Beton-Ei löscht Durst

Kreiswasserwerke bauen Hochbehälter für 1,3 Mill.E

mik Rhonard. Die Kreiswasserwerke Olpe geben 1,3 Mill.e aus, um Geld zu sparen. Udo Horn, Werkleiter der Kreiswasserwerke Olpe, erklärte gestern am Rhonardberg, wie das funktioniert. Zuvor gab es offene Münder. Denn auf der Lichtung lässt ein Spannbetonoval-Behälter mit 3000 m3 Fassungsvermögen die Betrachter staunen. Vor fünf Wochen begann die Firma Drössler aus Siegen den Kraftakt: Ihre Arbeiter bewegten 4500 m3 Erde, gossen eine Bodenplatte mit einem Volumen von 500 m3. Und schwere Lkw karren insgesamt 450 m3 Betonfertigteile zum Hochbehälter.

Und das alles, damit Bürger in Olpe und Wenden demnächst genug zu trinken haben. Und »um vom Listerwasser runterzukommen«, sagte Udo Horn im Gespräch. Denn: »Dieses Wasser muss vom Ruhrverband gekauft werden.« Im Gegensatz zum Quellwasser, das im Elspe- und Repetal per Tiefenbohrung gewonnen wird. 600000 m3 Wasser werden allein im Elspetal pro Jahr aus der Tiefe geholt. Dieses Wasser soll über Stationen in Benolpe und Rahrbach in den neuen Wasserbehälter gepumpt werden. Auch überschüssiges Wasser aus dem Repetal soll bergauf in Richtung Rhonard »fließen«. So könne der Wasserpreis stabil gehalten werden. Dazu Horn: »Die Kreiswasserwerke werden 2004 den Wasserpreis nicht erhöhen.« Zurzeit werden jährlich 4 Mill. m3 Wasser aus der Listertalsperre verbraucht. In Zukunft sollen es dank des neuen Hochbehälters auf dem Rhonardberg 700000 m3 weniger sein. Wieviel Euro dadurch exakt eingespart würden, konnte der Werkleiter nicht sagen. Doch günstiger werde es auf jeden Fall, so Horn. Da der Spannbetonoval-Behälter in Fertigbauweise errichtet wird, ist er Ende des Jahres funktionsfähig. Dann steht »der größte Ovalbehälter Deutschlands in Fertigbauweise« auf dem Rhonardberg, sagte Drössler-Bauleiter Andreas Wunderlich. Und falls Günter Jauch einmal Fragen zum Beton-Ei stellen sollte: hier die harten Fakten.

Der Trinkwasserbehälter ist 26 Meter breit und 35 Meter lang. An der tiefsten Stelle kann das Wasser in einer Höhe von 4,15 Meter stehen. Die Wandoberflächen sind von Hand abgerieben. So bilden sich keine Poren. Das Wasser versickert nicht. So kann auf eine teure Beschichtung verzichtet werden. Die Deckenunterseite des Hochbehälters ist abtropffreundlich. Das heißt: Ein Spezialwerkzeug kratzte Stalaktiten an die Decke. »Schwitzwasser tropft einfach ab«, informierte Horn.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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