»Billige Stimmungsmache«

Landrat Beckehoff weist Vorwürfe aus SPD-Reihen zurück

hobö Olpe. Als »billige, polemische Stimmungsmache« qualifizierte Landrat Frank Beckehoff (CDU) gestern die gegen ihn gerichteten Vorwürfe von SPD-Kreistagsmitglied Thomas Förderer. Wie gestern berichtet, wirft Förderer dem Landrat vor, bei der Benennung des Jugendamtsleiters »selbstherrlich« und »nach Gutsherrenart« die Beteiligungsrechte des Jugendhilfeausschusses verletzt zu haben.

Mit seiner Stellungnahme habe sich Thomas Förderer selbst disqualifiziert, reagierte darauf Landrat Beckehoff im Gespräch mit der SZ. Denn seiner Ansicht nach habe er die Beteiligungsrechte des Jugendhilfeausschuss »nicht miss-, sondern ganz bewusst beachtet«. Ihm sei sehr wohl klar, erklärte Frank Beckehoff, dass der Jugendhilfeausschuss bei der Besetzung der Stelle des Jugendamtsleiters anzuhören sei. Schließlich nehme der Ausschuss eine besondere Stellung ein, weil er zusammen mit der Kreisverwaltung das Jugendamt bildet.

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 25. März sei Michael Färber als Leiter des Jugendamtes vorgeschlagen worden. »Und mehrheitlich«, so Beckehoff, »wurden keine Bedenken gegen die Berufung geäußert.« Nach der Anhörung dann sei Färber als Jugendamtsleiter des Kreises Olpe im Rahmen der Organisationshoheit des Landrats »installiert« worden. Beckehoff wundert sich angesichts des gesetzeskonformen Vorgangs über die harsche Kritik. »Offenbar besteht seitens der SPD wohl der Wunsch nach weitergehenden Informationen«, mutmaßte der Landrat gestern. Die hätte er auch gegeben. Aber diese Polemik könne er nicht akzeptieren.

Bezüglich der am 1. März in Kraft getretenen Neuordnung innerhalb der Kreisverwaltung sprach Beckehoff von einem »Startmodell«. »Die endgültigen Strukturen müssen noch erarbeitet werden.« Daher stelle für ihn auch kein Problem dar, dass der Jugendhilfeausschuss knapp drei Wochen nach In-Kraft-Treten der Neuordnung zur Besetzung des Jugendamtsleiter-Stelle angehört worden sei. Beckehoff: »Das ist aus meiner Sicht zeitnah genug.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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