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"Club 574" sorgt für Kultur-Zeit
"Between the days"-Festival diesmal online

Bei der zweiten Veranstaltung „Club to go – Wandern und Musik“ unterhielten Annina Struve und „Hugoonion“ vor 
traumhafter Kulisse das Publikum. Weitere Unternehmungen dieser Art sind geplant.
  • Bei der zweiten Veranstaltung „Club to go – Wandern und Musik“ unterhielten Annina Struve und „Hugoonion“ vor
    traumhafter Kulisse das Publikum. Weitere Unternehmungen dieser Art sind geplant.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

yve Olpe. Nicht wenige Kulturschaffende machen einen Haken hinter dieses Jahr. Kaum Konzerte, von Großveranstaltungen wie Festivals ganz zu schweigen. Für in der Szene hauptberuflich Tätige ein Desaster. Auch der „Club 574“ weiß um die Sorgen vieler Künstler, schließlich hat er sich vor etwa vier Jahren zusammengefunden, um das kulturelle Leben in der Region voranzutreiben – mit beachtlichem Erfolg.Ausschlaggebend war die 40. Olper Kultveranstaltung „Between the days“. „Wir waren geflasht von diesem Abend“, ist Ursula Eichert vom „Club 574“ fest in Erinnerung geblieben. Über 20 Bands spielten zum runden „Geburtstag“, Newcomer und viele „Leute der ersten Stunde“ seien Teil der unvergesslichen Momente gewesen. „Wir haben einfach das Wir gespürt.

yve Olpe. Nicht wenige Kulturschaffende machen einen Haken hinter dieses Jahr. Kaum Konzerte, von Großveranstaltungen wie Festivals ganz zu schweigen. Für in der Szene hauptberuflich Tätige ein Desaster. Auch der „Club 574“ weiß um die Sorgen vieler Künstler, schließlich hat er sich vor etwa vier Jahren zusammengefunden, um das kulturelle Leben in der Region voranzutreiben – mit beachtlichem Erfolg.Ausschlaggebend war die 40. Olper Kultveranstaltung „Between the days“. „Wir waren geflasht von diesem Abend“, ist Ursula Eichert vom „Club 574“ fest in Erinnerung geblieben. Über 20 Bands spielten zum runden „Geburtstag“, Newcomer und viele „Leute der ersten Stunde“ seien Teil der unvergesslichen Momente gewesen. „Wir haben einfach das Wir gespürt.“

Monatliche "Sessions"

Der Club formierte sich, „am Anfang ganz lose“. Nach und nach entwickelten die Mitglieder, viele von ihnen selbst begeisterte Musiker, Ideen, um mehr Schwung in Stadt und Dorf zu bringen. Unweigerlich verbindet man insbesondere die monatlichen „Sessions“ in der Musikkneipe „Mythos“ in Olpe oder an der Listertalsperre mit dem „Club 574“.
Dann kam die Pandemie, mit ihr der erste Lockdown. „Plötzlich waren auch wir ,gelockdowned’“, blickt Ursula Eichert zurück. Die letzte von den Mitgliedern organisierte Live-Veranstaltung war das Konzert mit Norbert Fimpel und Tolo Servara im ausverkauften „Bootshaus“ in Olpe. Dann fiel der Vorhang. Doch wie sagt der Volksmund? Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen! Die Gruppe führte den „Club to go – Wandern und Musik“ für eine überschaubare Personenzahl ein und nutzte die fast „kulturlose Zeit“, um mehr Kultur zu schaffen.

"Club 574" ist eingetragener Verein

Bereits kurz vor den Einschränkungen war aus dem „Club 574“ der eingetragene Verein „Club 574 Kulturgesellschaft“ geworden. Datiert ist die Gründung auf den 29. Februar. „Im Schaltjahr, so bleiben wir immer jung“, lacht Michael Hunold, der gemeinsam mit Ursula Eichert, Philipp Schneider und Bernd Alexander den Kollektivvorstand des neuen Vereins bildet.
Statt Konzerte zu organisieren, hieß es für diesen schon bald, sich mit Formalitäten zu befassen. „Mit sehr vielen Formalitäten“, weiß Michael Hunold. Der Club hatte sich um Leader-Fördermittel beworben, die auch bewilligt worden sind. Dieser Schritt habe sich gelohnt, so Ursula Eichert. „Plötzlich taten sich immer mehr Türen auf.“ „Dann rockte das“, ergänzt Hunold. Finanzielle Unterstützung für das Vorhaben gab es seitens der Stadt Olpe und von der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden.
Das Projekt unter der Überschrift „Hauptsache Musik“ hatte die Leader-Jury im Auswahlverfahren jedenfalls überzeugt und beinhaltet das Sponsoring von vier Festivals sowie die Finanzierung eines mobilen Veranstaltungsraums und einer Musikanlage.

Zelt heißt auch Freiheit

„Ursulas Traum von einem Clubschlösschen ist also wahr geworden“, freut sich Hunold. Das Schlösschen ist ein etwa 75 Quadratmeter großes und damit baubuchfreies Zirkuszelt, in dem bei Veranstaltungen dem „Sauerländer Wetter“ getrotzt werden kann. „Wir haben ja keine feste Unterkunft“, erzählt Ursula Eichert. Mit dem Zelt verbindet sie den Freiheitsgedanken. „Wir können jetzt neue Räume entwickeln, Pionierarbeit leisten – ganz ohne festgelegte Strukturen. Michael Hunold spricht von einem atmosphärischen Raum für mehr Kultur, nicht nur für Konzerte, sondern auch für Workshops, Lesungen und mehr.

"Between the days"-Festival online

Das mit Lampions behangene Zelt auf einer Wiese, im Hintergrund der See – dieses Bild hat Hunold jetzt schon vor Augen. Zumindest Träumen sei in Zeiten der Pandemie ja erlaubt. Nach Hoffen und Bangen ist dieser Traum allerdings geplatzt: das 44. „Between the days“-Festival in veränderter Form – zum Beispiel an vier Tagen mit jeweils begrenzter Besucherzahl – stattfinden zu lassen. Ursula Eichert: „Das hat sich abgezeichnet.“ Doch so ganz sang- und klanglos möchte der „Club 574“ die bei Generationen beliebte Veranstaltung „zwischen den Tagen“ nicht vorbeiziehen lassen. Derzeit wird an einer Online-Variante gearbeitet.

Ausstrahlung am 29. Dezember

Jeder „Between the days“-Fan, nicht nur Musiker, könne sich daran beteiligen. „Wir sammeln derzeit die Beiträge“, so Ursula Eichert. Am 29. Dezember, am Tag des jährlichen Festivaltermins, wird eine Sendung ausgestrahlt, in der der Zusammenschnitt des zugesandten Materials gezeigt wird – ob einzelne Songs, kleine Konzerte oder Videobotschaften von Musikern und Stammgästen. Die Einzelheiten werden noch bekanntgegeben.
„Die ersten Rückmeldungen sind schon da“, blickt Ursula Eichert optimistisch auf die nächsten Wochen. Es bleibt also arbeitsreich für den „Club 574“. „Wir haben aber noch so viele weitere Ideen“, sagt Michael Hunold. Bleibt nur abzuwarten, bis diese in die Tat umgesetzt werden können. Aber eins stehe fest, so Ursula Eichert: „Wir sind jederzeit startklar.“

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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