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Susanne Schönauer ist Nachfolgerin
Brüggemann gibt "Kompass"-Leitung weiter

Reinhard Geuecke (l.) und Markus Feldmann (r.) hatten Blumen für Susanne Schönauer (2. v. l.) und Heinz Brüggemann (2. v. r.) mitgebracht, als die Leitung des „Kompass“-Dienstes offiziell übergeben wurde.
  • Reinhard Geuecke (l.) und Markus Feldmann (r.) hatten Blumen für Susanne Schönauer (2. v. l.) und Heinz Brüggemann (2. v. r.) mitgebracht, als die Leitung des „Kompass“-Dienstes offiziell übergeben wurde.
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win Olpe. Erst war es der „Aufwind“, der Familien mit Erziehungsproblemen helfen sollte. Die Caritas und die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) taten sich im Jahr 2000 zusammen, damit hilfesuchende Eltern nicht mehr sprichwörtlich „von Pontius zu Pilatus“ gehen mussten, sondern alle Angebote aus einer Hand erhielten. Beide Träger entwickelten das Angebot weiter, ab 2012 wurden die einzelnen Standorte zwischen GFO und Caritas aufgeteilt, und ab 2016 heißt das GFO-Angebot der Familienhilfe nicht mehr „Aufwind“, sondern „Kompass“. Und vom ersten Tag an dabei und in Verantwortung: Heinz Brüggemann.
Heinz Brüggemann geht in RuhestandDie Jugendhilfe im Kreis Olpe ist ohne ihn kaum vorstellbar, hat er doch vor seiner Zeit bei der GFO schon Pflöcke eingeschlagen.

win Olpe. Erst war es der „Aufwind“, der Familien mit Erziehungsproblemen helfen sollte. Die Caritas und die Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) taten sich im Jahr 2000 zusammen, damit hilfesuchende Eltern nicht mehr sprichwörtlich „von Pontius zu Pilatus“ gehen mussten, sondern alle Angebote aus einer Hand erhielten. Beide Träger entwickelten das Angebot weiter, ab 2012 wurden die einzelnen Standorte zwischen GFO und Caritas aufgeteilt, und ab 2016 heißt das GFO-Angebot der Familienhilfe nicht mehr „Aufwind“, sondern „Kompass“. Und vom ersten Tag an dabei und in Verantwortung: Heinz Brüggemann.

Heinz Brüggemann geht in Ruhestand

Die Jugendhilfe im Kreis Olpe ist ohne ihn kaum vorstellbar, hat er doch vor seiner Zeit bei der GFO schon Pflöcke eingeschlagen. Heute sind die Kinder von damals längst erwachsen, die das Lorenz-Jaeger-Haus in Olpe als Anlaufstelle nutzten, das Heinz Brüggemann lange leitete. Von dort wechselte er zur Kreisverwaltung, wo er unter anderem als Jugendhilfeplaner, gemeinsam mit Ursula Stocker, die heute noch gültigen Strukturen der Jugendhilfe im Kreis Olpe aufbaute. Von dort holte ihn dann im Jahr 2000 die GFO, um das neue Angebot des heutigen „Kompass“ aufzubauen. Nun bereitet Heinz Brüggemann sich auf den Ruhestand vor und hat die „Kompass“-Leitung an seine bisherige Stellvertreterin, Susanne Schönauer, übergeben. Er wird ihr noch eine Zeitlang zuarbeiten, um den Übergang leichtzumachen, bevor er dann endgültig das Arbeitsleben beendet.

Am Freitag bedankten sich der Sprecher der GFO-Geschäftsführung, Markus Feldmann, und der Leiter der GFO-Erziehungshilfe, Reinhard Geuecke, bei Brüggemann und hießen Susanne Schönauer in ihrer neuen Funktion willkommen. „Die GFO ist Heinz Brüggemann zu großem Dank verpflichtet, auch und gerade im Namen der unzähligen Kinder, Jugendlichen und Familien im Kreis Olpe und darüber hinaus, die Beratung, Begleitung und Hilfe von ,Kompass’ erfahren haben“, so Feldmann. Heinz Brüggemann habe als Person stellvertretend für das große Vertrauen in den Dienst gestanden, dass keiner durchs Raster falle: „Falls dieses Szenario drohte, konnten sich alle sicher sein, dass entweder kreative Lösungen gefunden wurden oder dass mit dem Kreisjugendamt über neue Hilfeformen verhandelt wurde.“

"Kompass" hat inzwischen 149 Mitarbeiter

Von zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stieg „Kompass“ inzwischen auf 140 Kräfte – allein seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich der Dienst fast verdoppelt. Brüggemann blickt dankbar auf seine Zeit als „Kompass“-Chef zurück: „Ich habe mein ganzes Berufsleben immer den Wechsel zwischen Stabsstelle und Leitung praktiziert, mal zum Ideen entwickeln, dann zum Ideen umsetzen.“ Als die GFO seinerzeit auf ihn zugekommen sei, habe die Zeit genau gepasst: „Ich hatte das Gefühl, es wird wieder Zeit, etwas umzusetzen.“

Das seinerzeitige Ziel der GFO sei genau richtig gewesen: Eltern mit Problemen einen einzigen Ansprechpartner gegenüberzusetzen, und dies regional erreichbar, „allein schon wegen des ÖPNV in der Region. Wer von Serkenrode nach Olpe muss und das per Bus, der weiß ja nicht, ob er Hin- und Rückfahrt am selben Tag hinbekommt“. Stets sei das Angebot von „Kompass“ bzw. früher „Aufwind“ an die Bedarfe der Eltern angepasst worden. „Im Kern geht es darum, eine Änderung bei den Familien herbeizuführen, Fehler nicht nur zu kritisieren, sondern zu helfen, sie abzustellen.“

Im Kern geht es darum, eine Änderung bei den Familien herbeizuführen.
Heinz Brüggemann
bisheriger Leiter von „Kompass“

Kürzlich ist „Kompass“ zusätzlich in die Schulbegleitung eingestiegen, als der Verband „Lebenshilfe“ dies aufgab. Dass die Arbeit des Dienstes einmal überflüssig wird, das glaubt Heinz Brüggemann nicht: Vielmehr geht er davon aus, dass der Bedarf stetig steigen wird.

Schönauer freut sich auf die neue Verantwortung

Susanne Schönauer, seit vielen Jahren in der ehrenamtlichen Jugendarbeit tätig, unter anderem als Vorsitzende des Bundes der deutschen katholischen Jugend im Kreis Olpe, freut sich auf die neue Verantwortung, aber auch, dass Heinz Brüggemann beim Einstieg hilft. „Außerdem habe ich seine Zusage über eine lebenslange Flatrate in Sachen Beratung“, so die neue „Kompass“-Leiterin, deren Dienst künftig in vier Regionalbereiche aufgegliedert wird (Olpe/Drolshagen, Attendorn, Lennestadt, Meinerzhagen). Vier Regionalleitungen unterstützen sie bei ihrer Arbeit.

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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