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Mehlbeeren und Christus-Korpus schwer beschädigt
Anschlag auf Mahnmal in Rüblinghausen

Die Mehlbeeren neben dem Kruzifix wurden von den unbekannten Tätern schwer beschädigt. Bauhofleiter Michael de Ryck rechnet nicht damit, dass die Bäume den Anschlag überleben.
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  • Die Mehlbeeren neben dem Kruzifix wurden von den unbekannten Tätern schwer beschädigt. Bauhofleiter Michael de Ryck rechnet nicht damit, dass die Bäume den Anschlag überleben.
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win Rüblinghausen. Walter Rademacher ist nicht oft sprachlos. Der Ortsvorsteher von Rüblinghausen ist schwer zu erschüttern und ein Freund des offenen Wortes. Doch als ihm Spaziergänger am Sonntag berichteten, was sie entdeckt hatten, da fehlten ihm zunächst die Worte. „Was sind das für Menschen, die sowas tun? Geht bei denen überhaupt was vor im Kopf?“ sucht Rademacher nach Erklärungen für den sinnlosen Anschlag.Denn anders als so kann nicht bezeichnet werden, was just am Volkstrauertag, dem Tag, an dem der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht wird, unbekannte Täter an einer Gedenkstätte angerichtet haben, die genau diesem Zweck dient.

win Rüblinghausen. Walter Rademacher ist nicht oft sprachlos. Der Ortsvorsteher von Rüblinghausen ist schwer zu erschüttern und ein Freund des offenen Wortes. Doch als ihm Spaziergänger am Sonntag berichteten, was sie entdeckt hatten, da fehlten ihm zunächst die Worte. „Was sind das für Menschen, die sowas tun? Geht bei denen überhaupt was vor im Kopf?“ sucht Rademacher nach Erklärungen für den sinnlosen Anschlag.Denn anders als so kann nicht bezeichnet werden, was just am Volkstrauertag, dem Tag, an dem der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht wird, unbekannte Täter an einer Gedenkstätte angerichtet haben, die genau diesem Zweck dient. „Kebbekus’ Kreuz“ ist zweimal umgezogen, und an seinem derzeitigen Standort, neben dem Rüblinghauser Osterfeuerplatz hoch über dem Dorf, mahnt es für Freiheit und Frieden – ursprünglich errichtet im Jahr 1940, mitten im Zweiten Weltkrieg.

Vandalen brechen Fuß des Christus-Korpus in Rüblinghausen ab

Blumen und Kerzen am Kreuz zeigen, dass viele Menschen es aufsuchen, um an vermisste oder gefallene Familienmitglieder zu erinnern. Umso unfassbarer, was die unbekannten Täter angerichtet haben.Sie brachen einen Fuß des Christus-Korpus ab – eine erste Nachsuche durch Walter Rademacher und einen Helfer brachte bisher keinen Erfolg – und schälten an beiden Bäumen, die links und rechts des Kruzifixes gepflanzt wurden, rundherum die Rinde ab.

Ein Fuß des Christus-Korpus wurde abgebrochen. Die Statue stammt ursprünglich aus Schlesien und wurde 1940 als Mahnmal gegen die dunklen Zeiten des Nationalsozialismus aufgestellt.
  • Ein Fuß des Christus-Korpus wurde abgebrochen. Die Statue stammt ursprünglich aus Schlesien und wurde 1940 als Mahnmal gegen die dunklen Zeiten des Nationalsozialismus aufgestellt.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Beide Bäume werden diesen Anschlag vermutlich nicht überleben. Michael de Ryck, Leiter des städtischen Baubetriebshofs: „Wir werden alles versuchen und die Wunde erst mal mit einer Folie abdecken. Aber es sieht nicht gut aus, ich glaube nicht, dass sie es schaffen.“ Er rechnet damit, dass die beiden Mehlbeeren ersetzt werden müssen. „Da ist nicht nur die Rinde abgeschält worden, die haben auch große Teile des Kambiums, der Wachstumsschicht der Bäume, abgetragen. Und darin passiert der Wassertransport.“

Stadt hat Anzeige erstattet

Die Stadt als Eigentümerin des Grundstücks hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Walter Rademacher bittet eventuelle Zeugen der Untat, ihn oder die Stadtverwaltung zu informieren. Auch wäre er dankbar, sollte ein Besucher der Gedenkstätte zufällig den abgebrochenen Fuß finden, damit dieser wieder angebracht werden kann. „Sonst müssen wir sehen, wie wir das repariert bekommen.“

Die Mehlbeeren neben dem Kruzifix wurden von den unbekannten Tätern schwer beschädigt. Bauhofleiter Michael de Ryck rechnet nicht damit, dass die Bäume den Anschlag überleben.
Ein Fuß des Christus-Korpus wurde abgebrochen. Die Statue stammt ursprünglich aus Schlesien und wurde 1940 als Mahnmal gegen die dunklen Zeiten des Nationalsozialismus aufgestellt.
Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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