Karnevalsverein feiert im Festzelt
Altweiberparty mit Gänsehautmomenten

Einzug bei der Altweiberparty des Karnevalsvereins Schönau/Altenwenden.
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soph Schönau. Jedes Herz, das auch nur ein klein wenig für Karneval schlägt, muss bei der Altweiberparty des Karnevalsvereins (KV) Schönau/Altenwenden höher schlagen. Denn das, was die Vereinsmitglieder da Jahr für Jahr als Auftakt zu den „tollen Tagen“ auf die Beine stellen, kann sich wirklich sehen und hören lassen. Die Qualität der Darbietungen der einzelnen Gruppen – ob Garde- oder Showtanz, ob Männerballett oder Turnverein, ob Eigengewächs oder (traditioneller) Gast aus befreundetem Verein – hat am Donnerstagabend mit Sicherheit für den einen oder anderen Gänsehautmoment im großen Festzelt gesorgt. Und das absolut zu Recht!

Jubel fand kaum ein Ende

Die Stimmung war schon beim Einzug wieder mehr als ausgelassen, der Jubel fand kaum ein Ende, als Sitzungspräsident Michael Koch und Vorsitzender Rüdiger Lazar als Zirkusdirektor und liebreizende Seiltänzerin mit den Altweiberfrauen und anschließend das Prinzenpaar, Prinz Bernd I. und Prinzessin Iris I. (Jung), mit den „Roten Funken“ einmarschierten. Immer voran bei jedem Einmarsch ging Zeremonienmeister Hubert Menne.Nach der Begrüßung und dem Dank an die Frauen des Vereins, die wieder das Zelt dekoriert und vorbereitet hatten, baten Koch und Lazar die „feierwütigen Karnevalisten“ darum, beim Ein- und Auszug der Gruppen gerne auf Tischen und Bänken zu jubeln, den Auftritt aber im Sitzen zu verfolgen, damit auch die hinteren Plätze freie Sicht genießen können. Dieser Bitte kamen die begeisterten Narren nicht nur nach, sie zollten auch jeder Gruppe den ihr gebührenden Respekt für ihre Darbietung, und zwar zu Beginn der Feier genauso wie kurz vor dem großen Finale.

Prinzengarde aus Neu-Listernohl machte den Auftakt

In den vier Stunden bekamen die Gäste im vollbesetzten Festzelt ein abwechslungsreiches, buntes und – man kann es nicht oft genug betonen – hochwertiges Programm geboten. Die Prinzengarde Neu-Listernohl gab den Auftakt und warf ihr Mariechen durch die Luft, dass sie beinahe die gelben Sterne am Zelthimmel berühren konnte. Was für den Zuschauer so leichtfüßig daherkommt, ist für die Akteure harte Arbeit, die man ihnen nach dem Auftritt auch durchaus ansieht. Dem Wunsch nach einer Zugabe kamen sie natürlich dennoch gern nach – es sollte nicht die letzte des Abends gewesen sein. Genauso wie die lauten „Schönau Helau“-Rufe, die Bützchen für Prinz Bernd I. und die Sessionsorden, die alle Akteure nach ihren Auftritten verliehen bekamen.Nach dem klassischen Gardetanz zur Eröffnung folgte der erste Showtanz des Abends: Die „Grünen Funken“ der Bürgergesellschaft Olpe, die sich als Griechinnen verkleidet von der „Zero“ zum „Hero“ verwandelten und es dabei sogar mit einer dreiköpfigen Hydra aufnehmen mussten. Die coolen Mädels vom TV Wegeringhausen kombinierten Elemente aus Garde- und Showtanz und bewiesen dabei eindrucksvoll, dass Hebe- und Wurffiguren durchaus auch mit reiner Frauenpower möglich sind. Großer Jubel war beim Ausmarsch ihr verdienter Lohn. Über nahezu ohrenbetäubendes Gegröle konnten sich die „Großen Blauen Funken“ als erste vereinseigene Gruppe freuen.

"Wow"-Ausrufe für das Männerballett Ihnetal 

Der Auftritt des Männerballetts Ihnetal dürfte für viele wohl einer der absoluten Höhepunkte des Abends gewesen sein. Das, was sich die Gruppe aus Attendorn für diese Session ausgedacht hat, sorgte für unzählige laute „Wow“-Ausrufe im Publikum. Mit Kostümen, die auch zu jeder Halloween-Party gepasst hätte, präsentierten die Mitglieder eine vor Kraft und Energie nur so strotzende Show. Vollkommen berechtigt hatte Michael Koch auf die zahlreichen Preise hingewiesen, die die Gruppe auf Turnieren mit nach Hause nimmt. Die „Tanzsterne“ des KV Schönau/Altenwenden wirbelten danach über die Bühne, dass ihre silbernen Oberteile beinahe wie tanzende Discokugeln aussahen.
Die „Blauen Jungs“ hatten sich für dieses Jahr etwas ganz Neues einfallen lassen: die „Voice of Karneval“. Dabei spielte die Performance der Stücke eine weitaus größere Rolle als der Gesang, aber auch in diesem Format entschieden die Zuschauer über den Sieger. Nach einer offiziellen Dezibelmessung wurden „Dirk Hüftgold“ und „DJ Halbe“ mit „Schüttel deinen Speck“ zu den Siegern erklärt. Die gesamte Gruppe verabschiedete sich mit einem gemeinsamen Tanz, den es nur auf der Altweiberparty zu sehen gibt, und jeder Menge blauem Konfetti von ihren johlenden Fans.

Achim Petry sang mit den Jecken

Ebenso bejubelt wurde der Auftritt von Achim Petry, dem Sohn von Wolfgang Petry, der neben eigenen Stücken auch die größten Hits seines Vaters zum Besten gab und dabei keine Berührungsängste mit dem Publikum zeigte: Auf einem Tisch, mitten in der Menge, sang er gemeinsam mit den Karnevalisten bekannte Stücke wie „Wahnsinn“ oder „Verlieben, verlor’n“. Die Jecken zeigten ihm dabei sehr deutlich, wie gut in Schönau gesungen, gefeiert und getanzt wird.Die „Tanzmäuse“ aus Bielstein hatten wohl die längste Anreise, sind aber aus dem Programm der Altweiberparty nicht wegzudenken. Mit klassischem Gardetanz hatten sie die Aufmerksamkeit des Publikums mehr als sicher, ebenso wie die „Printengarde“ aus Rhode, die zum ersten Mal in Schönau zu Gast war und mit Peter Pan, Captain Hook und einer putzigen Fee zu unterhalten wusste.

Nach dem Programm ging die Party weiter

Das Ende der Party gehörte auf der Bühne dann nochmal zwei Gruppierungen des KV: Die „Roten Funken“, die Prinzengarde des Vereins, überzeugten in ihren glitzernden Kostümen mit einer äußerst synchronen Darbietung, beim Männerballett, „dem männlichsten, was Schönau zu bieten hat“, so Lazar, tanzten Matrosen mit Pilot zusammen. Bevor zum großen Finale nochmal alle Akteure auf die Bühne kamen, griff Achim Petry noch recht spontan erneut zum Mikro.Nach dem Ende des Programms feierten die Närrinnen und Narren noch zur Musik von DJ Markus Koch weiter. Heute Abend findet dann die Große Prunksitzung statt, bevor die „tollen Tage“ in Schönau am Montag mit dem Rosenmontagszug und der anschließenden After-Zug-Party ihr Ende finden werden. Bis dahin wird es aber wohl noch unzählige Male heißen: „Schönau – Helau!“

Autor:

Katja Fünfsinn (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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