotheke Olpe erhielten heute Post. In einem Brief wendet sich Apothekerin Gabi Sondermann an ihre treue Kundschaft und teilt ihr bedauernd mit, dass die von ihr 2013 übernommene Apotheke Ende Juni für immer schließen wird.

„Es gibt nicht den einen Grund“, so Gabi Sondermann, „es ist ein Zusammenspiel verschiedener Gründe, die mich zu diesem Schritt gebracht haben.“

Ziel ihrer Selbstständigkeit sei es gewesen, für Patienten da zu sein, den Menschen im Vordergrund zu sehen, ihn unabhängig kompetent zu beraten und gemeinsam die optimale Versorgung zu finden. Doch die ständig wachsende Bürokratie und zunehmende organisatorische Anforderungen hätten es ihr aber immer schwerer gemacht, dieses Ziel zu erreichen.

win Olpe. Zahlreiche Stammkunden der Agatha-Apotheke Olpe erhielten heute Post. In einem Brief wendet sich Apothekerin Gabi Sondermann an ihre treue Kundschaft und teilt ihr bedauernd mit, dass die von ihr 2013 übernommene Apotheke Ende Juni für immer schließen wird.

„Es gibt nicht den einen Grund“, so Gabi Sondermann, „es ist ein Zusammenspiel verschiedener Gründe, die mich zu diesem Schritt gebracht haben.“

Ziel ihrer Selbstständigkeit sei es gewesen, für Patienten da zu sein, den Menschen im Vordergrund zu sehen, ihn unabhängig kompetent zu beraten und gemeinsam die optimale Versorgung zu finden. Doch die ständig wachsende Bürokratie und zunehmende organisatorische Anforderungen hätten es ihr aber immer schwerer gemacht, dieses Ziel zu erreichen. „Die Auflagen und Einsparungen durch Politik und vor allem Krankenkassen, zum Beispiel aufwändige Genehmigungsverfahren für Hilfsmittel, Verweigerung der Kostenübernahme von Arzneimitteln aufgrund kleiner Formfehler beim Bedrucken des Rezeptes, ständige Änderungen der Lieferverträge, das alles macht irgendwann keine Freude mehr. Es besteht ein Ungleichgewicht zwischen dem Arbeitsaufwand und dem steigenden Kostendruck, der unter anderem durch immer mehr technische Anforderungen entsteht, und den durch die Politik gewollten Einsparungen und dadurch sinkenden Erträgen.“

Für sie persönlich habe sich die Möglichkeit ergeben, die Selbstständigkeit zu beenden. Auch ihre Mitarbeiterinnen bleiben in der Nähe. Zwei davon werden ab Juli in der fast unmittelbar benachbarten Linden-Apotheke arbeiten. „Leid tut mir das für die treuen Patientinnen und Patienten. Mit vielen habe ich bereits darüber gesprochen und sie informiert. Viele verstehen mich.“

Wenn aus der Corona-Krise etwas gelernt werden sollte, so Gabi Sondermann, dann, dass der „stets so propagierte freie Markt im Gesundheitswesen nicht funktioniert: Wenn Arzneimittel immer nur billig in Asien unter fragwürdigen Bedingungen hergestellt werden, was passiert dann, wenn der weltweite Handel ins Stocken gerät? Die Auswirkungen sehen wir gerade jeden Tag. Und es sind die Patientinnen und Patienten, die uns gerade jeden Tag danken, dass wir für sie da sind. Denn die Apotheken vor Ort versorgen auch dann, wenn sonst keiner mehr liefert.“

Nach der Schließung der Valentins-Apotheke ist es dann nach nur drei Monaten die zweite Veränderung in der Apotheken-Struktur der Kreisstadt.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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