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Freizeitbad öffnet am 30. Mai / „Pandemieplan“ wird strikt befolgt
Badespaß mit Einschränkungen

Betriebsleiter Klaus Spille steht in den Startlöchern. Das Freizeitbad öffnet seine Türen am 30. Mai. Zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen – wie hier im Bild Absperrungen im Eingangsbereich – wurden getroffen.  Foto: yve
  • Betriebsleiter Klaus Spille steht in den Startlöchern. Das Freizeitbad öffnet seine Türen am 30. Mai. Zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen – wie hier im Bild Absperrungen im Eingangsbereich – wurden getroffen. Foto: yve
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

soph ■ Nachdem die „Eisheiligen“ ihrem Namen alle Ehre gemacht haben und einige Tage lang kühlen, teils kalten Wind über den Kreis Olpe geschickt haben, hat nicht erst der gestrige Feiertag mit Kaiserwetter gezeigt: Es geht mit großen Schritten auf den Sommer zu. Und was gehört für viele Menschen jeden Alters zur heißen Jahreszeit dazu? Richtig, der Besuch des Freibads vor Ort. Obwohl vor wenigen Wochen durchaus berechtigt noch Zweifel an einer Freibadsaison bestanden haben, steht es in der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen schwarz auf weiß: Die Freibäder dürfen wieder öffnen! So auch das Freizeitbad in Olpe, das ab 30. Mai wieder Besucher begrüßen wird. Badespaß ist dann wieder mit Einschränkungen möglich.

soph  Nachdem die „Eisheiligen“ ihrem Namen alle Ehre gemacht haben und einige Tage lang kühlen, teils kalten Wind über den Kreis Olpe geschickt haben, hat nicht erst der gestrige Feiertag mit Kaiserwetter gezeigt: Es geht mit großen Schritten auf den Sommer zu. Und was gehört für viele Menschen jeden Alters zur heißen Jahreszeit dazu? Richtig, der Besuch des Freibads vor Ort. Obwohl vor wenigen Wochen durchaus berechtigt noch Zweifel an einer Freibadsaison bestanden haben, steht es in der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen schwarz auf weiß: Die Freibäder dürfen wieder öffnen! So auch das Freizeitbad in Olpe, das ab 30. Mai wieder Besucher begrüßen wird. Badespaß ist dann wieder mit Einschränkungen möglich.

Der Grund dafür, dass das Freibad „erst“ in einer Woche öffnet und nicht, wie auch erlaubt gewesen wäre, bereits am Mittwoch, liegt an einem sehr pragmatischen Grund, wie Ingo Erhardt, Geschäftsführer der Olper Bäderbetriebe GmbH, im Gespräch mit der SZ erläuterte: „Wir öffnen am 30. Mai das Frei- und Hallenbad gleichzeitig.“ Ab Samstag nächster Woche kann also drinnen und draußen wieder fleißig geplanscht werden, allerdings mit Einschränkungen, die sich aus den Auflagen bezüglich Hygiene und Mindestabstand ergeben. „Wir halten uns hier strikt an die Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.“ Die hat einen 22-seitigen Pandemieplan für Bäder erstellt.

So bleiben die Rutsche, die Dampfgrotte und das Hyperthermalbecken, die Sammelumkleiden sowie die Sauna geschlossen. „In diesen Bereichen kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden.“ Im Außenbereich ist dies kein Problem, die Mitarbeiter werden ein Auge auf eventuelle Grüppchenbildungen haben und diese unterbinden. Auch im Innenbereich ist genügend Platz, die Treppe von den Umkleidekabinen hinauf in die Schwimmhalle ist wohl das einzige „Nadelöhr“. „Anders kann der Weg der Besuch aber nicht geregelt werden“, so Ingo Erhardt. Der Mindestabstand kann aber auch dort eingehalten werden, und zudem besteht überall im Innenbereich des Schwimmbads eine Maskenpflicht.

Eine Ansteckung durch das Badewasser wird von Experten übrigens als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt. „Betreiber von Schwimmbädern müssen eine gute Badewasserqualität garantieren – auch ohne die aktuelle Pandemie”, wird Dr. Alexander Kämpfe, Fachgebietsleiter für Schwimm- und Badebeckenwasser und chemische Analytik beim Umweltbundesamt, in einem Artikel des Wissenschafts-Fernsehmagazins „Quarks“ zitiert. Auch in Olpe wird das Wasser durch eine Reinigungsanlage von Viren und Bakterien befreit, mit Chlor desinfiziert und regelmäßig überprüft.

Das Hygienekonzept sieht vor, dass die Schränke vor dem Nutzerwechsel desinfiziert werden, auch die Handläufe werden regelmäßig mit Desinfektionsmittel bearbeitet, insgesamt sollen die Säuberungsintervalle deutlich verkürzt werden. Ebenso wird die Zahl der Besucher eingeschränkt, die sich gleichzeitig im Bad aufhalten dürfen. Die Besucherzahlen werden anhand der Schrankschlüssel gezählt: Sind alle Schränke vergeben, erfolgt ein Einlassstopp. „Dann können neue Besucher erst rein, wenn andere das Bad verlassen“, so Ingo Erhardt. Eine Begrenzung der Badezeit ist nicht vorgesehen, ist das Bad einmal voll, muss man also unter Umständen ein wenig mehr Geduld mitbringen.

Im Eingangs- und Kassenbereich können sich die Besucher anhand von Markierungen auf dem Boden orientieren, es gibt zudem Hinweisschilder mit den gültigen Regeln. Regelmäßige Badegäste werden an der Kasse auf weitere Veränderungen stoßen: So können nur noch Tageskarten gekauft werden, die für Erwachsene 4 Euro und für Kinder 2 Euro günstiger sind. Der Frühschwimmertarif (Eintritt ins Bad bis 8 Uhr) kostet 1 Euro weniger. Zudem gelten leicht abgeänderte Sommerferien-Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr, Samstage, Sonn- und Feiertage von 8 bis 20 Uhr. Unter www.freizeitbad-olpe.de gibt es alle Informationen.

Wie die Öffnung angenommen wird, diesbezüglich wagt Erhardt nicht mal eine vorsichtige These. „Wir haben – wie alle anderen Branchen – schlichtweg keine Erfahrungsswerte, werden uns die Entwicklungen anschauen und uns dann auf die Gegebenheiten einstellen.“

Autor:

Katja Fünfsinn (Redakteurin) aus Siegen

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