Alex und Co. gaben sich die Ehre

Finalisten des Stefan-Raab-Castings sangen in Stadthalle / Eintrag ins Gästebuch der Stadt

rudi Olpe. Am Samstagabend war es soweit: Die Finalisten des Stefan-Raab-Castings gaben sich in der Olper Stadthalle die Ehre. Und es war ein Wirbel, wie ihn die Kreisstadt selten zuvor erlebt hat. Bereits einige Stunden vor dem Konzert drängelten sich vereinzelte Schaulustige auf dem Vorplatz, um einen Blick auf Alex, Bonita, Vanessa, Max und Olivera zu erhaschen. Obwohl bis dato noch keiner der Fünf eine eigene Single veröffentlicht hat, wurden sie am Samstag wie echte Stars gefeiert.

Kurzfristig hatte sich das Quintett in der Kreisstadt angemeldet. Innerhalb kürzester Zeit hatten Michael Ohm vom Kulturamt der Stadt einen mehr als Schweiß treibenden Job zu erledigen. Olpes »gute Stube« sollte sich nämlich in eine Konzertarena verwandeln, die rund 800 Personen Platz bot. Bis nach Hannover und Karlsruhe waren die Karten im Vorverkauf gereist. Alle anderen geplanten Konzerte sind bereits ausverkauft. Die aufwendigen Licht- und Tonanlagen, die das Team von »TV Total« installiert hatten, waren also begründet. Sie sollten das entsprechende Flair verleihen – und die Menge begeistern.

Das »Drumherum« war es immerhin, das die jungen Talente als Profis erscheinen ließ. Dazu gehörte natürlich auch eine umfangreiche Generalprobe. Am Nachmittag schallten daher bereits die Töne der Lieder durch die Halle, die schon beim TV-Casting die Zuschauer begeistert hatten. Nicht anders beim Konzert. Erstaunlicher Weise feierte das Publikum dabei nicht nur »seine« Alex aus Olpe, sondern begrüßte vor allem Max und Olivera euphorisch auf der Bühne.

Es war jedoch nicht verwunderlich. Die sympathische Düsseldorferin und der Sieger von »SSDSGPS« zeigten sich bereits im Vorfeld am Natürlichsten. Kontaktfreudig und bodenständig schrieben sie bereitwillig Autogramme, ließen sich mit ihren kleinen und großen Fans ablichten und waren immer für einen kleinen Plausch zu haben. Auch ungeliebte Themen konnten problemlos angesprochen werden. So schilderte Olivera ihre Sicht der Dinge über ihr Ausscheiden in der Show und ihre Ambitionen, sich trotzdem nicht entmutigen zu lassen.

Während Vanessa sich zeitweilig doch etwas »zickig« und nicht wirklich angetan von der Örtlichkeit zeigte, schätzte Olivera die familiäre Atmosphäre. Sie zeigte sich begeistert von ihrem ersten Besuch im Sauerland. Ebenso Max. Der zurückhaltende und in sich gekehrte 22-Jährige taute schnell auf und glänzte – im Gegenteil zu einigen seiner Mitstreiter – nicht mit Starallüren. Obwohl ihm derzeit überall eine Welle der Begeisterung entgegen schwappt, scheint er das Wesentliche im Auge behalten und sich gut in die Musik-Branche eingelebt zu haben. Am Montag steht seine Single »Can’t wait until tonight« in den Läden und könnte ihn zum deutschen Grand-Prix-Vorentscheid nach Berlin bringen.

Doch der aus Waldshut stammende Max, der gerade auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur nachholt, hält seine Erwartungen im realistischen Rahmen. Noch müsse man abwarten, wie das Lied bei den Käufern ankomme – eine Einschätzung, die wohl nicht nur aus Sicht seines Entdeckers Stefan Raab maßlos untertrieben scheint.

Dieser hatte sich übrigens auch kurzfristig in der Kreisstadt angemeldet und brachte viel Hektik in das Geschehen. Der Entertainer zeigte sich nämlich weniger kontaktfreudig und hatte sich über verschiedene Hintertüren zu seinem Platz auf dem geschlossenen Balkon-Bereich führen lassen. Doch auch dort war es kaum möglich, einen Blick auf den sonst so humorvollen Kölner zu erhaschen. Er hatte es sich hinter einem schwarzen Vorhang bequem gemacht, um Blitzlichtern und Blicken zu entrinnen. Erst ganz am Ende der Show betrat er kurz die Bühne.

Anders hingegen »Show-Praktikant« Elton, der inzwischen selbst zur Comedy-Prominenz zählt. Er erwies sich als äußerst bodenständig und freundlich – wenn auch schüchterner als vermutet. Ein jeder hatte wohl einen frechen Spruch erwartet. Doch diese hob sich Elton für seine Moderation des Konzerts auf.

Bei der offiziellen Begrüßung durch Paul-Werner Willmes, erster stellvertretender Bürgermeister von Olpe, vergnügte sich Elton hingegen mit dem Bierglas, das an den Besuch in der Kreisstadt erinnern sollte. Für die Sängerinnen regnete es derweil Blumensträuße. Doch trotz aller Präsente seitens der Stadt ging die Rede von Paul-Werner Willmes in all dem Trubel fast unter. Zu sehr richtete sich die Aufmerksamkeit auf die eigentlichen Stars des Abends. Alle Kameras waren auf die Finalisten fixiert, die sich zuletzt auch in das Gästebuch der Stadt Olpe eintragen durften – wie auch die Familie von Alexandra »Alex« Schröder.

Die Kreisstadt bekam von der 19-Jährigen jedoch nicht wirklich viel zu sehen. Sie konzentrierte sich in erster Linie auf das, was sie am Besten kann: Das Singen. Und brachte damit das Publikum zum Toben. Unterstützt von einer einmaligen Band – die »originale« TV-Total-Band – wurde der Abend zu einem einmaligen Erlebnis. Erstaunlich dabei war jedoch, dass es vor allem die älteren Semester in die Stadthalle zog. Ein indirektes Kompliment. Beweist diese Tatsache doch einmal mehr, dass es die gesanglichen Qualitäten sind, die den »SSDSGPS«-Finalisten derzeit Ruhm einbringen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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