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Neuer Pfarrer Johannes Hammer im Amt
Aus zwei Verbünden wird nun einer

Dechant Andreas Neuser (l.) übergab eine Bibel an Johannes Hammer.
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win Olpe/Drolshagen. Im festlichen Rahmen, aber unter Corona-Auflagen im vergleichsweise kleinen Kreis hat am Samstagabend die offizielle Einführung von Johannes Hammer als neuer Pfarrer von St. Martinus in Olpe stattgefunden. Es waren Vertreter der Gremien, der Familie des neuen Pfarrers und offizielle Gäste, die die St.-Martinus-Kirche mit großen Abständen füllten. Und bei aller Freude über den Neuanfang mischte sich auch ein kräftiger Wermutstropfen. Dies machten Martin Lütticke und Uli Berghof deutlich, der eine als Vertreter des Kirchenvorstands von St. Clemens in Drolshagen, der andere als Bürgermeister der Rosestadt. Denn zeitgleich mit der Ernennung von Johannes Hammer zum Pfarrer von St.

win Olpe/Drolshagen. Im festlichen Rahmen, aber unter Corona-Auflagen im vergleichsweise kleinen Kreis hat am Samstagabend die offizielle Einführung von Johannes Hammer als neuer Pfarrer von St. Martinus in Olpe stattgefunden. Es waren Vertreter der Gremien, der Familie des neuen Pfarrers und offizielle Gäste, die die St.-Martinus-Kirche mit großen Abständen füllten. Und bei aller Freude über den Neuanfang mischte sich auch ein kräftiger Wermutstropfen. Dies machten Martin Lütticke und Uli Berghof deutlich, der eine als Vertreter des Kirchenvorstands von St. Clemens in Drolshagen, der andere als Bürgermeister der Rosestadt. Denn zeitgleich mit der Ernennung von Johannes Hammer zum Pfarrer von St. Martinus und der damit verbundenen Leitung des Pastoralverbunds Olpe wurde Hammer auch zum neuen Leiter des Pastoralverbunds Kirchspiel Drolshagen, der zwar vorerst noch juristisch weiterexistiert, aber nur noch mit dem Ziel, mit Olpe zusammen einen gemeinsamen pastoralen Raum zu bilden.

Feierlicher Einzug

Feierlich zog Pfarrer Hammer in die Kirche ein, begleitet von allen Geistlichen beider Pastoralverbünde. Als Konzelebranten hatte er Gäste mitgebracht: Zum einen Dechant Andreas Neuser aus Hammers Vaterstadt Attendorn, zum anderen Konsemester aus seinem Priesterseminar. Für zwei davon war die Martinuskirche alles anders als Neuland: Pfarrer Friedhelm Rüsche aus der Pfarrei Keppel in Hilchenbach, wie Hammer Attendorner und Vorgänger von Andreas Neuser als Dechant im Kreis Olpe, langjähriger Pfarrer der St.-Marien-Pfarrei Olpe, und der Regens des Priesterseminars Paderborn, Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, Großneffe des Vor-Vor-Vorgängers von Hammer, dem früheren Olper Pfarrer Franz Menke, der schon mehrfach in Olpe zu Gast war, weiterhin Pfarrer Uwe Wiesner aus Wilnsdorf, ebenfalls Studienfreund von Johannes Hammer, und die beiden Diakone Josef Weil (Olpe) und Paul-Georg Bartscher (Drolshagen). Nicht unbedingt selbstverständlich: Mit dabei beim feierlichen Einzug und auch mit einem Gebet an der Messe beteiligt war Pfarrer Martin Eckey von der Evangelischen Kirchengemeinde Olpe.

"Der offizielle Teil muss eben sein"

Dechant Neuser verlas die bischöfliche Ernennungsurkunde. Zwar sei Johannes Hammer ja faktisch schon seit Pfingsten im Amt, aber „der offizielle Teil muss eben sein“, so Neuser.
Im Grußwort im Namen des Kirchenvorstands von Drolshagen machte Martin Lütticke deutlich, dass die für viele überraschende schnelle Fusion der Pastoralverbünde eine Vielzahl von Sorgen und Bedenken erzeugt habe. Fast 1000 Jahre Selbstständigkeit der Drolshagener Kirche gingen nun zu Ende. Allerdings habe Johannes Hammer durch seine ersten Kontakte die Hoffnung gegeben, dass es ein Miteinander werde. Wolfgang Hesse vom Kirchenvorstand St. Martinus wies auf die Bedeutung des Kirchweih-Wochenendes hin und dass die Einführung des neuen Pfarrers keinen besseren Termin habe finden können. „Ich wünsche Ihnen, dass die Menschen Sie stützen, so wie Sie die Menschen stützen.“ Die Festpredigt hielt Monsignore Dr. Menke-Peitzmeyer.

Grußwort der Generaloberin

In seinem Grußwort hatte Bürgermeister Uli Berghof die Lacher auf seiner Seite: Er zitierte einen Spruch seiner Mutter, auf seinen Bruder bezogen, den die Gläubigen in der Kirche dann mitsprachen: „Er weiß es, er kann es, sein Name ist Johannes.“ Er deutete die Fusion der Pastoralverbünde so, dass Drolshagen, eine Abpfarrung von Olpe, nun als Tochter die alte Mutter unterstützen müsse. Sein Olper Amtskollege, Peter Weber, betonte, Hammers bisheriger Weg als Attendorner über den Märkischen Kreis nun bis Olpe sei ein „beeindruckender südwestfälischer Werdegang“. Und die Generaloberin der Olper Franziskanerinnen, Schwester Magdalena Krol, betonte, dass es die Schwestern freue, auch weiterhin einen Pfarrer als Ansprechpartner vor Ort zu haben: „Das ist heute nicht mehr selbstverständlich.“
Hammer selbst sagte den Drolshagenern zu, dass sie „nicht abgehängt werden“. Vermutlich sei es gut, dass er kein Ölper und kein Dräulzer, sondern Attendorner sei und insofern mit neutralem Blick die Zusammenführung begleiten werde. „Ich freue mich auf die kommende Zeit – für mich ist entscheidend, dass ich mit den Menschen den Glauben und das Leben teilen darf.“ Mit einem Empfang auf dem Kirchplatz ging die festliche Einführung formlos zu Ende.

Dechant Andreas Neuser (l.) übergab eine Bibel an Johannes Hammer.
Pfarrer Johannes Hammer beim Einzug in die St.-Martinus-Kirche: Der gebürtige Attendorner ist nun 42. Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus.
Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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