CDU: Freibad 2007 öffnen

Provisorische Reparatur vor grundlegender Neuplanung

sz Olpe. Die CDU in Olpe unterstützt den Erhalt des Freibades, »so wie er vom Bürger gewünscht wird«. Das erklärte Stadtverbands-Vorsitzender Christian Reißner gestern Nachmittag in einer Pressemitteilung. Eine notdürftige Reparatur soll einerseits die Nutzung im Jahr 2007, andererseits Raum zur Bürgerbeteiligung, Planung und Gestaltung ermöglichen. Bei der Diskussion um die Zukunft des Freibads seien »nicht parteipolitische Taktierereien, Schnellschüsse oder Hau-Ruck-Verfahren gefragt, sondern solide Arbeit«, so Reißner. Die CDU favorisiere deshalb im ersten Schritt eine notdürftige Reparatur des Freibadbeckens, die einen Betrieb im Sommer 2007 ermögliche, Wasserverluste gering halte, eine kostspielige Betriebsunterbrechung vermeide und der Politik Zeit für eine verantwortungsbewusste Sanierungsentscheitung gebe. »Wir tun dies im konsequenten Bewusstsein, den aufgekommenen und bewusst geschürten Eindruck, der im übrigen falsch ist, die Politik oder die Geschäftsführung oder der Aufsichtsrat der Bäderbetriebe hätten die Entwicklung des Freibadbeckens begünstig, richtigzustellen«, so Reißner.

Der Zustand des Freibades sei allen Fraktionen zu jeder Zeit von 2002 bis heute an bekannt, alle Gutachten seien öffentlich zugänglich. Die Notwendigkeit der Instandhaltung über den Umfang der baulichen Renovierungsmaßnahmen beim Freizeitbadbau hinaus habe niemand als akut eingeschätzt. Jeder, der etwas anderes behauptet, betreibe »bewusste infame Irreführung und Geschichtsklitterung«, so Reißner.

Angesichts des Anlagenalters sei zwar eine größere Instandsetzung zu erwarten gewesen. »Aber es bestand doch die Hoffnung, dass dies erst in einigen Jahren der Fall sein würde, wenn die großen Investitionssummen verkraftet sind«, erklärte Reißner. »Zu unser aller Unmut ist die Situation nun früher eingetreten. Aber der Bürger der Stadt Olpe kann sich darauf verlassen, dass sich die CDU dieser Pflicht annimmt.« Ein Freibad werde es auch in Zukunft in Olpe geben.

Wer die öffentliche Meinung zur Kenntnis nehme, müsse zu dem Ergebnis kommen, dass allen daran gelegen sei, die heutige Fläche des Hauptbeckenkörpers zu erhalten. Mehr noch, das Angebot solle zeitgemäß, kind- und familiengerecht sein. Reißner: »Bildaufnahmen des Beckens der Sommermonate zeigen sehr deutlich, dass die flachen Zonen im Eingangsbereich des Hauptbeckens von Familien, Kindern und insbesondere Schwimmanfängern deutlich stärker belegt sind, während die tieferen Flächen im Schwimmerbereich gering ausgelastet sind.« Das erhebe die Frage, ob nicht eine angepasste Neugestaltung des Beckenkörpers, die ja angesichts der finanzwirtschaftlich wünschenswerten Lösung der Erstellung eines aktivierungsfähigen Wirtschaftsgutes zu bevorzugen sei, vor allen Dingen aus den Signalen der Bürgerschaft geboten ist.

Die CDU will »alle engagierten und interessierten Mitbürger aufrufen, sich über die Prämissen der Planung zu äußern und dazu beizutragen, dass wir ein Freibad erhalten, dass die Wünsche der Nutzer noch besser trifft. Denn wir werden in den nächsten 30 Jahren nicht noch einmal die Chance bekommen, einen offenen Dialog über die Gestaltungsmöglichkeiten zu führen und ein Freibad umzusetzen, welches die heutigen Anforderungen bestmöglich erfüllt«.

Die CDU will nun die noch offenen Fragen zu erörtern, mit den Bürgerinnen und Bürgern im Dialog ansprechen, daraus Gestaltungsvorschläge erarbeiten, diese in den Gremien von Rat und Aufsichtsrat diskutieren und dann eine gemeinsame Entscheidung treffen, »die über die Parteigrenzen hinaus eine breite Zustimmung finden kann«. Die CDU werde dazu eine breite Öffentlichkeit suchen. »Mit einer öffentlichen Meinungsumfrage und persönlichen Gesprächen wollen wir die Anregungen und Standpunkte der Bürger aufnehmen und dann umsetzen. Geben wir uns diese Zeit, unsere Kinder werden es uns danken«, schließt Reißner die Stellungnahme (»www.cdu-olpe.de«).

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