»Aushängeschild« verlässt OT

Heidi Feldmann nach 23 Jahren mit Ausstellung Ade gesagt

rudi Olpe. »Es war eine schöne Zeit hier im Lorenz-Jaeger-Haus«, stand für Heidi Feldmann am Freitagabend fest, als sie offiziell als Erzieherin der Einrichtung verabschiedet wurde. 23 Jahre sorgte sich die heute 61-Jährige um das Wohl der kleinsten Besucher der Olper Offenen Tür (OT). Maßgeblich war die Kreisstädterin somit an dem vielfältigen Angebot beteiligt, das die Einrichtung im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Vor allem die diversen Ferienaktionen, die Heidi Feldmann ins Leben rief, wurden schon vor vielen Jahren zum »Aushängeschild« des Lorenz-Jaeger-Hauses. Das bestätigte auch Wolfgang Hesse, der im Namen des Kirchenvorstandes eine Laudatio auf die engagierte Erzieherin hielt. Schnell sollten sich die Angebote als »spannend und Aufsehen erregend« herumsprechen. »Die Kinder haben viel von Olpe und seinem Land erlebt«, so Hesse. Dabei schien Feldmann stets das »richtige Händchen« für die Kinderarbeit zu haben. »Diese Arbeit erfordert überdurchschnittlich viel Einsatz«, betonte Hesse, »ganz zart besaitet darf man hier nicht sein.«

Diese Tugend brachte Heidi Feldmann bereits mit, als sie sich 1980 mit St. Martinus »verbündete«, wie Pfarrer Clemens Steiling es bezeichnete. Zuvor war die Mutter zweier Kinder im örtlichen Kindergarten tätig. Im Lorenz-Jaeger-Haus betreute Heidi Feldmann später nicht nur eine Hausaufgabenhilfe, sondern bot auch diverse Bastel- und Töpferkurse an.

Obwohl mit der Pädagogin Eva Adamek aus Paderborn, Erzieherin Tina Berger sowie Daniel Bethke bereits entsprechende Nachfolger gefunden sind, wird Heidi Feldmann den Töpferkurs noch einige Zeit begleiten: »Wenn man mich braucht, werde ich kommen.« Trotzdem legt die scheidende Mitarbeiterin Wert darauf, dass sie noch nicht in Rente geht. Bis Mitte 2004 nimmt sie zunächst ihren Resturlaub in Anspruch und nutzt diesen, um mit ihrem Ehemann Gerd Feldmann die Welt zu erkunden.

In gewisser Hinsicht begann ihre Reise bereits am Freitag – allerdings auf eine eher bedrückende Art. Als Abschiedsgeschenk hatten Anna Zembala, Leiterin des Lorenz-Jaeger-Hauses, und die übrigen Mitarbeiter eine Ausstellung zum Thema »Kinderarbeit in Indien« organisiert. Bis zum 28. Mai steht die Ausstellung auch Schulklassen in den Vormittagsstunden offen. Auf diese Weise wolle man eine Brücke zwischen den doch sehr verschiedenen Weisen der Kinderarbeit schlagen, erklärte Wolfgang Hesse. Immerhin werde sowohl die »Industriekraft Kind« als Teppichknüpfer in Entwicklungsländern als auch die Betreuung des Nachwuchses in der OT zur Kinderarbeit gezählt. Symbolisch nahm auch Feldmann kurze Zeit mit ihren Nachfolgern an einem eigens im Haus aufgestellten Webstuhl Platz – in diesem Fall dürften die Mitarbeiter jedoch eher eine gute Zusammenarbeit »geknüpft« haben.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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