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Erste Messen nach sechs Wochen "Corona-Pause":
Anstehen für einen hinteren Platz

Pro Bank waren nur drei Sitzplätze vorgesehen, jede zweite Bank gesperrt. Derzeit dürfen nur 85 Gläubige die St.-Martinus-Kirche bei Gottesdiensten besuchen. Nach sechs Wochen Zwangspause wurden an diesem Wochenende die ersten Messen gefeiert. Foto: win
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win Olpe. Nach gut sechs Wochen Zwangspause haben die katholischen Christen gestern und heute die ersten Messen gefeiert. Dies war allerdings nur unter strengen Auflagen möglich, und die vorgeschriebenen Abstandsregelungen sorgten dafür, dass weit weniger Plätze verfügbar waren als eigentlich vorgesehen.

So dürfen derzeit bei Gottesdiensten statt der 700 Menschen, die eigentlich in die Olper St.-Martinus-Kirche passen, gerade einmal 85 hinein. Flatterband und Klebestreifen machen deutlich, wo gesessen werden darf. Ehrenamtliche Ordner waren im Einsatz, um die Gläubigen einzuweisen und ihnen zu helfen, einen Platz zu finden.

Zur ersten Messe am Samstagabend waren es rund 55, heute kamen etwas über 30 zur Frühmesse und 70 zum Hochamt ab 11 Uhr.

win Olpe. Nach gut sechs Wochen Zwangspause haben die katholischen Christen gestern und heute die ersten Messen gefeiert. Dies war allerdings nur unter strengen Auflagen möglich, und die vorgeschriebenen Abstandsregelungen sorgten dafür, dass weit weniger Plätze verfügbar waren als eigentlich vorgesehen.

So dürfen derzeit bei Gottesdiensten statt der 700 Menschen, die eigentlich in die Olper St.-Martinus-Kirche passen, gerade einmal 85 hinein. Flatterband und Klebestreifen machen deutlich, wo gesessen werden darf. Ehrenamtliche Ordner waren im Einsatz, um die Gläubigen einzuweisen und ihnen zu helfen, einen Platz zu finden.

Zur ersten Messe am Samstagabend waren es rund 55, heute kamen etwas über 30 zur Frühmesse und 70 zum Hochamt ab 11 Uhr. Geöffnet waren nur die beiden großen Seiteneingänge. Dort empfingen Ordner die Besucher und wiesen ihnen den Weg. Zum Betreten und Verlassen sollten nur die Seitengänge genutzt werden.

Zwar ist ein Mund-Nasen-Schutz nicht vorgeschrieben, doch die allermeisten Kirchenbesucher trugen einen solchen. Die meisten folgten den Anweisungen gern, doch hin und wieder mussten die Ordner auch Probleme aus der Welt schaffen, etwa, wenn ein älterer Kirchenbesucher nicht im Hauptschiff auf dem nächsten in Frage kommenden, sondern „wie immer“ im Seitenschiff möglichst auf „seinem“ Platz sitzen wollte. Doch mit etwas Geduld ließen sich diese Probleme umschiffen, so dass Pfarrer Clemens Steiling pünktlich beginnen konnte.

Zwar kamen weniger Gäste als Platz da war – dennoch bildeten sich kurze Warteschlangen: Nicht wenige Gottesdienstbesucher blieben freiwillig draußen, um abzuwarten, dass die vorderen Plätze besetzt wurden, um einen hinteren Sitzplatz im Hauptschiff „ergattern“ zu können. Beim Betreten erhielt jeder Gast einen von 85 abgezählten Zetteln, um zu gewährleisten, dass die zulässige Höchstzahl an Besuchern nicht übertreten wurde.

Ungewohnt: Es wurde nicht gesungen. Weil dabei Speicheltröpfchen versprüht werden könnten, die das Virus verbreiten, hat das Erzbistum das Singen in Gottesdiensten bis auf weiteres untersagt. Dennoch war manche Stimme zu hören, die das Orgelspiel von Dekanatskirchenmusiker Dr. Jürgen Seufert unterstützte – dank des Mund-Nasen-Schutzes aber nicht zu orten.

„Es ist lange her, dass wir uns hier gesehen haben“, begrüßte Steiling die Gläubigen. „Aber es ist gut, wieder einen Anfang setzen zu können, auch wenn die Krise noch lange nicht vorbei ist. Rücksicht bleibt nötig!“

Das Fest vom guten Hirten, seit der Liturgiereform in der katholischen Kirche am vierten Sonntag der Osterzeit gefeiert, sei ja eigentlich der Tag, an dem für die geistlichen Berufe gebetet werde. „Das wollen wir natürlich heute auch tun. Aber gerade in der heutigen Zeit können wir alle einen guten Hirten gebrauchen.“ Dementsprechend befasste sich auch Steilings Predigt mit dem Thema des guten Hirten.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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