Bürgermeister bei Metallern

Bei drei Versammlungen, hier die in Attendorn, wählten die Metaller die neuen Delegierten, die die Interessen von 9000 Mitgliedern der IG Metall im Kreis Olpe vertreten. Fotos: IGM
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  • Bei drei Versammlungen, hier die in Attendorn, wählten die Metaller die neuen Delegierten, die die Interessen von 9000 Mitgliedern der IG Metall im Kreis Olpe vertreten. Fotos: IGM
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sz  Als basisdemokratische Gewerkschaft ist die Industriegewerkschaft Metall maßgeblich auf die aktive Mitgestaltung ihrer Mitglieder angewiesen: Im Kreis Olpe sind etwa 9000 Beschäftigte in der IG Metall organisiert, deren gewählte Vertreter in der Delegiertenversammlung die Stimmung aus den Betrieben wiedergeben, Entscheidungen treffen, Ideen einbringen können und sich mit anderen Mitgliedern vernetzen und austauschen. Für die Dauer von vier Jahren werden die Mitglieder und deren Stellvertreter in das höchste Beschlussgremium auf örtlicher Ebene gewählt, und zwar immer in dem Halbjahr, nachdem der Gewerkschaftstag zusammengekommen ist und den neuen Bundesvorstand gewählt hat.

So war es auch in diesem Jahr wieder an der Zeit, in den Organisationswahlen die neuen Delegierten für den Kreis Olpe zu wählen. Im Vorfeld, so eine Pressemitteilung der Gewerkschaft, hatten André Arenz, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Olpe, und sein Team die Wahlen vorbereitet. „Dabei haben wir zum einen darauf geachtet, dass die Betriebe entsprechend ihrer Größe vertreten sind“, erläutert André Arenz. Zum anderen muss die Frauenquote von 20 Prozent erfüllt werden, da auch 20 Prozent der Mitglieder der IG Metall Olpe Frauen sind. Außerdem wurde jeweils ein Jugend- und ein Seniorenmandat pro Wahlkreis eingeplant.

Bei den Wahlkreisen wurde die erste Neuerung in diesem Jahr sichtbar: Früher war jede der sieben Städte und Gemeinden des Kreises Olpe ein eigener Wahlkreis. Das Problem an dieser Struktur war jedoch, dass die Stellvertreter nur die ordentlichen Mitglieder aus ihrem Wahlkreis vertreten durften. „Mit der Vergrößerung auf die drei Wahlkreise Olpe/Wenden/Drolshagen, Attendorn/Finnentrop und Lennestadt/Kirchhundem ist die Vorgehensweise deutlich vereinfacht worden. Ab sofort kann jemand aus Olpe einen Kollegen aus Drolshagen vertreten oder aus Kirchhundem für Lennestadt.“

Auch die Delegiertenversammlung an sich wurde neu strukturiert: Waren es früher 82 Delegierte und Stellvertreter, wurden in diesem Jahr erstmals nur 52 gewählt. „Damit wollen wir keinesfalls weniger Mitglieder in die Arbeit einbeziehen“, betont André Arenz – ganz im Gegenteil: Ab sofort werden auch die Stellvertreter zu den vier Treffen im Jahr eingeladen. „Bisher waren die Stellvertreter nur dabei, wenn der ordentliche Delegierte nicht konnte. Das hat dazu geführt, dass sie überhaupt nicht im Geschäft waren und verständlicherweise wenig Interesse an unserer Arbeit hatten.“ Stimmberechtigt werden zwar immer nur 52 Delegierte sein, das soll mit Stimmkarten sichergestellt werden, aber durch das neue Vorgehen sollen auch die Stellvertreter aktiv in die Diskussion und den Austausch und somit die Arbeit eingebunden werden.

An drei Abenden wurden die 20 Delegierten für Olpe/Wenden/Drolshagen sowie 18 für Attendorn/Finnentrop und 14 für Lennestadt/Kirchhundem gewählt. Während die Wahlkommission, bestehend aus haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern, noch die Stimmzettel auszählte, begrüßte André Arenz in jeder Wahlversammlung Bürgermeister der jeweiligen Kommunen, die zunächst auf Themen wie die wirtschaftliche Lage, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder bezahlbaren Wohnraum eingingen. Mit Hilfe des elektronischen Beteiligungssystems, bei dem die Teilnehmer mit ihren eigenen Smartphones über ein internes Netzwerk Fragen beantworten und stellen können, die mit einem Mausklick zu übersichtlichen Schaubildern auf der Leinwand wurden, entstand darüber hinaus bei jedem Treffen eine angeregte, detaillierte und ausführliche Diskussion mit den Rathauschefs. Straßenausbaubeiträge und Transformation in der Arbeitswelt, demografischer Wandel und Ärzte- bzw. Gesundheitsversorgung oder öffentlicher Personennahverkehr und Breitbandausbau kamen dabei zur Sprache.

Wie sich jeweils am Ende der Veranstaltung zeigte, hatte die Geschäftsstelle offensichtlich gute Vorarbeit geleistet: Alle 52 ordentlichen Delegierten und Stellvertreter wurden gewählt. Auch der Vorschlag des Ortsvorstands der IG Metall Olpe – bestehend aus André Arenz als derzeitigem 1. Bevollmächtigten, dem 2. Bevollmächtigten und 13 Beisitzern – die Delegiertenversammlung zu verkleinern und dafür alle gewählten Vertreter einzuladen, wurde positiv aufgenommen.

Der Ortsvorstand inklusive der Geschäftsleitung wird im Rahmen der konstituierenden Delegiertenversammlung am Donnerstag, 26. März, ab 17 Uhr im Haus Schnepper in Mecklinghausen neu gewählt. Außerdem entscheidet die Versammlung über die Mitglieder der Tarifkommissionen, die Delegierten der Bezirkskonferenz für den Tarifbezirk NRW, der die Tarifverträge innerhalb der IG Metall verhandelt und abschließt und die Delegierten für den Gewerkschaftstag, die wiederum die Satzung mitdiskutieren und verändern können und in vier Jahren erneut den Bundesvorstand der IG Metall wählen werden. „Die Delegierten haben daher viele Beteiligungsmöglichkeiten und treffen alle wichtigen Entscheidungen innerhalb der IG Metall“, betonte André Arenz abschließend.

Bei drei Versammlungen, hier die in Attendorn, wählten die Metaller die neuen Delegierten, die die Interessen von 9000 Mitgliedern der IG Metall im Kreis Olpe vertreten. Fotos: IGM
Die Bürgermeister von Wenden und Olpe, Bernd Clemens (2.v. l.) und Peter Weber (3. v. l.), waren zu Gast bei der IG Metall.
Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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