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Volkstrauertag-Gedenkstunde in Olpe
Beziehungen zu Großbritannien im Blick

Volksbund-Vorsitzender Klaus Klapheck (vordere Reihe l.) und Bürgermeister, Peter Weber (vordere Reihe r.), legten im Beisein einiger Vereinsvertreter einen Kranz am Ehrenmal zum Gedanken an die Olper von Krieg und Nationalsozialismus nieder.
  • Volksbund-Vorsitzender Klaus Klapheck (vordere Reihe l.) und Bürgermeister, Peter Weber (vordere Reihe r.), legten im Beisein einiger Vereinsvertreter einen Kranz am Ehrenmal zum Gedanken an die Olper von Krieg und Nationalsozialismus nieder.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mari Olpe. Der Volkstrauertag gilt als stiller Feiertag gegen das Vergessen der Opfer von Gewalt und Krieg, aber auch als Tag der Mahnung zur Versöhnung, Verständigung und zum Frieden. An der Gedenkstätte im Weierhohl setzen seit 1963 auf Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge der amtierende Bürgermeister, die Stadtverordneten und Vertreter örtlicher Vereine mit der Kranzniederlegung ein symbolisches Zeichen, den Schmerz der Vergangenheit nicht zu vergessen und sich für eine friedliche Zukunft einzusetzen.
Stille Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Olpe
Dazu finden sich in der Regel auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ein und der Feuerwehrmusikzug verleiht der Veranstaltung musikalisch einen würdigen Rahmen.

mari Olpe. Der Volkstrauertag gilt als stiller Feiertag gegen das Vergessen der Opfer von Gewalt und Krieg, aber auch als Tag der Mahnung zur Versöhnung, Verständigung und zum Frieden. An der Gedenkstätte im Weierhohl setzen seit 1963 auf Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge der amtierende Bürgermeister, die Stadtverordneten und Vertreter örtlicher Vereine mit der Kranzniederlegung ein symbolisches Zeichen, den Schmerz der Vergangenheit nicht zu vergessen und sich für eine friedliche Zukunft einzusetzen.

Stille Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Olpe

Dazu finden sich in der Regel auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ein und der Feuerwehrmusikzug verleiht der Veranstaltung musikalisch einen würdigen Rahmen. Am Sonntag fand das Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus aufgrund der Corona-Pandemie und einer entsprechenden Empfehlung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge im Olper Stadtgebiet in deutlich reduzierter Form statt. An der Gedenkstätte im Olper Weierhohl hatten sich neben dem Olper Volksbund-Vorsitzenden Klaus Klapheck Bürgermeister Peter Weber nur wenige Vertreter lokaler Vereine und Institutionen (Feuerwehr, Schützenverein, Malteser, Kolpingsfamilie, Bürgergesellschaft) eingefunden. Auf eine öffentliche Veranstaltung, Ansprachen oder Musikdarbietungen wurde gänzlich verzichtet. Es war eine stille Gedenkfeier. In den Dörfern des Stadtgebiets sind es in der Regel die Schützenvereine, die am Volkstrauertag einen Kranz an den Gedenkstätten niederlegen. Die meisten von ihnen kamen der Tradition ebenfalls in aller Stille im kleinen Rahmen nach.

Beziehungen zu Großbritannien im Blick

Damit setzten sie ein Zeichen, dass der Volkstrauertag kein bedeutungsloses Relikt ist und dass seine Bedeutung an die Nachfolgegenerationen weitergegeben werden muss, damit die unzähligen Schicksale des vergangenen Jahrhunderts nicht in Vergessenheit geraten. „Ich sehe Sie heute nicht nur als Vereinsrepräsentanten, sondern stellvertretend für die Olper Bürgerinnen und Bürger insgesamt, die sich sonst hier versammeln“, dankte Volksbund-Vorsitzender Klaus Klapheck am Olper Ehrenmal den Anwesenden für ihre Teilnahme. Er berichtete, dass der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in diesem Jahr vor allem die Beziehungen zu Großbritannien im Blick habe und das Land als Partner des Gedenkens eingeladen habe. Daher werde in der zentralen Gedenkveranstaltung im Bundestag in Berlin der britische Thronfolger, der Prince of Wales, eine Ansprache halten. Ebenso ging er auf die Überführung der sterblichen Überreste des Schriftstellers Maurice Genevoix am 11. November ins Pariser Pantheon ein. Die Ausgestaltung des Grabraumes sei dem deutschen Künstler Anselm Kiefer anvertraut worden, was zu Recht als Ausdruck der Versöhnung und tiefen Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich gewertet werde.

Bürgermeister Peter Weber betont Bedeutung des Volkstrauertags

Bürgermeister Peter Weber hob die Bedeutung des Volkstrauertages hervor. Wegen der steigenden Corona-Zahlen, besonders im Olper Stadtgebiet, halte er die Empfehlung des Volksbundes für eine Absage der sonst öffentlichen Veranstaltung für sinnvoll. Dennoch sei es wichtig, den Opfern von Krieg und Gewalt in einem angemessenen Rahmen zu gedenken. Weber nannte den 2. September dieses Jahres, an dem sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges jährte. Am 28. März des Jahres 1945 hätten bei einem Bombenangriff auf Olpe mehr als 200 Menschen ihr Leben verloren. Der 75-jährige Gedenktag sei im Frühjahr ausgefallen. Er hoffe jedoch, diesen im angemessenen Rahmen nachzuholen.
Weber erinnerte, dass die Menschen in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Frieden leben. Das sei nicht überall auf der Welt so. Deshalb gelte der zweite Teil der Inschrift an der Gedenkstätte nicht nur als Mahnung, sondern als Daueraufgabe: „Wachet für Freiheit und Recht.“

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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