Bald barrierefrei zur Grotte

Der derzeitige, mit Splitt und Schotter belegte Weg ist für Rollstuhlfahrer und Nutzer von Rollatoren nur schwer zu bewältigen.
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  • Der derzeitige, mit Splitt und Schotter belegte Weg ist für Rollstuhlfahrer und Nutzer von Rollatoren nur schwer zu bewältigen.
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win  Ohne Aussprache und einstimmig brachten die Mitglieder des Ausschusses Umwelt, Planen, Bauen am Donnerstag einen Beschluss auf den Weg, der die Zukunft der als Pilger- und Gebetsstätte beliebten Lourdes-Grotte in Altenkleusheim sichern soll.

Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, plant das Bauamt der Stadt mit Beteiligung der Dorfgemeinschaft Altenkleusheim, im Rahmen einer Dorferneuerungsmaßnahme, den Bereich der Grotte neu zu gestalten.

Die Grotte wurde im Jahr 1913 nach dem Vorbild der berühmten Grotte von Lourdes erbaut. Als Baustoff wurde Lavaschlacke aus der Eifel verwendet. An beiden Innenseiten des Grottenbogens sind Originalsteine aus Lourdes eingelassen. In den Jahren nach der Einweihung kamen Pilger aus ganz Deutschland und darüber hinaus zur Grotte, um zu beten. Bis heute kommen praktisch täglich Besucher zur Grotte, nicht nur Dorfbewohner. Durch die Anbindung von Altenkleusheim sind vermehrt auch Wanderer und Rad-Touristen zu Besuch.

Der Vorplatz der Grotte ist derzeit mit Kies belegt, der eine Begehung mit Rollatoren, Rollstühlen oder auch Kinderwagen erschwert. Künftig soll ein barrierefreier Zugang zur Lourdes-Grotte angelegt werden. Pflastersteine sollen zur Befestigung der Flächen Verwendung finden.

Ein Platz soll mit Polygonalplatten und einer Sitzgruppe so gestaltet werden, dass Wanderer, Radfahrer und andere Besucher die Möglichkeit haben, dort zu rasten. Auf einer Wiesen- und Rasenfläche soll eine nicht versiegelte Aufenthaltsfläche Platz für kleinere Feste bieten.

Da der Wegeverlauf verändert werden muss, sind Geländemodellierungen und Änderungen an der Bepflanzung erforderlich.

Die Grotte selbst ist renovierungsbedürftig und teilweise einsturzgefährdet: Seit längerem ist der Zugang zur Grotte selbst gesperrt; Opferlichter können nicht mehr in der Grotte entzündet werden, sondern in der halboffenen Kapelle gegenüber. Die Grotte soll durch den Einsatz von Spritzbeton saniert werden.

Eigentümerin des Grundstücks ist die katholische Kirchengemeinde Altenkleusheim. Um einen Zuwendungsantrag in Sachen Dorferneuerung stellen zu können, ist der Abschluss eines Gestattungsvertrages notwendig. Darin sollen der Stadt Olpe die Nutzungsrechte für zwölf Jahre ab Fertigstellung übertragen werden. Die Stadt wird die Nutzungsfläche vorbehaltlich einer erwarteten Förderung in Höhe von 65 Prozent auf eigene Kosten ausbauen. Pflege und Unterhalt übernimmt die Dorfgemeinschaft. Für den barrierefreien Zugang wird die Stadt zuständig sein, wobei wie bisher kein Winterdienst erfolgen soll.

Zwar liegt der Bewilligungsbescheid noch nicht vor. Wie Tiefbauamtsleiter Thomas Stupperich dem Ausschuss aber mitteilte, hat die Bezirksregierung einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn genehmigt. Mit der Fertigstellung ist laut Verwaltung im Juni 2020 zu rechnen.

Der derzeitige, mit Splitt und Schotter belegte Weg ist für Rollstuhlfahrer und Nutzer von Rollatoren nur schwer zu bewältigen.
Ein Zaun sperrt den Zugang zur eigentlichen Grotte, die aus Eifellava und Originalsteinen aus Lourdes erbaut wurde. Durch den Einsatz von Spritzbeton soll die Gebetsstätte befestigt werden. Fotos: win
Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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