»Bedürftige ausgegrenzt«

Caritas kritisiert geplante Zuschuss-Streichung

sz Olpe. Als weiteren Schritt zur Ausgrenzung von bedürftigen Familien wertet der Caritasverband für den Kreis Olpe den geplanten Rückzug des Landes aus der Förderung von Erholungsmaßnahmen für diesen Personenkreis. »Hierdurch wird ein Grundprinzip des gesellschaftlichen Ausgleiches abgeschafft«, kritisiert Andreas Mönig, Leiter des katholischen Familien- und Sozialdienstes »Aufwind« Olpe und des Kur- und Erholungswesens.

So sei bisher mit relativ geringen finanziellen Mitteln erreicht worden, dass etwa Kinder aus sozialen Brennpunkten oder kinderreiche Familien wenigstens einmal im Jahr aus einem belasteten Alltag ausbrechen und an einem Stück gesellschaftlicher Normalität hätten teilhaben können. Hierbei gehe es nicht um »billige Ferien«, sondern um eine soziale Notwendigkeit. »Wer schon einmal erlebt hat, wie die Teilnehmer in einer Erholungsmaßnahme regelrecht aufblühen, wird alles tun, damit diese Möglichkeit erhalten bleibt «, unterstreicht Mönig.

Bewusst seien die Erholungsmaßnahmen so ausgerichtet, dass bedürftige Personen in »normale« Erholungsmaßnahmen integriert würden. Im Jahre 2002 hätten so 136 Kinder an zwei Ferienmaßnahmen des Caritasverbandes teilgenommen. »Davon erhielten 63 Familien Landeszuschüsse«, so Mönig. »Landesmittel kommen nur wirklich Bedürftigen zugute. Doch selbst mit Landeszuschüssen hätten sich viele Teilnehmer eine Erholungsmaßnahme nicht leisten können. In diesem Jahr mussten noch in 77 Familien kommunale Mittel beantragt werden. Bei Wegfall der Landesförderung würden die Freizeiten für die bisher unterstützten Familien um 50% teuerer werden. Somit wären bedürftige Familien wiederum ausgegrenzt.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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