Bürgermeister sagt Unterstützung zu

Feuerwehr-Neubau geplant / Laufbahnverordnung : Funktionsträger müssen sich bewähren

rudi Olpe. Stadtbrandinspektor Friedel Schulte und Bürgermeister Horst Müller hatten alle Hände voll zu tun – nicht nur Feuerwehrehrenzeichen, Zeugnisse und Beförderungen wollten vergeben werden, im Rahmen der Änderung der Feuerwehr-Laufbahnverordnung, die im Laufe des vergangenen Jahres in Kraft trat, wurden auch die Funktionen innerhalb der Wehr neu vergeben.

Mit der Änderung der Laufbahnverordnung wurde bei der Feuerwehr erstmals das Leistungsprinzip eingeführt. Konkret bedeutet das, dass sich alle Funktionsträger in gewisser Hinsicht einer »Bewährungszeit« unterziehen müssen, in der sie ihr Können unter Beweis zu stellen haben. Diese beläuft sich auf sechs Jahre. Im schlimmsten Falle würde nach Ablauf dieser Zeit eine Neuberufung der einzelnen Wehrleute ausgeschlossen. »Es hört sich immer einfach an, zu sagen: Wir sind ehrenamtlich tätig«, bemerkte der Bürgermeister, »aber das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen.« Und auch Friedel Schulte dürfte angesichts eines mehr als zufrieden stellenden Fazits des vergangenen Jahres von der »richtigen Einstellung« seiner Truppe überzeugt sein. Allein im Bereich der Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen leisteten einige Kameraden 165 Stunden zusätzlichen Dienst. Die Änderung der Laufbahnverordnung sollte also eher als Bestätigung der einzelnen Funktionsträger in ihrem Amt zu angesehen werden.

Dabei behalten alle Feuerwehrleute ihren Rang, so dass sich folgende Besetzung ergibt: Hauptbrandmeister Gerhard Reuber fungiert als Hauptmusikzugführer, Unterbrandmeister Michael Ohm als Musikzugführer sowie Unterbrandmeister Jochen Harnischmacher als Leiter des Jugendorchesters. Oberbrandmeister Günter Fest hat die Funktion des Stadtjugendfeuerwehrwarts inne, Oberfeuerwehrmann Michael Reperich übernimmt dessen Vertretung, während die Oberfeuerwehrmänner Marcel Stachelscheid und Sebastian Stachelscheid als auch Feuerwehrmann Pierre Bäcker als Jugendfeuerwehrwarte bestätigt wurden. Als Gerätewart sind Oberbrandmeister Frank Hachenberg sowie Unterbrandmeister Burkhard Wigger zuständig. Die Aufgaben des Feuerwehrarztes übernimmt Bruno Weber, Jochen Voß steht als Seelsorger zur Verfügung, und Günter Stachelscheid ist Sicherheitsbeauftragter. Die Funktionen der Zugführer sind mit Stadtbrandinspektor Dieter Huckestein, den Brandoberinspektoren Klaus Arrenberg und Hans-Peter Bröcher sowie den Brandinspektoren Thomas Wurm und Manfred Wigger besetzt. Letzterer fungiert auch als Gerätewart und Atemschutzbeauftragter. Die Vertretung der Zugführer übernehmen die Hauptbrandmeister Hugo Bieker, Walter Hesse sowie Brandmeister Joachim Huckestein. Hauptbrandmeister Ralf Weiskirch hat die Funktion des Löschgruppenführers inne, Brandmeister Heiner Junge dessen Vertretung. Zuletzt wurden die Unterbrandmeister Michael Bieker, Thorsten Hachenberg und Stefan Schröder sowie der Oberfeuerwehrmann Thorsten Eckel zu Zugsprechern ernannt.

Angesichts steigender Einsatzzahlen, die im vergangenen Jahr verzeichnet wurden, kann Friedel Schulte diese personelle Verstärkung bestens gebrauchen. 171 Mal rückten die Blauröcke aus. Vor allem Schnee- und Regenschäden nahmen dabei einen hohen Stellenwert ein. Doch auch die Brandeinsätze machten einen Großteil der Arbeit aus. Eine besondere Gefahrenlage bot sich den Blauröcken zudem bei der Räumung anlässlich einer Bombenentschärfung, die im vergangenen Jahr die Aufmerksamkeit der Kameraden erforderte. Angesichts dieser Leistung zeigte sich der Bürgermeister gerne bereit, die Wehr auch weiterhin finanziell zu unterstützen. Trotz knapper Kassen wurde der Wehr bereits im vergangenen Jahr ein Löschgruppenfahrzeug 16/12 übergeben. »Und ich versichere ihnen, dass die Stadt Olpe intensivst bemüht bleibt, trotz einer angespannten Finanzsituation die Umsetzung der auf die Feuerwehr bezogenen Großprojekte durchzuführen«, so Müller. Damit bezog er sich nicht nur auf das neue Feuerwehr-Gerätehaus in Olpe, das auf dem Grundstück der ehemaligen Firma Kraft errichtet werden soll, sondern auch auf ein Projekt, das bereits in diesem Jahr ansteht. In den kommenden Monaten soll das Gerätehaus in Oberveischede erweitert werden, so dass genügend Platz für Zuwachs zur Verfügung steht: Zurzeit befindet sich dort eine Jugendgruppe im Aufbau.

Auch Kreisbrandmeister Werner Grüneböhmer wusste diese Versprechungen des Bürgermeisters zu schätzen. Die schlechte wirtschaftliche Lage und knappe Haushaltsmittel bei Städten und Gemeinden machten sich auch bei der Feuerwehr bemerkbar, so Grüneböhmer. Kritisch bewertete er in diesem Zusammenhang das Verhalten einiger Arbeitgeber: Die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, könne bei einigen Kameraden die Einstellung zum Feuerwehrdienst verändern. »Es könnte hier zu einer insgesamt inakzeptablen Situation kommen«, warnte er – war sich aber trotzdem sicher: »Trotz aller Umstände können wir uns mit unseren Feuerwehren sehen lassen«. Mit einem niveauvollen Musikzug, einem hoffnungsvollen Nachwuchsorchester sowie einer Personalstärke von 110 Aktiven und einer Jugendwehr von 25 Personen gehört die Olper Wehr wohl zur ersten Garde im Kreis.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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